Teichexperte Sven Griebert: So holen Sie Ihr Gewässer richtig aus dem Winterschlaf
Die Tage werden endlich wieder länger und die Natur rüstet sich für ihr jährliches Comeback. Für Besitzer von Schwimmteichen und Naturpools ist deshalb jetzt die Zeit gekommen, ihr biologisches Gewässer fit für die neue Badesaison zu machen, um es das ganze Jahr über in vollen Zügen genießen zu können.
Gerade in den Frühlingsmonaten benötigt der Teich besondere Aufmerksamkeit für ein stabiles, biologisches Gleichgewicht. Zumal das Frühjahr auch mit Begleiterscheinungen aufwartet: Die stärkere Sonneneinstrahlung und ein ergiebiges Nährstoffangebot bieten optimales Wachstumspotenzial für Algen in den verschiedensten Formen. Sie bringen die Gewässerbiologie ins Ungleichgewicht, verunreinigen das Wasser und verderben schlussendlich die Laune am Baden und Schwimmen. Deshalb haben Sie bereits in den ersten Wochen des Jahres die besten Chancen, mit natürlichen und effektiven Pflegemaßnahmen das Algenwachstum vorsorglich zu unterbinden und somit die Wasseroberfläche nachhaltig zu schützen.
Der richtige Zeitpunkt mit der Pflege zu beginnen, bestimmt in erster Linie das Wetter. Je nachdem, wie lange es kalt und frostig bleibt, ist der Start für die Teichpflege schon im März sinnvoll, spätestens aber im April. Dazu sollte das Wasser auf jeden Fall eine Temperatur von mindestens zwölf Grad haben. Erst ab dieser Temperatur kann sich das ökologische Gleichgewicht neu ordnen. Wer einen Fischbesatz hat, sollte auch jetzt mit dem Füttern beginnen.
Expertentipp:
Beobachten Sie das Fressverhalten Ihrer Fische. Um einer Verlandung am Grund des Teichs vorzubeugen, sollten Sie jedoch nicht allzu viel füttern.
Das hochwertige, proteinarme Futter sollte nicht länger als zwei Minuten auf der Wasseroberfläche schwimmen. Gegebenenfalls sollten Sie die Futtermenge reduzieren.
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