Einmal ans Ende der Welt und zurück!
Mit dem Expeditionsschiff "MV SAN GOTTARDO" nach Spitzbergen (10. Juli - 23. Juli 2017)
Reisebericht von Teilnehmerin Ursula Meierhofer
Endlich war es soweit, unser Abenteuer in die Arktis begann. Unser Flug führte uns von Zürich über Oslo nach Longyearbean dem Hauptort der Inselgruppe Spitzbergen. Schon der Anflug war eindrücklich. Um Mitternacht flogen wir bei Tageshelligkeit über eine schöne Landschaft aus Gletscher und Bergen. Plötzlich tauchte Longyearbean auf und wir sichteten unsere Unterkunft für die nächsten 10 Tage auf dem Expeditionsschiff “MV San Gottardo”. Nach einer gemütlichen Übernachtung schifften wir am Nachmittag auf das wunderschöne, sehr durchdachte, komfortable und gemütliche Schiff ein. Der herzliche Empfang durch den Kapitän Charles Michel, seine Frau Doris (Kapitänin und Köchin) und Tochter Sabine (Mädchen für Alles) sowie den exzellenten Guide Markus, übertraf alle unsere Erwartungen.
Diese Reise wurde vom Naturfotographen Bernd Liedtke begleitet, welcher uns in fotographischen Belangen stets gute Ratschläge gab, wir aber auch von seinem grossen Wissen über Flora und Fauna profitieren konnten.
Die Schiffsgrösse war ideal, so kamen wir in alle Fjorde und konnten mit dem Schlauchboot alle Strände problemlos ansteuern. So verbrachten wir viel Zeit an Land, was man mit grossen Schiffen nicht kann. Toll war die Flexibilität und was ich besonders schätzte die Mitsprache beim Gestalten des Tages-programs.
Spitzbergen bietet eine karge gebirgige Landschaft mit vielen Fjorden und schönen grossen Gletschern, welche vor allem mit den Eisblöcken, eine eindrückliche Kulissen bilden.
Eines meiner Highlights war der Besuch der Walross-Kolonie. Diese etwas plump anmutenden Tiere sind äusserst neugierig, suchten unsere Nähe und posierten für tolle Fotoshots. Der zweite Höhepunkt war die zweimalige Sichtung eines Eisbären. Es war ein ganz besonderes Erlebnis den Eisbären an Land und beim Schwimmen zu beobachten.
Toll waren die vielen Rentiere und die Polarfüchse die wir sichteten. Interessant waren auch die vielen verschiedenen Vögel, welche uns die ganze Zeit über begleiteten.
Die Makrofotographie kam mit der hübschen Flora ebenfalls nicht zu kurz. Es gibt viele verschiedenfarbige Blumen, welche die Insekten in dieser lebensfeindlichen Landschaft anlocken.
Spitzbergen hat eine lebhafte Geschichte, so wurden die Inseln von verschiedenen Nationen aufgesucht. Es lebten Walfänger, aber auch Jäger von Walrossen dort. Später folgte der Bergbau, insbesondere das fördern von Kohle. Wir besuchten Pyramiden, eine ehemalige Kohleabbau- Siedlung der Russen, welche von einem Tag auf den andern verlassen wurde. Heute kann man in dieser Geisterstadt alles noch besichtigen. Rostige Überreste der Zivilisation bilden heute spannende Fotosujets.
Fazit: Es war ein wirkliches Privileg an dieser fantastischen Reise mit fantastischen Menschen auf diesem tollen Schiff teilzunehmen. Wir kommen jederzeit wieder.










