So(saka) geht´s weiter
An unserem zweiten Tag in Osaka besuchen wir als erstes die berühmte Burg von Osaka. Diese wurde im 16. Jahrhundert errichtet und musste bis heute schon einige Brände, Kriege und Renovierungen durchmachen. Heute wurde sie als Museum umfunktioniert, welches die Geschichte der Burg darstellt. Dort finden wir zufällig heraus, dass Schloss Eggenberg aus unserer Heimat der Steiermark ein Freundschaftsschloss von Burg Osaka ist. Wir spürten schon immer eine kleine Verbindung in diese Richtung. ;)
Am obersten Stock der Burg befindet sich eine Art Aussichtsplattform mit einem hübschen Ausblick auf die umliegende Stadt. Momentan sieht die Gegend etwas karg aus, daher erwarten wir schon gebannt den Frühling. Wie fleißige Touristen so eben sind, machen wir uns gleich auf den Weg zu unserem nächstes Ziel: das nationale Kunstmuseum. Auf dem Weg besuchen wir unseren Freund und Helfer Family Mart: eine Supermarktkette, zu finden an jeder Ecke der Stadt, worin man günstig Essen und Trinken kaufen kann. Wir verschmausen das beliebte Eiersandwich (schmeckt genauso, wie es sich anhört) und Onigiri - in getrocknetem Seetang eingewickelte Reisdreiecke mit verschiedenen Füllungen.
Leider war der Fußmarsch zum Kunstmuseum vergebens, da wir schließlich vor geschlossener Türe landen. Glücklicherweise werden wir insgesamt zwei Monate in Osaka verbringen, daher bleibt uns noch genug Zeit, um uns dieses noch mal in Angriff zu nehmen. Also gehen wir zurück zu unserer Stammstraße dotonbori, verirren uns auf den Weg und sehen dadurch weitere Teile der Stadt, die wir noch nicht besucht haben. Trotz der Umwege finden wir unser eigentliches Ziel und probieren zum ersten Mal Takoyaki: kleine Tentakel in einem Teig herausgebacken, verfeinert mit einer Soße und Mayo.
Abends erwartet uns ein weiteres Abenteuer - wir treffen uns mit einem Einwohner namens Yuta. Obwohl die Stadt nachts heller scheint als am Tag, verpassen wir uns fast in der riesigen Menschenmenge. Nachdem wir uns dank Wlan doch noch finden, gehen wir zusammen in eine günstige Studentenbar. Dort kann man praktisch auf einem iPad bestellen, was uns genug Zeit gibt, die Auswahl durchzustöbern. Im Endeffekt entscheiden wir uns für eine Art Sake (japanisicher Alkohol). Danach führt uns Yuta durch die Stadt und zeigt uns einen hübschen Lichterpark auf einem Shoppingcenter in der Nähe der Namba Station. Die Beleuchtung macht einen weihnachtlichen Eindruck, dabei wird Weihnachten gar nicht groß gefeiert in Japan. Üblicherweise trifft man sich einfach mit Freunden oder seinem Partner und geht essen und/oder feiern. Silvester hingegen verbringt man im ruhigen Kreise mit der Familie - also genau umgekehrt als bei uns.
Schließlich gehen wir auch noch zum Shinsekai Turm, welcher auch nachts durch die vielen bunten Lichter gut sichtbar ist. Yuta erzählt uns, dass Osaka bekannt ist für die offenen, redefreudigen Einwohner und eine lockere Atmosphäre, wobei in anderen Städten wie Tokyo eher das kalte, verschlossene Klischee die Norm ist. Auch das werden wir noch persönlich erforschen, da wir in weiterer Zukunft natürlich auch die Megametropole besuchen werden. Doch vorerst bleiben wir in Osaka - und wie es hier weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Post. Bye bye.











