Selber Spritzen: Wie gefährlich sind Luftblasen?
Copyright: clipdealer.com Wer nicht ständig zum Arzt rennen möchte, aber Medikamente benötigt, die täglich unter die Haut gespritzt werden müssen, wird vorzugsweise selber Spritzen. Wie gefährlich sind selbstständig durchgeführte subkutane Injektionen? Muss man vor Luftblasen in der Spritze Angst haben? Oft müssen für eine hormonelle Unterstützung der Eizellreifung Spitzen gegeben werden, die üblicherweise unter die Haut injiziert werden (subcutan = s. c.). Wie man solche subkutane Spitzen fachgerecht durchführt, ist in unserem Theorie-Teil beschrieben. Da diese Hormongaben täglich erfolgen müssen, ist es natürlich sinnvoll, diese selbst durchzuführen, wenn man tägliche Besuche in einer Arztpraxis vermeiden möchte.
Angst vor Luftblasen
Oft wird dann im Forum die Frage gestellt, wie gefährlich es ist, wenn man es nicht schafft, evtl. noch in der Spritze befindliche Luftblasen zu beseitigen, bevor man die Injektion setzt. Denn natürlich weisen auch die Hersteller der Medikamente darauf hin, dass man keine Luft unter die Haut spritzen soll. Auch wird von den Herstellern der Pens dazu geraten, einige Einheiten des Medikaments vor der Injektion zu verwerfen, um die Luftblasen aus dem Instrument zu entfernen.
Wie gefährlich sind Luftblasen in der Spritze?
Der Grund, weshalb dazu geraten wird, Luftblasen aus den Spritzen zu entfernen, ist die Angst vor einer Luftembolie, bei der größere Mengen Luft in ein Blutgefäß gelangen und in der Lunge zu Gefäßblockaden und -verschlüssen führen können, analog zu Lungenembolien bei Thrombosen. Die Menge des Gases, die benötigt wird, um eine solche Embolie auszulösen ist abhängig von der Art des Gases. Es sind aber mindestens 10 Milliliter, bei gut löslichen Gasen wie CO 2 kann auch durchaus das 10fache dieser Menge notwendig sein.
Sonderfall subkutane Injektion
Diese Angaben gelten jedoch nur für die direkte Injektion in einer größere Vene. Wird die Luft hingegen direkt unter die Haut gespritzt und besteht keine Verbindung zu einem Blutgefäß, dann sind selbst Mengen von mehreren hundert Millilitern unkritisch und werden vom Unterhautfettgewebe langsam wieder resorbiert. Womit dann auch die Frage beantwortet wäre, was mit der Luft passiert, die unter der Haut landet. Zusammenfassend muss man sich also bei den Hormonspritzen über evtl. in der Spritze befindliche kleinere Luftblasen überhaupt keine Gedanken machen. Völlig risikofrei ist selber Spritzen jedoch nicht Die Risiken sind jedoch sehr übersichtlich. Bei unsachgemäßer Durchführung können lokale Infektionen bis hin zum Abszess auftreten, allerdings nur sehr selten. Steriles und sauberes Arbeiten wird daher empfohlen. Mit ein wenig Übung wird jeder schnell in der Lage sein, sich eine subkutane Spritze selbst zu verabreichen. Lesen Sie den ganzen Artikel















