Diese Woche habe ich im wesentlichen auf Leihrädern verbracht (wenn nicht sogar ohne Radfahren). München, Stuttgart und Tübingen waren meine Stationen und tatsächlich hatte ich auch mit vier unterschiedlichen Anbietern von Mieträdern zu tun. Über München habe ich ja schon kurz geschrieben, meine (schlechten) Erfahrungen mit den MVGO-Rädern und der „Not“- Alternative LIME. Mieträder in München – Lust (Lime) oder Frust (MVG)? Zu letzterem gibt es noch ein wenig etwas zu sagen. Der Registrierungsprozess und das Handling der LME App waren sehr unkompliziert und schnell vor Ort möglich. Die anschließende Ausleihe auch, einfach den QR-Code scannen und loslegen. Das Rad selber war etwas ungewohnt, es wirkt halt aufgrund des Materials, aus dem es gebaut ist, eher wie ein Spielzeug und deswegen waren die ersten Meter auch von großer Vorsicht geprägt. Dann aber funktioniert alles ganz gut, der Elektroantrieb bringt das Rad gut vorwärts. Der Anbieter warnt in der App und ich glaube auch auf dem Rad davor, zu schnell anzufahren beziehungsweise beim Anfahren vorsichtig zu sein, weil der Elektroantrieb sehr schnell greift. Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Dennoch war das Fahren im Großen und Ganzen sehr einfach, wenn auch mir persönlich die Anstrengung ein wenig gefehlt hat. Die Rückgabe ist nur in markierten Zonen gestattet, was es erforderlich machte, eine solche zu finden. Da ich das Rad dort zurück gab, wo ich es auch ausgeliehen habe, war das kein großes Problem. Die App wollte aber auch ein Beweisfoto, was natürlich ebenfalls kein Problem war, ich weiß aber nicht, was passiert wäre, wenn ich kein Foto hochgeladen hätte. Wollte ich aber auch nicht ausprobieren. Deswegen war die gesamte Fahrt von der Ausleihe bis zur Rückgabe ziemlich entspannt. Was mir bei LIME eindeutig gefehlt hat, war jeglicher Ansatz der Kostentransparenz. Am Ende kamen für etwas über eine Stunde Fahrt fast zwölf Euro Kosten zusammen, die ich vermutlich hätte irgendwie vermeiden können, wenn ich mich sehr ausgiebig mit dem Thema Kosten, Rabatte, Bonus etc. beschäftigt hätte, wozu ich aber keine Zeit und auch keine Lust hatte. Deswegen fand ich das Ganze zum Schluss doch ziemlich teuer, wenn es mir auch relativ unbürokratisch möglicht hatte, ein paar Meter in München zu fahren. Kann man mal machen, muss ich aber nicht öfter haben. Am Freitag waren wir dann ja (mit einem Transporter) von München aus in Tübingen angekommen und kamen mit dem Umzug relativ schnell voran, so dass ich nach einem kurzen Blick ins Internet die spontane Idee hatte, zur Critical Mass nach Stuttgart zu fahren. Natürlich hatte ich ja kein Rad dabei, weswegen ich mich dann auch noch um das Thema Leihrad in Stuttgart kümmern musste. Das war aber relativ einfach. Denn in Stuttgart gibt es ein prominentes Leihradssystem, das heißt RegioRadStuttgart. Am Startpunkt der Critical Mass, Stuttgart Feuersee, war eine Station, an der mehrere und unterschiedliche Räder zur Verfügung standen, die auf den ersten Blick alle einen relativ guten Eindruck machten. Ich prüfte kurz den Reifendruck, nahm dann das erste Rad, das dort stand und behielt es dann den ganzen Abend. Wie soll ich sagen, das Rad war sehr gut, brachte mich alle Hügel in Stuttgart hinauf und auch wieder hinunter und erfüllte seinen Zweck. Ich konnte meinen Rucksack mit Regenschutz auf dem Rücksitz, der als Transportschale ausgelegt ist, lagern und hatte deswegen damit keine Plage während der Fahrt. Selbst die überraschende Wendung der Critical Mass, an einem anderen Standort zu enden als am Startort, brachte weder mich noch das Leihrad in Bedrängnis. Denn am Bahnhof Stuttgart Bad Cannstatt gab es eine Station, an der ich das Rad zurückgeben konnte. Es war allerdings auch hier die Bedingung, dass es in einem gekennzeichneten Bereich abgestellt wird, sonst hätte es Strafgebühren gekostet. Auch die Tarifstruktur war relativ transparent. So war mir von vornherein klar, dass wahrscheinlich der Tagessatz von neun Euro auf mich zukommen würde. Das ist bei all diesen Ca...















