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Heute wieder Bewohnerbeiratssitzung
Heute hatten wir wieder Bewohnerbeiratssitzung. Der Bewohnerbeirat des Heims ist so etwas wie der Betriebsrat eines Unternehmens.
Ich bin von 2018 bis 2020 zum zweiten Mal in den Beirat gewählt worden. Von 2014 bis 2016 war ich schon mal drin. Damals war ich noch recht neu hier (Ich zog im August 2013 erst hier ein.).
Dieses Mal kennen mich die Bewohner schon. Daher bekam ich auch die meisten…
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Der Morgen danach.
von Thomas Hohlfeld
Es klingt in mir an.
Die Ausführungen der Professoren gestern.
Sie wurden geladen, damit sie den Amorbachern sagen, was diese mit ihren Reichtümern machen sollen. Solches möchten die Führungskräfte. Das Fürstenhaus , der Bürgermeister.
Die Reichtümer sind die Hinterlassenschaften von mehr als 1000 Jahren, in eine Welt ragend, die, wie in vielen anderen kleinen unbedeutenden Städten, über die nicht die Feuersbrunst, und zermalmende Zerstörungswut des letzten Krieges zog, vorhanden sind. Die aber nur dann geachtet werden, wenn sie als Dekorationen, nein Maskierungen, der Filialen des Expressgeldes genutzt werden können. Dies Ungewöhnliche, weil nicht auf schnellen Verbrauch hin Gefertigte, inzwischen Vergessene, Erfahrung gespeichert Habende und daher Weise, dem Ursprung nahe, daher Urtümliche.
Ich achte dessen Hinweise auf Lebensformen, deren Gelassenheit bis hin zur Nachlässigkeit mir deutlich wurden. Diese besondere, uns heute fast völlig fremde Lebensweise, heute in einer Zeit, in der jeder Atemzug nach seiner Rentabilität in Hinsicht auf ganz kurz Gedachtes verpflichtet wird, sie erschien bei unserem Spaziergang an allen Orten dieser Stadt. Wir am Rande dieser Hinterlassenschaften, die wie das Grab Tut-anch-Amuns, nur deswegen in ihrer Fastunversehrtheit überdauerten, weil sie zu Leb- und Glanzzeiten, ganz unbedeutend waren. Diese Relikte sprechen nun zu mir in einer Sprache, in der vielfältigst überlagert, all die Geisterstimmen der Vergessenen, aber hier noch Hörbaren, deutlich werden und Geschichten wispern, die ganz andere Inhalte haben, als jene, die in den polierten Fassaden, den Jingles, polyphonen Klingeltönen, den alle kontinuierliche Rede unterbrechenden Werbespots, den Highlights, all dem personverachtenden Lärm, scheppernd, gellend, sonor tieftönend, grell und bei Bedarf auch samtig, immer falsch in seiner vermeintlichen Harmonik, verlogen, zutiefst verlogen, mehrfach überlagert verlogen.
Ach lassen wir es doch möglichst unberührt weiterschlafen dies Dornröschen.
Verschweigen wir doch am besten das Wissen um seine unschuldige Schönheit, damit nicht die geilen Störenfriede, die unverantwortlichen, lieblosen, getriebenen, einfallen und mit ihren schweren Wagen, Baggerhänden, Presslufthammerschwänzen, die Schöne schänden, ihr zartes Gewand, in 1000 Jahre gelassener Stille gewirkt, zerfetzen und nichts bleibt, als das Verdaute eines kurzen Mals.
Ja, wir haben sie eingeladen in der Hoffnung, dass der Zugriff auf das Verwunschene Schloss, der ansteht (wieso denn nur ?) - aber doch, er wird stattfinden - dass dieser Zugriff mit einem zarten Kuss beginnt, einer leisen geflüsterten Frage, einer Bitte, einer vorsichtig tastenden Hand. Dass er mit einem Stillstehen und Zögern beginnt, einem Staunen, Abwarten.
Ich sah die Hände, die begehrlich zitternden, die das eine oder andere herauszureißen gedachten, die ans Zerfleischen dachten, dachten, das alles ins grelle Licht zu zerren, die ihr pervers triebhaftes Ansinnen grade noch verbargen, denn sie wussten um Märkte, auf denen so etwas wohlfeil wäre.
Was sind deren Wünsche?
Warum Geld machen?
Dieser Haufen Zusammengekehrtes, umhüllt von einem Kokon, den nachlässige Größe spann, lassen wir es doch gerade so liegen, deuten an: ja es gibt Eldorado, es gibt Orplid, es gibt das dornenumwehrte Schoß. Zeigen wir dann und wann Bilder und machen deutlich, es ist vielleicht möglich, sich dem anzunähern, aber nur wenn man all die Prüfungen der Hexe besteht, wenn man die Sprache der Wächter gelernt hat, die Rätsel löst. Den grässlichen Alexander mit seinem Schwert, fallen wir ihm in den Arm. Er wird niemals etwas verstehen, wird nichts gewinnen, denn das Fremde, das um sein Gehör bittet, übertönt er mit dem Rasseln seiner Panzerketten.
25.11.2012
Mitwirken und Unterstützen
Auf Anregung des Publikums während des Symposiums, haben alle Interessierten hier die Gelegenheit zur Kontaktaufnahme, Austausch oder Einbringen von eigenen Ideen.
Sie können auch gerne per eMail Kontakt aufnehmen: [email protected]