Geschichte wiederholt sich nicht. Ereignisse schon.
Das Standardwerk von Hannah Arendt (Elemente und Usprünge totaler Herrschaft) hat 750 Seiten. Niemals käme ich auf die Idee, jemandem diese Lektüre zu empfehlen. Ich selber habe jetzt nach zweieinhalb Monaten Seite 455 erreicht.
Das Kapitel: "Der Niedergang des Nationalstaates und das Ende der Menschenrechte" (darin enthalten) befaßt sich auch mit den Ereignissen in Europa NACH dem 1. Weltkrieg. Und (überraschend) war die "Schande von Versailles" dabei keinesfalls das schlimmste.
Es gab ebenfalls Flüchtlinge in Hülle und Fülle und das Ausmaß war für mich ebenso neu wie einzelne "Bemühungen", die Sache in den Griff zu bekommen unter nicht vorhandene Teppiche zu kehren.
Unter dem Suchbegriff "Der Niedergang des Nationalstaates und das Ende der Menschenrechte" ggf. ergänzt um Hannah Arendt findet ihr in der Suchmaschine eine Menge Meinung und vielleicht dort irgendwo in den Anhängen auch das Kapitel? Es hat im Buch 55 Seiten.
Sonst könnte die wissenschaftliche Bibliothek eures Vertrauens evtl. helfen.
Zugleich kann die Lektüre helfen, das aktuelle Problem der Palästinenser besser zu verstehen. Hannah Arendt geht nicht auf die Geschichte ein, sondern benannt ein einziges, konkretes Problem, auf welches seit Erscheinen ihres Buches (1955) kaum jemand anders hinzuweisen sich wagt.
Wer das gelesen hat, wird sich weder über die Flüchtlingspolitik der EU noch über die Entwicklungen im Nahen Osten noch Hoffnungen machen.

















