"Ihr seid Parasiten“ - Drei Monate wegen Volksverhetzung
» Pamphlete gegen Flüchtlinge: 66-jähriger Wertheraner kommt mit Bewährungsstrafe davon
„Das war das Dümmste, was ich je gemacht habe“, gibt der 66-jährige Angeklagte zu. Den Vorwurf „Volksverhetzung“ kann er damit aber nicht entkräften. Amtsrichter Jan Intrup verhängt gegen ihn die Mindeststrafe von drei Monaten, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird.
Am 31. Juli 2016 hatte Wilfried M. (Name geändert) laut Oberamtsanwältin Anja Pautz kleine laminierte Zettel am Geldautomaten der Kreissparkasse in Werther und im Durchgang zwischen Ravensberger Straße und Netto-Markt ausgelegt und darin Flüchtlinge aufgefordert, zurückzukehren („Refugees go home“) und sie als „Parasiten“ bezeichnet. Laut Anklage waren diese Zettel auch am Edeka und an einer Flüchtlingsunterkunft aufgetaucht.
Von diesen Fundorten wisse er nichts, sagt Wilfried M.. Er habe nur in der Sparkasse und auf Fensterbänken im Durchgang zu Netto seine Zettel hingelegt. Ansonsten ist der 66-Jährige voll geständig. Als Auslöser für seine Hetz-Zettel gibt er an, dass er sich über einige Flüchtlinge in der Ausgabestelle der Gütersloher Tafel geärgert habe. „Das sollte ein Denkanstoß sein für die Leute, die ich bei der Tafel treffe und die sich respektlos, fordernd und undankbar gegenüber den ehrenamtlichen Damen dort aufführen“, erklärt der Angeklagte. « … auf Westfalen Blatt (westfalen-blatt.de) weiterlesen
Quelle: Westfalen Blatt (westfalen-blatt.de) © 2017
Drei Monate wegen Volksverhetzung
Werther/Halle (WB). »Das war das Dümmste, was ich je gemacht habe«, gibt der 66-jährige Angeklagte zu. Den Vorwurf »Volksverhetzung« kann er damit aber nicht entkräften. Amtsrichter Jan Intrup verhängt gegen ihn die Mindeststrafe von drei Monaten, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird.
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