Oslo
Donnerstag, 29.2.2024
Heute haben wir Tickets für das 15 km Einzel der Damen beim Biathlon auf dem Holmenkollen. Leider ist das Wetter miserabel. Wir machen uns mit der Straßenbahn auf den Weg. Alles ist prima organisiert. Die Straßenbahn fährt in kurzen Abständen und von der Haltestelle ist es ein ca 15-minütiger Spaziergang bis zum Holmenkollen. Wir verpassen offenbar eine Abzweigung, finden den Weg vorbei an der Skisprungschanze zum Biathlonstadion aber dennoch gut. An der Tribüne können wir uns gut unterstellen. Wir sind natürlich viel zu früh, es regnet und hier oben hängen die Wolken, so dass selbst die Anzeigetafel nur zu erahnen ist. Nach ca einer Stunde kommt dann die Durchsage, dass das Rennen heute nicht stattfinden kann und auf den folgenden Tag verschoben werden muss.
Also geht es wieder zurück in die Stadt. In der Wohnung angekommen, werden erst einmal die nassen Sachen zum Trocknen aufgehängt und dann gibt es eine heiße Zitrone und die von zu Hause mitgebrachten Miracoli. Nach wir getrocknet und wieder aufgewärmt sind entscheiden wir uns noch für einen Museumsbesuch. Das Munch-Museum liegt ja direkt um die Ecke.
Jo Nesbø schreibt in seinem Buch Blutmond dazu folgendes: „Sie sah aus dem Fenster auf die Rückseite des neu errichteten Munch-Museums. Niemand, der sich hier in der Oslobucht eine Wohnung reserviert hatte, war auch nur eine Sekunde davon ausgegangen, dass das Museum so groß und hässlich werden würde. Sie waren von den Bauzeichnungen in die Irre geführt worden. Darauf hatte das Museum eine Glasfassade gehabt, außerdem war es aus einem Winkel gezeichnet worden, der nicht hatte erkennen lassen, dass es in Wahrheit wie die Mauer in Game of Thrones aussah.“
Zumindest aus der Perspektive unserer Wohnung eine durchaus passende Beschreibung.
Im Museum stellt sich die Frage, warum für die überschaubare Anzahl an Bildern eines Malers so viel Platz gebraucht wird. Andererseits sind wir von der Vielfalt der Arbeiten von Munch durchaus angetan. Eigentlich kannte wir ja nur „Der Schrei“ und „Mädchen auf der Brücke“. Der Schrei ist übrigens viel kleiner als wir dachten. Im Museum werden drei verschiedene Varianten des Kunstwerks gezeigt, die jeweils so ca 60x90 cm groß sind. Jedes der Bilder wird abwechselnd gezeigt damit die Dauer des Lichteinfalls auf das Bild begrenzt ist. Die Bilder sind auf Papier bzw Karton gemalt und daher empfindlicher als Gemälde auf Leinwand.

















