Im Zug gestern Perspektiven einer nachhaltigen Entwicklung, herausgegeben von Harald Welzer und Klaus Wiegandt, gelesen. Es wird geschildert, was sich in verschiedenen Lebensbereichen ändern müsste, um der Nachhaltigkeit näher zu kommen. Dabei werden fantastische Geschichten erzählt, welche sich mal mehr mal weniger umsetzbar anhören. Grundtenor ist dabei stets, dass man einen Wertewandel bräuchte, einen "Megalog" (Etzioni) über die wichtigen Dinge im Leben, eine Neudefinition des guten Lebens. Und das alles bitte etwas rasch.
Als ich allerdings so aus dem Fenster schaute, blickte ich auf zerfräste Berge, vereinzelte Bäume die früher einmal Wälder waren und zwei Mädchen, die sich vor einem Luxusauto für die Handykamera in Szene setzten und ein Erinnerungsfoto von diesem großartigen Moment schossen. Ganz ehrlich, da liegt noch viel Arbeit vor uns.