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#numark #mixdeck (en Funny Bar del Leñador)
Numark Mixdeck Express Test
Wer heutzutage beschließt, eine DJ Controller Karriere als DJ zu starten, hat es in mancher Hinsicht einfacher als die Kollegen vor 25 Jahren. Nur wenige Neueinsteiger würden wahrscheinlich auf die Idee kommen, tonnenweise Equipment und analoge Tonträger zum Gig zu schleppen – mal abgesehen von Scratchern, Seven-Inch-Freunden, Technokraten und sonstigen Turntable-Aktivisten. Stattdessen können sich die Protagonisten heuer optischer und digitaler Datenträger erfreuen und mit einem riesigen Arsenal des eigenen Musik-Datenbestandes durch die Lande ziehen. Immer häufiger kommen daher kompakte All-in-One Kommandobrücken zum Einsatz, teilweise auch begleitet von einem DJ-Laptop. Mit geringstem Verkabelungsaufwand sind die Wunderkisten innerhalb weniger Minuten an die PA angestöpselt und umgehend startklar.
Numarks digitales DJ Controller Musikcenter MIXDECK EXPRESS ist ein komplettes DJ-System. Es besteht aus zwei CD-Laufwerken, zwei USB-Einschüben, einem Dreikanal-Mixer mit integriertem USB-Audio-Interface, und es fungiert als MIDI-Controller. Ferner besitzt es analoge Eingänge zum Anschluss externer Zuspieler und Mikrofone. Wie es der Name schon andeutet, gibt es einige Änderungen hinsichtlich der Hardwareausstattung gegenüber dem normalen Mixdeck. Zudem ist eine andere Software im Lieferumfang, und zwar Neuling Serato DJ Intro. Das Expressdeck erhält eine unverbindliche Preisempfehlung von 719 Euro. Das sind fast 300 Tacken weniger, als das Geschwistermodell aufruft. Numark ist im DJ-Sektor ja besonders umtriebig und versetzt Fachpresse und Anwender immer wieder mit ganz besonders innovativem Tüftelwerk in Erstaunen. Ob ihnen das auch mit dem Mixdeck Express gelingt...?
Der Vollautomat für Silberlinge
Nachdem ich den DJ Controller Neuankömmling von seiner braunen Umverpackung befreit habe, springt mir als erstes ein bis dato unbekanntes Karton-Emblem ins Auge. „Serato Inside“ verlautet es dort, wo man normalerweise das Traktor-LE oder VDJ Zeichen vermuten würde. Das sollte jedoch nicht die einzige Überraschung beim Mixdeck Express bleiben. Der Vollautomat für Silberlinge und Sticks ist mit knapp drei Kilogramm Kampfgewicht nicht nur um einiges leichter als sein Vorgänger, er fällt auch mit knapp 53 Zentimetern in der Breite etwas kürzer aus. Was einerseits an der schmaleren Mixersektion liegt, die beim vorliegenden Modell auf das iPod-Dock verzichtet und den Abstand zwischen den Fadern insgesamt verkürzt. Zum anderen sind auch die Decks geschrumpft, da sie auf die Effekt-Sektionen verzichten. Anwendern, die ihre Titel naturbelassen spielen und lieber ein übersichtliches Layout einfordern, wird dies wohl gerade recht sein.
Selbst Bedroom-DJs dürften Gefallen
Ob der DJ Controller Bursche sich auch für das nächtliche Kiezhopping mit der S-Bahn empfiehlt? Nun, mit einem Case oder einer Digibag bewaffnet und mit ein paar USB-Sticks in der Tasche ließe sich sicher eine 24h-Nonstop-Tournee vom Mauerpark über die Spree-Location zur nächtlichen Chartbuster-Kellerparty im Studentenwohnheim bewältigen. Primär wird der Numark aber wohl im Kofferraum landen, denn er scheint einen idealen Reisebegleiter für die rollende Diskothek abzugeben. Auch in der Cross-Genre-Bar, in der Tanzschule oder auf Tour mit einem Promo-Team würde er sich bestimmt gut machen, hat er doch professionelle Ausgänge und zwei Mikrofonanschlüsse für die Moderation unter der Haube. Selbst Bedroom-DJs dürften Gefallen an der schlanken Kiste finden, kann sie doch auf beengtem Raum allerlei Technik servieren und ist ein echter Hingucker. Was ich mir allerdings gewünscht hätte, wäre ein abnehmbarer Kunststoffdeckel für die Studio- und Wohnzimmerfraktion, damit die Kiste einem über die Zeit nicht zustaubt. Stattdessen bringt die Verpackung neben dem Testkandidaten ein Netzteil, ein USB-Kabel, je eine Treiber- und Software-CD sowie ein Handbuch zum Vorschein. Letztgenanntes erklärt die Funktionen der Bedienelemente und die Konfiguration mit Serato DJ-Intro, gibt aber ebenfalls Auskunft über ein Traktor LE2-Setup. Aktuell befindet sich in der Online-Version (PDF) auf Seite 49 noch die Anleitung für VDJ LE - sie hat es allerdings nicht ins gedruckte Werk geschafft. Im Übrigen werden sämtliche Numark´schen Neuankömmlinge im Controllerbereich (Express, N4 und Mixdeck-Quad) zum Testzeitpunkt (November 2011) mit Live-Intro angepriesen.
Front- und Backpanel
Ein neugieriger DJ Controller Blick unter die Aussparung am Frontpanel zeigt einen regelbaren 6,3-Millimeter-Klinken-Mikrofonanschluss mit Aufholverstärkung und nachgelagertem Treble-Bass-EQ, der mit einem Cut-Boost von +/- 15 dB arbeitet. Sollte es während einer Hochzeitsbeschallung oder auf der Stage zu einer Interview-Situation kommen, steht eine weitere Buchse an der Hinterseite bereit. Unverständlicherweise steht dem ersten Mikrofonkanal kein Einschaltknopf zur Seite, sodass ein SM58 dort jedes Mal aufs Neue einzupegeln wäre. Das Mikrofonsignal wandert direkt auf den Master, eine Talkover-Funktion ist nach wie vor nicht zu finden. Rechts daneben sind zwei Kopfhöreranschlüsse als Standard- und Miniklinke arrangiert, sodass man auch zu zweit am Gerät arbeiten könnte. Schließt man einen zweiten Kopfhörer an, kommt es nicht zu einem Pegelabfall. Sehr schön. Schade finde ich aber, dass die Schalter für die Flankensteilheit des Crossfaders und die Fader-Reverse-Option dem Rotstift zum Opfer gefallen sind - was darauf schließen lässt, dass Scratcher nicht unbedingt zur primären Zielgruppe gehören.
Der rückseitige DJ Controller Mike/Aux-In wird über Channel 3 ins Geschehen gebracht und nutzt den Dreiband-EQ der Mixersektion samt Quellwahlschalter. Was den Klang angeht: Das Mikrofonsignal wird rauschfrei und natürlich eingebracht. Meiner Meinung nach werden Moderatoren und MC-Performances gleichermaßen bedient. Der vordere Anschluss zeigt sich aber leider schwachbrüstiger als sein Kollege am Backpanel, was sich spätestens dann bemerkbar macht, wenn ihr den Master bei 0 dB einpegelt. Nachstehend haben wir beide Wege abgegriffen, wobei EQ und Gain-Regler in Mittenstellung positioniert sind. Im Übrigen lässt sich weder das Mastersignal, noch der AUX mit dem USB-interface (0in/4out) abgreifen, weil man es nicht zur Aufnahme, sondern nur zum Playout verwenden kann. Schade.
Den Kontakt zur Beschallungsanlage
Den Kontakt zur DJ Controller Beschallungsanlage stellt unser Testkandidat entweder per XLR oder Cinch her. Das Mixdeck klingt in Anbetracht der Preisklasse mehr als ordentlich. Vor allem an den symmetrischen Ausgängen herrscht eine gute Portion Druck. Da kann der Pegel der Cinch-Outs naturgemäß nicht mithalten. Warum Numark sich für einen dreifach geklonten Master entschieden hat, ist mir indes nicht ganz schlüssig. Ihr habt richtig gelesen, der Hauptausgang liegt als XLR-Master sowie als Cinch-Master und als Master-2 vor, die von einem gemeinschaftlichen Regler in ihrer Ausgangslautstärke reguliert werden. Ich persönlich hätte hier definitiv lieber einen regelbaren Booth- und/oder Record-Out gesehen. Über den AUX-IN (Phono/Line) kann ein Plattenspieler oder alternativ Line-Gerätschaft wie ein iPad zugespielt werden. Die Erdungsschraube zur Aufnahme der Massekabel ist etwas ungünstig über dem Mikrofonanschluss positioniert. Rechts außen beschließen eine USB-Buchse Typ-B, der Einschaltknopf und die Aufnahme für das Kaltgerätekabel unseren Ausflug über das Backpanel.
Mixersektion
Von Süd nach Nord
Die zentrale DJ Controller Mixersektion wartet mit drei vollausgestatteten Kanalzügen auf. Von Süd nach Nord sehe ich einen 45-Millimeter-Linefader, einen Dreifach-EQ samt Gain sowie einen Kippschalter zur Quellanwahl. Allen drei Bändern steht eine maximale Absenkung von -28 dB und eine Verstärkung von + 10 dB anheim. Cue schickt den zugehörigen Audiostrom auf den Kopfhörer. Der Gain-Regler kümmert sich um den Pegelabgleich zwischen den ausgewählten Signalquellen, die aber von Haus aus ziemlich gut aufeinander abgestimmt sind, soweit das komprimierte Audiomaterial in vernünftiger Qualität vorliegt. 320 kbit/s sollten es schon sein, möchte man dem Partyvolk unter die Augen treten. Kanäle 1 und 2 spielen Musik von CD, USB1, USB2 oder PC ab. Kanal 3 kennt die Stellungen Aux und Mike2 - er ist von zwei siebenstufigen Pegelanzeigen eingerahmt, hier wird die Ausgangslautstärke entsprechend des Mastervolume-Reglers angezeigt. Es ist nicht möglich, das Cue-Signal der Einzelkanäle Pre-Fader zu visualisieren, sodass sich der DJ beim Einpegeln ausschließlich aufs Gehör verlassen muss. Die Farbcodierung lautet 4x gelb, 2x orange und 1x rot, wobei die letzte LED fürs Clipping steht, was insgesamt etwas knapp bemessen ist.
Etwas gewöhnungsbedürftig für Deejays, die bereits Erfahrungen am Clubmixer gesammelt haben, ist wohl die Cuemix-Abteilung auf 12 Uhr. Zum einen ist die Position selbst durchaus ungewöhnlich, ferner liegen die Potis und vor allem auch der Cuemix-Fader ziemlich nah an den Kippschaltern zur Quellenauswahl. Vielleicht hätte die Konstruktionsabteilung diesen Block einfach ein paar Zentimeter nördlicher platzieren können. Der Minifader blendet anders als bei einem Battlemixer nicht zwischen den Kanälen A/B, sondern zwischen Master und Preview. Dies gewährleistet, dass sämtliche drei Kanäle abgehört werden können.
Displays
Loops, Tempo oder Pitch
Numark verbaut beim DJ Controller Mixdeck-Express zwei blau hinterleuchtete LED-Displays. Sie versorgen den DJ während seiner Session mit mixrelevanten Daten, wie ID3-Tags, Ordnerbezeichnungen, Laufzeiten, Abspielstatus, Loops, Tempo oder Pitch. Ein Kontrast- oder Helligkeitsabgleich wurde ihnen nicht zugedacht, allerdings lassen sich die Anzeigen auch bei größeren Neigungswinkeln gut ablesen. Titelinformationen erscheinen auf einer scrollenden neunstelligen Punktmatrix. Damit lässt sich arbeiten. Was mir positiv auffällt: Sie empfangen auch Titelinformationen im MIDI-Betrieb mit Serato – doch dazu später mehr. Unter dem Screen schalten drei Tasten durch die Abspielmodi, Tags und Zeitanzeige. Mittels PROG wird eine Playliste zur automatischen Titelwiedergabe angelegt. Sozusagen ein Autopilot, falls der Pilot selbst zu vernebelt für eine Punktlandung ist oder mal das stille Örtchen aufsuchen muss. LOOP, TAP und die restlichen Tastenheimer werden uns im Praxisteil begegnen.
Fader und Potis
In puncto DJ Controller Fader und Potis bin ich ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht, sind mir doch die griffigen, gummierten Drehknöpfe und angenehmen Flachbahnregler des Erstlings positiv im Gedächtnis geblieben. Hier verrichten nun silbrige Kappen und Köpfe ihren Dienst, die für mich optisch eher wie manch fernöstlicher Sparstrumpf- und Klon-Politik entsprungen rüberkommen. Zum Regelverhalten: Die Equalizer greifen ordentlich in das Klangbild ein, packen aber auf den letzten Teilern im Cut ziemlich stark zu. Der eine mag dies, der andere nicht. Die Linefader zeigen ein praxistaugliches Gleitverhalten, allerdings könnte der Überblendregler ruhig noch etwas zarter über die Leiterbahn rutschen. Eine mechanische Einstellmöglichkeit ist nicht vorhanden. Positiv zu erwähnen ist: Das gute Stück lässt sich im Falle eines Defektes oder Verschleißes unkompliziert austauschen. Prima. Was für manchen, aber längst nicht jeden Anwender vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig sein könnte: Gefühlte 70 Prozent der Lautstärke kommen auf den letzten beiden Teilungen der Linefader, wohingegen auf den ersten 70 Prozent Regelweg eher zarter Pegelzuwachs festzustellen ist. Die Fadercurve kann hier nicht auf linear umgestellt werden.
Jogdials
Der Rundlauf der Teller
Zentraler Blickfang einer jeden DJ Controller Decksektion sind die schnittigen 150 Millimeter Jogwheels. Der haptische Widerstand ist in meinen Augen hervorragend eingestellt und resultiert in einem außergewöhnlich angenehmen Regelverhalten während des Beatmatchings. Der Rundlauf der Teller ist exakt, selbst nach heftigen Backspins kommen sie schnell wieder zum Stehen. Echt klasse. In den Außenring sind seitliche Führungskerben eingelassen, die Oberfläche ist angeraut und zeigt in der Mitte eine Metallscheibe. Dank Touch-Sensor sind die Wheels in der Lage, zwischen Seiten- und Oberflächenkontakt zu unterscheiden. Standardmäßig ist der Nudge-Modus eingestellt, bei dem Bewegungen am Dial kurzzeitig zu einem Pitchbend führen, wodurch sich die Schläge temposynchroner Tracks angleichen lassen. SCRATCH aktiviert die gleichnamige Funktion bei Handauflage auf der Oberfläche, wobei Pitchbending am Seitenrand erhalten bleibt. Das Gefühl ist anders als bei einer Vinylscheibe, keine Frage. Aber aufgrund der Größe und Haptik des Numark-Tellers ist sicherlich mehr drin, als nur Babyscratches, auch wenn die fünf innovativen Scratch-Modi des großen Bruders nicht an Bord sind. Um das Jogdial herum verteilt springen noch zwei weitere Buttons ins Auge, welche die Effekte Reverse und Brake auslösen. Die Audiobeispiele folgen nachstehend.
Neben den zuvor angesprochenen Betriebsarten kann das Dial noch im Song spulen. Dazu ist lediglich der Search-Button für die Hochgeschwindigkeitssuche zu aktivieren, woraufhin das Rad entsprechend der Voreinstellungen mit 15, 30 oder 60 Sekunden pro Turnus im Audiomaterial springt. Im Pausenmodus navigiert der DJ auf Wunsch framebasiert mit 1/75s. Das ist besonders hilfreich, um einen Loop oder Cue-Punkt akkurat anzulegen.
Unter dem Teller blinken zwei große, vollauslösende Cue- und Play-Taster aus beleuchtetem, halbtransparentem Hartplastik - sie sind auch in dunklen Umgebungen sehr gut auszumachen. Rechts daneben ist die Auswurf-Taste für die CD-Laufwerke platziert, auf den Außenflanken haben sich die Werkzeuge zur Tempomanipulation in Form eines abschaltbaren, vierstufig skalierbaren 100-mm-Pitch-Faders, zweier Pitchbend-Tasten und eines Pitch Range-Buttons niedergelassen, der das Regelintervall des Faders auf +/- 6, 12, 24 oder 100 Prozent umschaltet.
Im Falle des Mixdeck
Out-of-the-Box ist ein gern genutztes Zauberwort im DJ-Fachjargon. Im Falle des Mixdeck Express bedeutet es, dass die amerikanische Kommandozentrale innerhalb weniger Sekunden gebootet ist, die Laufwerke startklar sind oder die Verbindung mit Serato hergestellt ist und die Konsole auf weitere Kommandos wartet. Der DJ muss lediglich Kopfhörer und PA anschließen und kann sofort loslegen.
Tunes Schätzchen im AAC
Die beiden flotten DJ Controller Slot-in CD-Laufwerke lesen sowohl herkömmliche Audio-CDs als auch MP3-Silberlinge mit Root- oder Verzeichnisstruktur ein. Ferner steht jedem Player eine USB-Buchse vom Typus A zur Seite, die FAT, NTFS und sogar HFS+ formatierte Sticks ins Rennen schickt. Das ist sehr lobenswert und anwenderfreundlich. Nicht so großzügig ist die Unterstützung von Audio-Containern ausgefallen, weil die Player den Abspielvorgang von Formaten jenseits Audio/MP3 verweigern. Das Einlesen eines iOS Apple-Players gelang mir in diesem Zusammenhang nicht. Wer seine geliebten iTunes Schätzchen im AAC- oder M4A-Format vorliegen hat und in den Mix integrieren will, muss entweder per Hand konvertieren oder den Umweg über das Notebook wählen.
Eine Beleuchtung der CD-Schlitzeinschübe
Eine Beleuchtung der CD-Schlitzeinschübe ist nicht vorhanden. Sollte euch der Lautstärken-geplagte Nachbar also in der Nacht überfallen, mitsamt der Gerätschaft in den Keller sperren und die Glühbirne rausdrehen, wird es schwierig mit Auflegen. Die nächste Afterhour-Poolparty oder Tante-Trudes Fünfzigsten (es sei denn, sie feiert im Tresor) kann man wohl bedenkenlos aus dieser Betrachtung herausnehmen. Aber Spaß beiseite, in dunklen Umgebungen wäre ein Lämpchen begrüßenswert.
Was die Lade- und Umschaltzeiten angeht, habe ich rein gar nichts zu beanstanden. Audio-CDs liegen im Schnitt etwa bei drei bis vier Sekunden, MP3-CDs benötigen je nach Verschachtelung etwas länger, im Test zwischen 8 und 20 Sekunden. Der 2-GB-USB-Stick war innerhalb von 10 Sekunden startklar, der 8-GB HFS+ Cruizer ebenfalls.
Ob die Unterstützung von MP3-Playern für den Käufer relevant ist, muss er selber entscheiden. Einer meiner Bekannten, der mich, während ich diese Zeilen schreibe, im Studio besucht, ließ es sich jedenfalls nicht nehmen, sein Android-Handy anzuklemmen, um mir seinen neuen Lieblingstitel vorzuspielen. Könnte sich als Killerfeature auf der nächsten Abi-Party erweisen – oder als horrible Nervenbelastung. Und falls es sich gerade jemand gefragt hat: Yip, das Mobiltelefon lud via USB auf.
CD, USB und MIDI
Eine wichtige Bedeutung während der cross-medialen Mixsession kommt dem Source-Taster zu, denn er schaltet zwischen den Betriebsmodi CD, USB und MIDI um. Der Zugriff auf angeschlossene Wechseldatenträger ist von beiden Seiten aus unabhängig möglich, ergo auch gemeinsam. Zudem stellen die flinken Umschaltzeiten zwischen den einzelnen Datenträgern einen recht verzögerungsfreien Betrieb ohne nervige Wartezeiten sicher.
Für die Navigation auf dem Medium der Wahl hat Numark einen Push-Encoder verbaut, der in Kombination mit dem Folder-Button in die Verzeichnisstrukturen eindringt, sich aber auch durch Seratos Musikbibliothek hangelt. Ferner aktiviert er die Faderstart-Funktion, wenn die PROG-Taste niedergedrückt ist.
Tempobezogenes
House, Pop oder Blackmusic
Zu den DJ Controller Kernkompetenzen einer Rundum-Sorglos-Lösung für den DJ gehört sicherlich auch ein möglichst treffsicherer Beatcounter. Seine erste Prognose gibt er bei klaren Songstrukturen innerhalb von zwei Sekunden ab, wobei sich diese Einschätzung im Verlauf des Titels durchaus ändern kann, zum Beispiel wenn Schwankungen im Timing oder verschachtelte Rhythmen auftreten. Kommerzielle Dance, House, Pop oder Blackmusic ist hiervon meist weniger betroffen als live eingespielter Discofunk, Indie oder Rock. Ist der Wert zu weit vom originären Tempo entfernt, tippt man ein paarmal im Takt auf den TAP-Button und erhält die Durchschnittsgeschwindigkeit der manuellen Eingaben auf dem Display angezeigt, was dann hoffentlich dem tatsächlichen Tempo entspricht. Im technokratischen Mix stellte sich heraus, dass man sich durchaus „blind“ auf den BPM-Wert ranpitchen kann, um schließlich die letzten Feinheiten per Gehör abzustimmen. Der Pitchfader arbeitet am Expressdeck mit zwei Stellen hinter dem Komma. Statt einer Schnappvorrichtung auf halbem Regelweg leuchtet ein gelbes Lämpchen an der Nullstellung auf. Die Bends arbeiten unabhängig von der Pitch-Range und beugen das Tempo standesgemäß um 16 Prozent. Eine Keylock-Funktion ist nicht on Board.
Serato DJ-Intro
Numarks Mixdeck und Mixtrack
Für viele DJ Controller Deejays ziemlich überraschend kündigte Serato im September eine neue DJ-Software an, die kurz nach ihrer Auslieferung schon für frischen Wind in Sachen Beipacksoftware sorgt. Sie kommt nämlich nicht nur bei unserem Testkandidaten und den bereits erwähnten Quad und N4 zum Einsatz, sondern beglückt auch rückwirkend Numarks Mixdeck und Mixtrack Pro sowie Vestax´ VCI-100MK2 und Typhoon. Ein großer Unterschied zum Trecker ist allerdings, dass die Mixfunktion nicht zur Verfügung steht, wenn der zertifizierte Player nicht angeschlossen ist. Ein bekanntes Prozedere seitens Serato, kennt man es doch von Scratch-Live und Itch. Statt der Mixoberfläche kommt dann ein Preview-Player zum Vorschein, anhand dessen sich Songs vorbereiten oder Loops und Cue-Punkte unter Verwendung der Rechner-internen Soundkarte anlegen lassen. Ganze Playlisten können ebenfalls angelegt und abgespielt werden. Interessanter ist natürlich der Mixsession-View mit seinen beiden Decks samt Beatcounter, Tap-Funktion, Auto-Sync und den Serato-typischen bunten Wellenformen, die die einzelnen Frequenzspektren durch Farbcodierung visualisieren. Seinerzeit ein Alleinstellungsmerkmal von Scratch Live und Deckadance, wurde diese Darstellungsweise inzwischen auch von der Konkurrenz adaptiert. Die Softwareplayer verfügen über eine click-sensitive Wellenformanzeige und liefern sämtliche Tags und Infos, die man hier erwarten würde. Der Anwender kann auf ein horizontales oder vertikales Wellen-Layout zurückgreifen, die Bedienoberfläche wirkt in beiden Fällen sehr aufgeräumt und ist als kontraststark zu bewerten. Der Browser ist sehr intuitiv gestaltet, wenngleich er auf Cover-Art-Browsing in der Playlist selbst verzichtet und stattdessen ein Piktogramm unten links einblendet. Er gibt Zugriff auf den Dateibaum und die iTunes-Bibliothek, ermöglicht das Anlegen eigener Plattenkisten (Crates) und Prepare-Listen, stellt eine Vielzahl an Tag-Filtern sowie eine inkrementelle Suchfunktion zur Verfügung. So viel schon vorweg: Serato DJ-Intro ist eine angenehm schlanke, stabile und ressourcenschonend laufende Software. Zur Kreativabteilung:
Diese Marker und Schleifen
Intro erlaubt das Anlegen von maximal fünf Cuepoints. Auto-Loops sind in vier Größen (1, 2, 4, 8) ohne Cutter vertreten. Diese Marker und Schleifen müssen offline gesetzt und gespeichert werden, sollen sie im Mix oder im Sample-Player Verwendung finden. Aktuell sind weder Cuepoint-Felder noch Autoloop-Buttons in der Softwareoberfläche zu finden. Auch die Hardware kann hier nicht in vollem Umfang weiterhelfen. Das nervt leider ein wenig.
Phaser, Reverb und Echo
Dazu gesellen sich sechs solide DJ Controller Effekte (HPF, LPF, Flanger, Phaser, Reverb und Echo) und ein nicht synchronisierter Sample-Player. Der Sampleplayer ist mit vier Slots ausgestattet, die Samples, Audio-Loops, Sound-Effekte oder auch ganze Tracks fassen können, die irritierenderweise auf beiden Channels simultan streamen und einer individuellen Routing-Option entbehren. Weder Samples noch Effekte lassen sich von der Hardware aus steuern. Einen Session-Rekorder zum Aufzeichnen der Darbietung suche ich vergebens. Die Synchronisation der Decks war aktuell noch nicht von der Hardware aus möglich – also muss ich entweder manuell abgleichen oder auf den Sync-Knopf in der Software drücken. Ich hoffe, hier wird in Bälde nachgebessert.
Vielleicht sind diese Restriktionen auch ein Anreiz für ein kostenpflichtiges Itch-Update oder eine Dongle-freie Fassung, denn es kann nicht im Interesse der Beteiligten sein, dass ein Intro-“Käufer“ seine Konsole bei erweiterten Feature-Ansprüchen verticken muss, um zu einer neuen Hardware zu greifen. Andererseits ist festzuhalten, dass die Software viele Basisfeatures stellt und durch bloße Anwesenheit natürlich einen Kaufanreiz darstellen kann.
Die Inbetriebnahme unter Intro
Einstellungen bezüglich der Audiohardware werden im Preferences-Fenster vorgenommen. Getreu Ockhams Rasiermesser herrscht das Prinzip der Einfachheit, was letztlich der Einsteigerfreundlichkeit zugutekommt. Apropos Einsteigerfreundlichkeit. Die Inbetriebnahme unter Intro gestaltete sich as-easy-as-possible. Gerät anstöpseln, Software starten, fertig.
Besonders interessant ist der DJ Controller Gedanke, dass auch Besitzer eines betagteren kompatiblen Controllers, zum Beispiel den mittlerweile zwei Jahre alten Typhoon nachträglich und kostenlos in den Genuss von Intro kommen. Es ist zwar noch nicht abzusehen, inwieweit Serato die Unterstützung anderer älterer Kommandozentralen ausweiten wird, jedoch ist das natürlich ein Offensivschlag gegen bestehende Strukturen und definitiv auch eine Bereicherung für den Einsteigermarkt. Das ist im Übrigen auch das lernfähige, Timecode- und MIDI-kompatible, kostenlose Mixxx, falls ihr es noch nicht kennt. Bevor es nun ans Fazit geht, möchte ich Folgendes noch loswerden: Das Expressdeck ist auch im Traktor Setup-Wizard vertreten. Wer demnach bereits über eine Traktor-Version 2.11 verfügt, kann die Numark´sche Wollmilchsau ohne großen Konfigurationsaufwand ins Geschehen einbinden, was ich anhand eines Funktionstests bestätigen kann.
Quelle: http://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/numark-mixdeck-express.html
Numark Mixdeck Test
Es ist noch gar nicht so lange her, da mussten rollende Diskotheken noch schwergewichtige Einzelkomponenten und dazu Berge an Schallplatten zum Gig schleppen. Ein Allrounder mit geringstem Verkabelungsaufwand, auf Knopfdruck startklar, leicht zu transportieren, multifunktional und in der Lage, mit unterschiedlichsten Musikmedien zu arbeiten, war damals nur ein schöner Traum. Erst die Einführung optischer und digitaler Datenträger sollte die Wende bringen.
Gerade wenn es um die DJ Controller Entwicklung professioneller und kompakter Abspielgeräte geht, hat sich besonders die Firma Numark immer wieder sehr innovativ gezeigt. Ich sag nur V7 oder NS7. Der jüngste Spross der amerikanischen Hardwareschmiede kann auch ohne Computer betrieben werden und hört auf den Namen Mixdeck. Eine Bezeichnung, die treffender nicht sein könnte. Zwei Multiformat-CD-Player im Tabletop-Layout flankieren einen zentralen Mixer mit iPod Dock. Das vermittelt Vertrautheit und baut Berührungsängste ab. Doch wir hätten hier kein Numark-Produkt vorliegen, wäre der Testkandidat nicht mit allerhand technischen Finessen gespickt. Er liest USB-Speicher, hat einen Mikrofonanschluss sowie Loops-, Hotcues, Sampler und Effekte unter der Haube, läuft Standalone und fungiert auf Wunsch als MIDI-Controller für DJ-Programme wie der mitgelieferten Traktor Numark-Edition. Der Verkaufspreis von 799 Euro orientiert sich ungefähr an der Gesamtsumme entsprechender Einzelkomponenten.
Die Verpackung bringt Audiokabel
Mit 8,5 kg DJ Controller Lebendgewicht erscheint der Proband leichter als erwartet. Sein zeitloses anthrazitfarbenes Design mit der silbrigen Mixerfaceplate gefällt. Er ist sauber verarbeitet und steht rutschsicher auf acht Gummifüßen. Mixdeck misst 935 x 300 x 80 mm, also nichts, was man mal so eben in den Rucksack steckt. Adäquates Transportgerät muss also her, dass die wertvolle Gerätschaft auf Reisen kompetent schützt. Ein passendes Case ist im gut sortierten Fachhandel für etwa 129 Euro erhältlich. Vielleicht hätten einigen Kollegen ja auch ein abnehmbarer Kunststoffdeckel a´la MK2 und ein versenkbarer Tragegriff a´la Ghettoblaster für nächtliches Kiezhopping zufriedengestellt. Die Verpackung bringt Audiokabel, Netzteil, Software-CD und den Quickstartguide ans Licht. Den Karton ziert ein Traktor-Emblem, der Nachsatz Numark Edition liefert Hinweise auf eine eingeschränkte Software-Fassung. Wir sind gespannt, wie limitiert sie sich darstellt.
Medienformate
Tunes M4A einkauft, OGG
Zwei flotte Slot-in CD-Laufwerke können sowohl Standard Audio-CDs als auch MP3-CDs abspielen. Ferner steht jedem Deck ein USB-Schlitz zur Verfügung, sodass das Laptop grundsätzlich zu Hause bleiben könnte. Allerdings spielen weder USB noch CD andere Audioformate als MP3 ab. Freilich ist MP3 noch das gängigste Format, dennoch kann man über diesen Umstand geteilter Meinung sein. Wer etwa bei iTunes M4A einkauft, OGG oder AAC bevorzugt, schaut nämlich in die Röhre. Es sei denn, er konvertiert seine ganze Musiksammlung und schaufelt sie dann auf Stick und CD. Oder er arbeitet doch mit dem Notebook. Hmh.
Backpanel
Master, Booth und Record
Raus geht’s per DJ Controller XLR-Master und drei Stereo-Cinch-Females für Master, Booth und Record. Eine unkomplizierte Verkabelung mit professionellen PA-Anlagen jedweder Art, Aktivlautsprechern, aber auch mit der heimischen Stereoanlage im Partykeller steht also nichts im Wege. Schön, dass Numark auch an einen Ausgang zum Aufzeichnen der Mixsession gedacht hat. Allerdings muss ich sowohl Linefader als auch Gain-Regler fast bis zum Anschlag aufreissen, um im Audio-Editor irgendwie in die Nähe der 0 dB zu kommen. Das ist schon sehr schade. Zwei Phono-Line-Switches bringen auf Wunsch externe Gerätschaften ins Spiel, die Audioströme der internen CD-Player dürfen separat über je zwei Stereowege ausgegeben werden. Etwa, wenn ein alternatives Mischpult, Timecode-CDs oder Effektgeräte die Bühne betreten.
Frontpanel
Uhr Gain mit EQ-Mittenstellungen
An der Vorderseite ist ein regelbarerer Mikrofoneingang mit Aufholverstärker im 6,3-Millimeter-Klinkenformat positioniert. Das eingebrachte Signal ist für Moderartionszwecke durchaus geeignet, leidet in der Aufzeichnung aber ebenfalls unter dem niedrigen Ausgangspegel am Record-Out. Die Feinabstimmung übernimmt ein 2-Band-EQ mit ±15 dB Cut/Boost. Mancher Hochzeits-, Promotiontour - und Stagebeschaller wird vielleicht einen zweiten Mike-In für den Interviewpartner vermissen. Ferner würden dem Signalweg ein Einschaltknopf und eine Talkover-Funktion gut zu Gesicht stehen. Wir haben nachstehend für euch den Sound bei 3 Uhr Gain mit EQ-Mittenstellungen aufgezeichnet.
Je eine 6,3- und 3,5 mm-Kopfhörerbuchse machen einen Adapter überflüssig oder ermöglichen DJ-Teams zeitgleich am Gerät zu arbeiten, ohne ständig das Headphone wechseln zu müssen. Der Sound von iPod und CD ist ziemlich transparent und ausreichend laut für die mobile Disko. Auch „voll aufgerissen“ kann ich kein nennenswertes Zerren feststellen. Im MIDI-Betrieb ist allerdings ein leichtes Grundrauschen zu vernehmen. Ebenfalls an der Front sind die Schalter fürs Crossfadertuning platziert.
Mixersektion
Die zentrale Mixersektion wartet mit drei Kanalzügen samt verstellbarem iPod-Dock auf. 50-mm-Linefader regeln die Lautstärke der einzelnen Busse . Ein Aufholverstärker kümmert sich um den Pegelausgleich. CH1 und CH2 steht ein 3-Band-EQ (High-, Mid-, Low) mit einem Cut/Boost von -28/+10 dB zur Seite. Die griffigen, gummierten Regler rasten in Mittenstellung und ermöglichen einen kontrollierten Eingriff in das Klangbild.
Ein EQ oder Pitch
Fader 3 steuert die DJ Controller Lautstärke des Apple-Players. Ein EQ oder Pitch ist leider nicht zugegen, was einen ernsthaften Einsatz des iPod als Abspieleinheit in einer technoiden Umgebung in Frage stellt. Wobei fairerweise gesagt werden muss, dass der iPod hier sicherlich auch nicht das Datenträgerformat der ersten Wahl ist. Was allerdings auch der beat-mixenden Gemeinde zugutekommen sollte, ist die Aufnahmefunktion. Ja, ihr habt richtig gelesen. Der iPod eignet sich tatsächlich, um den Mix für die Nachwelt festzuhalten - mit der geeigneten App, versteht sich. Im Praxisteil dazu mehr. Der Zugriff auf die Musikbibliothek geht ausgezeichnet von der Hand. Ein Pushencoder, SKIP, PLAY und MENU lassen keinerlei Navigationsdefizite erkennen. Playlisten, Tabs, Menüstruktur – alles zu Diensten. Schön.
Was wäre eine amtliche DJ-Workstation ohne einen Crossfader? Der Überblendregler hat eine praxistaugliche Länge von 45 mm und lässt sich hinsichtlich der Arbeitskurve in zwei Modi betreiben. Steht der Slope-Switch links, blendet das linke Signal anhaltend aus und das rechte mit zunehmender Lautstärke ein, wenn der Fader zum Mittelpunkt bewegt wird. Dort angekommen gibt es einen leichten Pegelabfall gegenüber den Extrempositionen, der dem Kurvenabbild am Schalter entspricht. In der linken Stellung öffnet der Fader sehr schnell. Es kommt zu einem leichten Pegelanstieg. Bei Verschleißerscheinungen durch den rauen DJ-Alltag lässt sich das gute Stück unkompliziert austauschen.
Master, Booth- und Cue
Master, Booth- und Cue besitzen separate Volumenregler. Numark verbaut eine siebenfache LED-Anzeige (fünf mal grün und zwei mal rot). Ein Kippschalter selektiert den Vorhörkanal und schickt entweder das Summensignal, den iPod oder die Decks auf die Ohrmuschel. Ein praktischer Monitor-Cross-, respektive Cuefader, blendet stufenlos zwischen den beiden Quellen. Der Mixer klingt recht ordentlich, die Ausgangslautstärke könnte allerdings höher sein.
Decksektionen
ID3-Tags, Ordnernamen oder Effekteinstellungen
Zwei blau hinterleuchtete DJ Controller LED-Displays sorgen für den nötigen Durchblick während des Gigs. Sie versorgen den DJ mit wichtigen Daten, wie Laufzeiten, BPM, ID3-Tags, Ordnernamen oder Effekteinstellungen und sind auch bei ungünstigeren Blickwinkeln oder Lichtverhältnissen noch recht gut abzulesen. Eine Kontrast- oder Helligkeitsanpassung ist allerdings nicht möglich. SOURCE wechselt zwischen den Betriebsmodi CD, USB-Master und USB-MIDI. Die doppelzeilige Matrix stellt Informationen zweireihig mit maximal je zwölf Zeichen simultan dar und beginnt danach zu scrollen. Sie empfängt jedoch leider keine Tags im MIDI-Betrieb. Mit der PROGAM-Funktion kann der DJ im Handumdrehen Playlisten direkt an der Konsole erstellen.Drei große Hartplastik-Taster (CUE, PLAY, PAUSE) bilden die Transportsektion. Sie lösen auf der vollen Angriffsfläche aus, sind beleuchtet und auch in dunklen Umgebungen gut zu bedienen. Über der Auswurftaste sehe ich zwei Drehregler, die Start- und Stoppzeiten der Player von 0-6 Sekunden festlegen.
Jogdials
Die großen, beleuchteten 140 mm großen DJ Controller Jogwheels unterscheiden zwischen Seiten- und Oberflächenkontakt. Standardmäßig arbeiten die Teller im Nudge-Modus, der geriffelte Rand dient als Fingermulde. Wer scratchen will, aktiviert SCRATCH manuell. Selbstverständlich ist das Gefühl bei einer Vinylscheibe anders, doch die Haptik des Numark-Platters ist sehr ordentlich, die aufgeraute Oberfläche ist griffig. Enthusiasten werden jedoch kaum ohne stufenlose CF-Kurve arbeiten wollen. Apropos Scratching: Numark stattet sein MIXDECK gleich mit fünf innovativen Scratchmodes aus. Im Auslieferungszustand ist der Turntable-ähnliche VINYL-Mode eingestellt. FORWARD setzt nur die Vorwärtsbewegungen um. CUE versetzt den Song bei jeder Wheel-Berührung an den ersten Cuepunkt und der DJ kann diese Position immer aufs neue Scratchen. CUE FORWARD ist eine Mischung der zuvor beschriebenen Modi. BLEEP funktioniert wie der Vinylmodus, spielt allerdings beim Loslassen den Song an der Position weiter, wo sich dieser ohne User-Eingriff befunden hätte. BLEEP FORWARD löst das gleiche Verhalten für Vorwärtsbewegungen aus. Und so hören sich Numarks Scratchmodes an.
Während der Wiedergabe oder eines Scratchmanövers visualisiert ein Leuchtkranz die Laufrichtung des Songs. Befindet sich der Player im Pausenmodus, navigiert der DJ framebasiert mit 1/75s und kann so punktgenaue Markierungen anlegen. SEARCH indes aktiviert die Hochgeschwindigkeitssuche. In der Grundeinstellung entspricht eine Umdrehung rund 15 Sekunden. In Kombination mit dem Parameter-Regler kann das Intervall auf 30 oder 60 Sekunden erhöht werden.
Die Ladezeiten einer Audio-CD
Wie es sich für ein DJ Controller Out-of-the-Box-Tool gehört, ist das Mixdeck schnell verkabelt und auf Knopfdruck startklar. Der Bootvorgang dauert rund vier Sekunden, dann signalisieren die blauweißen Displays Einsatzbereitschaft. Die Player besitzen einen flotten Slot-Loading Mechanismus. Schade, dass man sich nicht für eine Beleuchtung der Schlitzeinschübe entschieden hat, denn dann ist man auch in dunklen Umgebungen zielsicher. Mit dem Push-Encoder navigiert der DJ sehr effizient auch durch verschachtelte Ordnerstrukturen. Die Ladezeiten einer Audio-CD liegen bei etwa drei bis vier Sekunden, eine Root-MP3-CD mit 50 Titeln ist circa 10 in Sekunden eingelesen. Die verschachtelte MP3-Disc benötigt rund 25 Sekunden. Zu den Wechseldatenträgern: Ein Scan der 500-GB-NTFS-Festplatte dauerte gut 2,5 Minuten, der vollgepackte 2-GB-USB-Stick war in fast 10 Sekunden startklar. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings, denn die 500 GB Mac-formatierte Festplatte war im Test nicht zu nutzen. Die Mac formatierten HFS+ GUID Datenträger wurden nicht eingelesen. Mal sehen, ob ein zukünftiges Firmwareupdate hier nachbessern wird.
Tempobezogenes
Genres Werkzeuge zur Geschwindigkeitsanpassung
Für die DJ Controller BPM-Analyse eines Songs benötigt der manchmal etwas unentschlossene Beatcounter etwa zwei bis drei Sekunden. Kommt es zu Abweichungen, liegen diese meist bei 1-2 Prozent. Stimmt der Wert im Display nicht mit der tatsächlichen Geschwindigkeit des Musikstückes überein, kann der DJ anhand des Taktes manuell tappen. Wer einen ordentlichen Mix hinlegen will, benötigt in manchen Genres Werkzeuge zur Geschwindigkeitsanpassung. Da kommt ein 100-mm-Pitchslider gerade recht. Der Numarksche Fader ist sehr präzise, vierfach skalierbar (6,12, 25 und 100 Prozent) und liefert in den unteren drei Stufen eine Genauigkeit von 0,1 Prozent/ BPM und in der höchsten rund 0,3 Prozent/ BPM. Er lässt sich aber auch abschalten, falls eine Tempoanpassung nicht erwünscht ist. Um den Song in den Takt zu schubsen, bedient man sich der Pitch-Bend-Taster. Sie arbeiten unabhängig von der Faderauflösung und ändern das Tempo kurzzeitig auf etwa bis zu +/- 20 Prozent.
Damit der Zuhörer nichts von den Tonhöhenschwankungen während des Angleichverfahrens mitbekommt, aktiviert der DJ den Keylock. Drückt er RANGE für zwei Sekunden nieder, friert die Tonhöhe beim aktuellen, nicht beim Original-Tempo ein. So kann er auf Wunsch in seiner bevorzugten Tonart bleiben und die Songs harmonisch ineinander hebeln. Der Mix bleibt im Sinne des Harmonic-Mixing (link) stimmig. Allerdings geht dies je nach Ausgangsmaterial nur bis zu einem bestimmten Grad, dann tauchen digitale Artefakte auf. Hier sind es rund 3 Prozent. Key-Transpose (Pitch + PARAM) arbeitet genau entgegengesetzt, denn es transponiert den Song in 40 Halbtonschritten in eine andere Tonart.
Remix-Tools
In Kombination mit REC
Numark stattet seine DJ Controller Workstation mit einigen handlichen Remix-Tools aus. Die Loopabteilung besteht aus maximal sechs Tasten und einem gefederten Kippschalter. IN und Out markieren die Flankenpositionen und starten eine nahtlose Wiederholschleife. OUT verlässt den laufenden Zyklus, RELOOP holt ihn wider zurück. Der Kippschalter übernimmt die Funktion eines Loopdividers und halbiert oder verdoppelt die Schleifenlänge in einem Rahmen von 1/8 bis 16 Beats. Die Tasten 1,2 und 3 definieren Hotcues oder steuern den zweiten Loop. In Kombination mit REC nehmen sie ein Sample von maximal 5 Sekunden Audiopuffer aus dem laufenden Track auf, der als Insert oder Reverse abgefeuert wird. Store speichert auf Wunsch mehrere Cuepunkte die per RECALL mit dem Parameterregler abgerufen werden.
DJ Tool ohne Kreativsektion
Heute kommt kaum noch ein DJ Controller DJ Tool ohne Kreativsektion aus. Mixdeck hat sechs DSP-Effekte im Programm, die sich weder klanglich, noch hinsichtlich der Anwenderfreundlichkeit vor manch teureren Mitbewerber-Lösungen verstecken müssen. Bei Schwankungen der BPM-Anzeige kann die Synchronisation zwar schon mal ein wenig aus dem Gleichgewicht geraten. Das ist aber nicht nur beim Testkandiadten so, sondern immer der Fall, wenn tempobasierte FX ins Spiel kommen. Die Effekt-Auswahl geschieht sehr effizient per gefedertem Kippschalter. Da geht was. Mit dabei sind ECHO, PAN, FLANGER und PHASER, CHOP und FILTER. CHOP blockiert Teile des Audiosignals im Stile eines Gaters, beim FILTER hat der DJ die Wahl zwischen den Frequenzbändern LOW, MID und HIGH. Drücke ich den Parameter-Encoder nieder und drehe ihn wechselt das Timing der Effekte auf voreingestellte Werte. Wer lieber mit freien Modulationszyklen arbeitet, der drückt halt nicht. Unvorteilhafte Extremsounds braucht man nicht zu fürchten, die Effekte sind schön live-tauglich. Lediglich bei den zeitkritischen Effekten kommt es in niedrigsten manuellen Timingstufen zu leichten tonalen Verschiebungen. Das Verhältnis zwischen dem Original- und FX-Signal mischt ein prozentgenauer, aber dennoch etwas kurzgeratener 20-mm-DRY/WET-Fader.
Traktor Numark Edition
Taster SCRATCH und SEARCH
Vor dem DJ Controller Ausflug ins Treckerland stelle ich das Mixdeck auf USB-MIDI-Kontrolle ein. Für den internen Modus empfiehlt das Handbuch die Verwendung von Output 1 als Masterkanal und von Output 2 als Monitorkanal. Im internen Modus zu arbeiten macht aber nur dann Sinn, wenn der Akteur den Softwaremixer mit der Maus bedient, denn das Zentrum sendet keine MIDI-Daten, ergo sind auch keine Soft-EQs oder Kanalfader gemappt. Das schließt dann logischerweise auch ein internes Recording einer Mixsession mit Traktor aus. Soft-Equalizing würde in diesem Szenario tatsächlich auch nur mit abschaltbaren Hardware-EQs einen Sinn ergeben. In der Praxis sollte daher eher der externe Modus zum Tragen kommen, wobei auch bei diesem Routing das Audiosignal mit den EQs des Mixdecks abgestimmt wird. Die Traktor-LE Belegung entspricht im Wesentlichen den Vorgaben am Gerät. Das Jogdial arbeitet zunächst im NUDGE-Modus, die Taster SCRATCH und SEARCH ändern die Funktionsweise des Tellers entsprechend. Die Beipackfassung bietet alle nötigen Basis-Funktionen für eine erste Mixsession. Dazu bekommt der Anwender einen Auszug aus Traktors Effektpalette serviert. Die Federwippe wechselt und mit dem Parameterencoder und dem DRY/WET-Fader werden die Attribute gesteuert. Der Probelauf geht komplett mauslos von statten. Track-Encoder browsen in den relevanten Listen und beladen die entsprechenden Software-Player. PITCH und PITCHBEND regeln die Geschwindigkeiten, zudem funktionieren die LOOP-Buttons und LOOP-Cutter. Statt Hotcues ist der Schleifenschneider noch einmal als Tastenversion zugegen. START-TIME kontrolliert PAN und STOP-TIME dirigiert den FILTER, REVERSE/ BLEEP hat keine Funktion. Insgesamt eine gelungene Portierung, nur schade, dass keine Track-Informationen am Display angezeigt werden. Das geht auch anders, wie Denons S-1200 zeigt. Wer Traktor Pro nutzt, kann drei Chained-FX pro Deck abfeuern. Per Push wechselt der DJ zum nächsten Typen und schraubt an den Attributen. In Traktor Pro sind zudem auch Hotcues integriert.
Mac Os und Windows
Auch der gemischte Betrieb zwischen einem Traktor-Deck, dem iPod und einer CD ist möglich. So ist auch ein Ping-Pong-Battle mit unterschiedlichen Formaten möglich. Schön. Jedoch verursachen die CD-Player leichte Störgeräusche, wenn sie während einer MIDI-Session beladen werden. Diese fallen zwar während der Musikwiedergabe nicht sonderlich ins Gewicht, bei Silence allerdings schon. Das Audio-Interface arbeitet mit bis zu 24 Bit Auflösung bei einer Abtastrate von höchstens 88,2 kHz. Seltsamerweise waren sich die Betriebsysteme Mac Os und Windows nicht ganz einig, was die Funktionsweise des USB-interface angeht. Hier mal ein zwei Screenshots zu dem Thema.
Wie schon erwähnt, kann dass das Mix-Signal unter Traktor nicht so einfach mit dem softwareinternen Harddisk-Rekorder aufgezeichnet werden, Was Frequenzfricklern bleibt ist der Record Ausgang und vielleicht ein SD-Card Rekorder, wie iKey oder Zoom. Oder ein iPod.
Ipod Recording
Numarks Channelfader und Gain-Regler
Zunächst gilt es, eine geeignete DJ Controller APP zu finden, die in der Lage ist, über das Dock aufzuzeichnen. Da der iPod leider nicht über die USB-Verbindung am Mixdeck angesprochen werden kann, muss er zunächst mit dem Computer verbunden werden, oder über WLAN mit dem APP-Store kommunizieren. Wer ein iPhone nutzt, kann zusätzlich über UMTS arbeiten. Im Store fällt die Entscheidung schnell. Recorder-Pro für 79 Cent ist eines der preiswerten Programme, das ein Audiosignal im AIFF-Format mit 44,1 kHz Stereo aufzeichnen kann. Das passt für meinen Test. Die Lautstärke wird durch Numarks Channelfader und Gain-Regler bestimmt, am Apple-Player gibt es eine optische Pegelanzeige. Nach Beendigung der Aufnahme erscheint im unteren Bereich des iPod eine touch-sensitive Wellenübersicht. Die Soundqualität geht in Ordnung. Die Datei lässt sich per Bonjour oder WLAN auf den Rechner übertragen, als E-Mail Anhang verschicken, oder als Link posten. Leider macht die APP keinen Eintrag in die iTunes-Liste - so was wie etwa eigene Recordings. Zudem ist ein Grundrauschen zu vernehmen, wenn von den digitalen Softwaredecks aufgenommen wird.
Reden, Gesangseinlagen und Musik
In einer nächsten Revision wäre es vielleicht schön, einen SD-Card-Rekorder oder eine Burn-to-CD-Funktion einzubauen. Denn dann kann der Hochzeits-DJ dem Brautpaar den unvergessenen Abend, mit allen Interviews, Reden, Gesangseinlagen und Musik auf einer kleinen Karte oder einem Silberling zum Abschied überreichen. Wenn das nicht nachhaltig wäre...
Timecode-Mixing
Ein Tastenhieb auf Play
Traktor hatten wir in diesem DJ Controller Review bereits unter der Lupe, also schauen wir uns kurz das Timecode-Zusammenspiel mit Serato Scratch Live an. Um Scratch Live mit den Mixdeck Tellern zu steuern, wird das SL3 Interface zunächst per Dip-Switch auf Line eingestellt. Dann verbinde ich die numarkschen CD-Ausgänge mit den entsprechenden Eingängen des SL3. Danach geht’s wieder in den Mixer zurück, ebenfalls am Line-In. Zu guter Letzt sind die Kippschalter des Mixdecks in AUX-Stellung zu bringen. Ich starte die Software, lege die zeitcodierten CDs in die Decks und kalibriere in den Preferences. Ein Tastenhieb auf Play und die Session kann beginnen. An der Soundqualität ist eigentlich nichts auszusetzen, außer dass Mixdeck insgesamt halt etwas leise ist. Zudem muss der DJ natürlich aufpassen, dass er nicht versehentlich die Hardware-Effekte einschaltet, weil sie Auswirkungen auf das Timecodesignal haben und zu ungewollten Störanfällen während des Betriebes führen können. Da die PLAYER dann im Deckmodus arbeiten, ist für die Serato-Soft-FX ein weiterer Controller nötig. Wäre es vielleicht technisch möglich, die Effektsektion unabhängig vom Player zu switchen? Das wäre doch was - für die Statistik. Mit Traktor Pro ist die Vorgehensweise nahezu identisch, von den Dip-Switches mal abgesehen.
Source: Bonedo
Musikmesse 2013: Numark Mixtrack Quad
For over twenty years, the DJ setup was never looked at holistically as a single setup. It was always the sum of its parts, and to some degree, this was much more idea than having everything in the same box. Racks, for example could be built to satisfy specific needs, and each part of the rack could be replaced as needed. Alternatively, there were some dual CD players that put each of the two decks together in one piece, but even those were attached to a separate rack which read the information from CDs. Today, there are just as many all-in-one solutions out there, and I dare say that many of them have their advantages that beat out modular setups. One thing is that each part of the unit will play nice with the next. The days of having to carry spare cables to appease whatever incoming piece of equipment was added are over. Also, with many digital DJs using their iPads instead of laptops to DJ, it makes more sense to have less gear to worry about. The MixDeck Quad is one of the few four channel all-in-one MIDI controllers that is worth its weight. The newest remake of it sheds some poundage by grouping controls closer together. http://www.digitaldjtips.com/2013/04/numark-mixtrack-quad/
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