Wir sind im Fluss, wir paddeln ständig. Unser Leben ist ein Schwimmen in den Fluten. Immer auf der Suche nach dem Guten, geraten wir in schlimme Strömungen, lassen wir uns wohl manchmal treiben. Kraulen auch mitunter munter bis zur seelischen Erschöpfung. Und ein Stück darüber weg.
Glücklich, die ein Boot gefunden und im Hafen des zweisamen Ehelebens treu gebunden, sich nicht mehr ständig japsend über Wasser halten müssen. Sie sitzen besser im synchronen Zweier, umschiffen manche Klippe besser, als ein selbsternannter Freier. Und sie haben mal das Glück, das auch der Partner paddeln kann, wenn die Kräfte kaum zum Gleiten reichen.
Das Leben saust flussabwärts bis zum großen Delta. Ganz am Ende wird sich zeigen, ob wir in ein Meer aus Salz und Öl gespült oder als Wolke in den Horizont abheben. Keiner weiß, was wohl die bessere Option sein mag. Auch wenn die Hoffnung auf das Eine oder Andere fallen kann, wir lenken nicht den Weg des Wassers auf der Fahrt in Richtung Ewigkeit.
Wir können nur ein paar Tropfen am Ufer verspritzen …