META - Tag 3 - Boah.
Ich bin eins von diesen ätzenden Bandmitgliedern, die erstmal grundsätzlich so lang jeder neuen Songidee skeptisch gegenüber stehen, bis sie vom Gegenteil zu überzeugen weiß. Bei den Vorbereitungen für META hat das ganze seinen Zenit erreicht. Ich meine, hier geht es um ein Album. Unser erstes (!) Album. Ganz egal, was diese Band danach von sich geben und veröffentlichen wird... letztendlich prägt das erste Album das Image einer Band ja schon maßgeblich. Hinzu kommt die Entscheidung, alles auf deutsch zu machen. Wir persönlich finden es natürlich total geil - aber es ist eben in dem Genre unüblich und dementsprechend soll das Endergebnis natürlich im besten Sinne auf sich aufmerksam machen. Letztendlich ist es aber auch der Arbeitsatmosphäre nicht wirklich förderlich, wenn man nicht aufhört, ewig rum zu mäkeln und das nur aus dem Gefühl heraus, dass das Material zwar nicht schlecht, aber eben auch nicht Smash-hit verdächtig ist. Letztendlich habe ich mich aber immer darauf besonnen, Vertrauen in uns und unser Songwriting zu haben. Vor allem, weil im Proberaum einfach alles so viel anders klingt als fett produziert. War bislang immer so.
Und dieses mal verhält es sich genauso. Heute war ein verdammt arbeitsreicher und produktiver Tag. Das Schlagzeug ist nun komplett (was mich ehrlich gesagt etwas erleichtert - im Studio spielen ist ja schon immer wieder eine eigene Welt für sich). Anschließend haben wir den Tag genutzt, um einen weiteren Gitarrentrack von Kenjis Seite aus fertig zu machen und zum Schluss haben wir uns an die ersten Vocals gewagt...
Leute....
Egal, was wir dachten, wie unsicher wir an manchen Stellen waren, als wir hier angekommen sind. Vollkommen egal. Denn der Rohmix und die einzelnen Teile, aus denen sich allmählich nach und nach ganze Lieder formen, klingen so fett, dass wir uns kaum auf den Sofas halten konnten. Ein weiteres Mal erweist Christoph sich als guter Mann, mit dem wir uns auf eine äußerst angenehme, lustige und gleichzeitig kreative Arbeitsatmosphäre eingependelt haben. Hinzu kommt ein Benny, der bislang mit jeder Produktion besser klang und der uns heute einfach mal problemlos an die Wand gepustet hat.
Unsere Begeisterung wächst mit jedem Take, der aufgenommen wird. Nichts desto trotz machen so viele Stunden in einer Regie voller Typen und lauter Musik den Kopf etwas wirr, was man an der binnen Sekunden eingetretenen Stille hier im Hostelzimmer deutlich erkennen kann. Und in diesem Sinne wünsche ich Euch fürs erste eine gute Nacht.
- Kim


















