Mackenheim Freedom
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Mackenheim Freedom
Beim Dorfverein „KUltur in MackenheiM“ (KUMM) wurde für einen Abend die Zeit zurückgedreht. In 40 historischen Bildern begab sich der Heimatkundler und Geopark-vor-Ort-Begleiter Andreas Arnold auf Zeitreise zu den Dampfloks und Schienenbussen der alten Überwald- und Weschnitztalbahn. Die Zuhörer schwelgten vergnügt in Erinnerungen. Viele hatten den Betrieb an Weiher, Mackenheim und Kreidach vorbei noch aus eigener Anschauung kennengelernt.
Ein Gast aus Mackenheim erzählte, dass, wenn der Heizer in der Dampflok nicht genügend Feuer unter dem Kessel gemacht hat, der Zug teilweise so langsam fuhr, dass man bequem auch unterwegs aussteigen konnte. Das sparte so manchen Meter auf dem Weg zum heimatlichen Hof. Nach dem Bau der Main-Neckar-Bahn 1846 wurde auch in Weschnitztal und Überwald der Ruf nach einer eigenen Bahnstrecke laut, erzählte Arnold.
Ursprünglich sollte die Bahnstrecke nur auf hessischem Gebiet verlaufen. So waren die Strecken Bensheim-Lindenfels-Fürth und Heppenheim-Kirschhausen-Fürth in der Diskussion. Heppenheim und Bensheim wurden sich aber nicht einig, wer denn jetzt den wichtigen Startbahnhof bekommen solle. Letztlich setzte sich die heutige Trasse Weinheim-Mörlenbach-Fürth, auch wegen der günstigen Geologie, durch.
Während bei der Eröffnung der späteren Überwald-Bahn von Mörlenbach nach Wahlen große Feierlichkeiten durchgeführt wurden, gab es bei der ersten Fahrt der Weschnitztalbahn keine besonderen Festivitäten, wusste Arnold. Denn sowohl das badische Weinheim als auch das hessische Fürth konnten sich nicht auf ein gemeinsames Fest einigen. Beide wollten das Prestige für sich alleine haben. So fielen die Feierlichkeiten kurzerhand aus.
Beim Bau beider Eisenbahnstrecken mussten mehrere Tunnels und Brücken erbaut werden. Bis zu 400 Arbeiter gleichzeitig waren daran beteiligt, erläuterte der Hobby-Historiker. Darunter waren auch bis zu 200 Italiener. Diese waren im Tunnel- und Brückenbau aufgrund ihrer Erfahrungen aus den Alpen als Fachkräfte begehrt. Das Gestein im Odenwald soll sogar härter als am Brenner gewesen sein.
Von den Dampfloks kam Arnold dann in die Zeit der Schienenbusse. Diese wurden von den Mitreisenden liebevoll als „Roter Rüttler“ oder „Odenwald-Vibrator“ bezeichnet. Während die Überwald-Strecke 1983 für den Personenverkehr und 1994 für den Güterverkehr stillgelegt wurde, kann man heute im Weschnitztal nach wie vor mit der Eisenbahn fahren. Noch lange nach dem eigentlichen Vortrag saßen die Gäste und der Referierende gemütlich bei Apfelmost und Schnittchen vergnügt zusammen und tauschten Erinnerungen aus.
Die Zuhörer schwelgten vergnügt in Erinnerungen Beim Dorfverein „KUltur in MackenheiM“ (KUMM) wurde für einen Abend die Zeit zurückgedreht. In 40 historischen Bildern begab sich der Heimatkundler und Geopark-vor-Ort-Begleiter Andreas Arnold auf Zeitreise zu den Dampfloks und Schienenbussen der alten Überwald- und Weschnitztalbahn.
Als der „Weiße Riese“ durch den Überwald fuhr
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Weitere Bauplätze in Mackenheim geplant
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Zwölf Biere werden beim Verein Kumm in Mackenheim verkostet
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