hat jemand einen guten take zu den Worten die Esthers Bruder am Ende von BiD sagt "ein Kreis hat keinen Anfang und kein Ende" und warum da ein shot von Leo reingeschnitten wurde? Ich checke das nämlich nicht so richtig.
Es klingt so als ob er ihr damit etwas Tröstendes sagen möchte aber eigentlich würden diese Worte doch bedeuten, dass der uralte Konflikt im Dorf noch ewig weitergehen wird. Als ewiger Kreislauf eben. Oder bezieht sich das auf Leben und Tod weil gerade jemand gestorben ist? Oder auf etwas anderes? Ist es nur Geschwafel, dass sie beide in ihrer Kindheit oft gehört haben und er deshalb wiederholt um Esther daran zu erinnern, dass sie mal eine Familie waren?
Es fühlt sich an als gäbe es noch eine tiefere Bedeutung aber ich bin ein bisschen lost.
bevor ich ins bett gehe, kriegt ihr alle noch den shit ab, den ich schreiben musste, um damit klarzukommen, wie sehr ich susanne vermissen werde :(
arbeitstitel: der neue tag wartet
=
Der Anruf erreicht ihn gerade, als er in seiner Jackentasche griff, um seinen Wohnungsschlüssel hervorzuangeln. Der Name auf dem Display seines Handys ließ ihn zusammenzucken. Ein ungewohntes Gefühl machte sich in ihm breit; er hatte seine letzten zwei Kollegen ans Jenseits verloren, genauso wie den einzigen Mann, den er je auf eine gesunde Art geliebt hatte. Karow wusste nicht, wie er damit umgehen sollte, um jemanden zu trauern, der ihn noch spätabends anrufen konnte.
Er ertappte sich dabei, wie er den Anruf annahm und das Handy zwischen Kinn und Schulter klemmte, während er sich mit der Tür zu schaffen machte.
“Das ging ja schnell. Oder haben Sie etwas von meinem Schreibtisch mitgehen lassen und fühlen sich jetzt schlecht?”
“Ich dachte, wir wären schon beim Du.” Susanne zog die Nase hoch. “Sag mal, Robert, hast du morgen abend schon was vor?”
“Kaya hat sich nach dir erkundigt. Ich wusste gar nicht, dass ihr miteinander im Kontakt steht.”
“Nicht?”, fragte Karow, weil seine einzige andere Option war, ihr mitzuteilen, dass so etwas nun einmal passierte, wenn sich die werte Gattin ohne Vorwarnung in den Wald verzieht, um Überlebenstraining zu machen.
“Jedenfalls bist du zum Essen eingeladen.” Susanne holte tief Luft, atmete dann langsam aus. “Ich würde mich freuen.”
Karow drückte die Wohnungstür mit dem Fuß auf und trat ins Innere. Bevor sie mit Schwung ins Schloss fallen konnte, fing er die Tür ab und ließ sie dann schrittweise los, bis sie sich geräuschlos hinter ihm schloss. Bis auf das schwache Licht der Straßenlaternen, das durch seine geöffnete Küchentür in den Flur fiel, stand er im Dunkeln. Susannes Stimme wurde zu einem Anker, an den er sich wie ein Ertrinkener klammerte.
Er wollte ihr gerade etwas in Richtung “wenn du mich hättest retten wollen, hättest du nicht gehen sollen” an den Kopf werfen, als sie leise schniefte.
Der Tod klebt an mir. Er fragte sich, was das wohl für eine Frau wie Susanne Bonard bedeutete.
“Wie viel Uhr?”, hörte Karow sich fragen.
“Wann passt es dir?”
“Ich kann um halb acht da sein. Oder ist das zu spät für die Frührentnerin?”
Susanne lachte. “Halb acht. In Ordnung. Danke, Robert.”
“Nicht dafür.”
“Dann für alles andere.”
Bevor Karow sich überlegen konnte, was er darauf antworten sollte, legte Susanne auch schon auf. Karow blieb noch einige Minuten im dunklen Flur stehen und ließ das Echo ihrer Stimme in seinem Kopf nachhallen.
"Warum hast du dich eigentlich nicht mehr gemeldet? Wolltest doch unbedingt meine Nummer haben." Kann nicht so mit Menschen." "Ich wollte dich nicht gleich heiraten." "Ich fand dich schon irgendwie hot...damals." "Damals? Hm...Danke! Ich fand dich ein bißchen schnöselig." "Okay. Und jetzt?" "Du meinst, nachdem ich deine Wohnung gesehen hab?"