A beautiful sunrise this morning when it peeped out from behind the low lying clouds. Looking over Carlingford Lough towards Greenore golf course from Omeath shore.
📸 by @ann.bruen

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A beautiful sunrise this morning when it peeped out from behind the low lying clouds. Looking over Carlingford Lough towards Greenore golf course from Omeath shore.
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Amazing colours over Carlingford Lough from Omeath, Co. Louth on #thisdaylastyear. The colours before sunrise were WOW showcasing the stunning scenery around Omeath and Carlingford Lough.
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📸 by @ann.bruen
A beautiful morning watching sunrise over Carlingford Lough from Omeath ❤️🌅🌊⛰️
📸 by @Ann.Bruen
I really do love this peninsula so much! 💕
Der Frieden von Omeath
Wir leben am wahrscheinlich sichersten Ort von ganz Irland. Hier wird zwar ab und zu mal geschossen oder vielleicht ein Doppelmord verübt, ansonsten ist es aber sehr friedlich: die letzte ernsthafte Straftat fand vor drei Jahren statt, als jemand in der örtlichen Tankstelle eingebrochen hat. Der Täter ist bekannt.
Bei uns leben nicht viele Leute, aber wir sind ein Touristenmagnet. Doch obwohl wir direkt an der Seepromenade leben, ist unser Auto nie verschlossen. Selbst die Hintertür schließen wir nur nachts.
Denn bei uns in Omeath passiert einfach nichts. Dafür sorgt bereits die Grenze, denn wer immer in Nordirland gesucht wird, wird zuerst einmal bei uns im Dorf Unterkunft nehmen, bevor er weiter ins Landesinnere transferiert wird.
Omeath war schon immer dein Zentrum des Widerstands. Die berühmt-berüchtigten IRA-South Armagh-Brigaden unterstanden Omeath im Kommando.
Die irischen Regierungen mögen Omeath nicht. Deshalb fließt auch die staatliche Wirtschaftsförderung konsequent am Ort vorbei und wird in Omeaths reiche Nachbarschaft, nach Carlingford verschoben. Wie auch sonst überall im Land ist dafür aber auch in Carlingford die Kriminalität hoch.
An Omeath gehen die Kriminellen vorüber, denn keiner ist so verrückt, dass er sich mit dem IRA-Dorf anlegt. Für die örtliche Gardaí geht das in Ordnung, denn wann immer es in Nordirland einen Anschlag stattfindet und Spuren in den Süden führt, wird zur Strafe bei Omeath in den Wald gegangen und irgendein altes Waffenlager ausgehoben.
Denn in unseren Bergen werden die Leute trainiert.
So ist Omeath und hier bin ich glücklich, denn es ist eines der letzten Paradiese, wo Freiheit wirklich Freiheit ist. Würde man einen Brief an „Walter in Omeath“ schicken, würde er ankommen. Selbst Marianne Maginnis hat auf diese Weise Post aus Amerika bekommen, dabei stand auf dem Brief nicht „Omeath“ sondern „Ireland“ drauf.
Die Menschen in Omeath sind bekannt, und deshalb gibt es bei uns auch keine Hausnummern, denn jeder weiß wo der andere wohnt. Ed Sheerans Sommerhaus liegt oberhalb der Hauptstraße, Fergus der Schwule wohnt in der Seevilla neben der Kirche. Der zweihundert Kilo schwere Gerüstbauer lebt zweihundert Meter rechts im Strandhaus, der Schwarze, Tony, in der Nähe der Fischfabrik, und neben uns direkt ist Willy, dem das Hotel mit der besten Lage gehört, in das trotzdem prinzipiell kein Fuß hineingesetzt wird. Denn sein Hotel ist ein Belfaster Außenposten, und obwohl Belfast und South Armagh auf derselben Seite kämpfen, sind die Kommandostrukturen unterschiedlich, sodass man sich aus dem Weg geht.
Selbst wenn auf der Grünen Insel zur Zeit kaum noch geschossen wird, wird es in Omeath erst Frieden geben, sobald die Grenze zwischen Nord und Süd abgeschafft ist. Solange wird Omeath weiterhin ein Kommandoposten sein und automatisch friedlich bleiben. Denn hier ist der Kopf, und niemand scheißt dorthin, wo er isst.
Die letzten, die diese ungeschriebene Regel zu brechen versuchten, wollten in dieses Haus einbrechen.
Und zu ihrem Glück hatten die Hausbesitzer die Gardaí gerufen. Ansonsten wäre ihnen ernsthaft etwas zugestoßen. Denn als diese hörten, dass es in Omeath Ärger gab, wurde sofort die Armed Support Unit gerufen, damit es zu keinen Zwischenfällen kommt.
Denn normalerweise läuft Kriminalität in Omeath so wie im Fall unserer Tankstelle: der Täter wurde nicht erwischt, sondern ist bekannt, sodass man weiß: er wird es nicht wieder tun. Denn er wurde gewarnt.
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