"Guck deine Schlampe an: Doppelkinn, Stoppelbart
Sie säuft und liebt dicke Schwänze lutschen - coq au vin"
-Pillath

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"Guck deine Schlampe an: Doppelkinn, Stoppelbart
Sie säuft und liebt dicke Schwänze lutschen - coq au vin"
-Pillath
1945 schrie ein Land „Mit uns nie wieder!“ - Plötzlich gibt’s die AfD, besorgte Bürger und Pegida.
Pillath, Onkel Pillo, Fard // Kranke Welt
Pillath - Album: Onkel Pillo
Ich versuche die 3 Kronen, die der liebe Anton Reinold dem Album Onkel Pillo bereits in der Juice gegeben hat außer Acht zu lassen und so zu tun, als hätte ich die Review nicht gelesen.
Bis darauf, dass ich sagen muss, dass in meinen Augen die Asozialität der Texte nachgelassen hat. Man kann ja zu dem stetig wachsenden Haufen an Comeback-Alben der letzten Zeit im Deutschrad sagen was man will, aber in meinen Augen hat Pillath hier sehr viel richtig gemacht.
Die Texte grüßen mit dem alten, asozialen Witz, den man natürlich mögen muss. Dafür muss man natürlich verstehen ob solche Texte ernst, witzig oder als Kritik gemeint sind… aber das bleibt jedem selber überlassen. Neben den vielen wirklich aggressiven Texten hat Pillath aber auch einige wirklich glasklar ernst gemeinte Texte auf sein Album genommen, wie zum Beispiel auf dem Track Etwas Gutes (Feat. RE;). Am besten gefällt mir persönlich aber der Track P.S.SP, auf dem auch Pillath’s alter musikalischer Begleiter Snaga mit drauf ist und der sehr angefüllt ist mit Punchlines, die sehr einfallsreich sind und mit schönen Szene-Kultur-Zitaten.
An Onkel Pille haben außer Pillath selber und den Feature-Gästen einige Produzenten gearbeitet, so zum Beispiel Josh Mixu, Gorex und Juh-Dee. In meinen Augen ist eine große Anzahl an verschiedenen Produzenten auf einem Album kritisch zu sehen, wenn man das Album als Gesamtwerk betrachtet. Hieran leidet oft das Gesamtbild, doch das muss nicht sein wie man zum Beispiel am Mixtape Räuberleiter von Gold Roger sieht und auch hier ist dies auf jeden Fall gut gegangen. Statt das ein einheitlicher Sound verloren geht, wird eine gesunde gemeinsame Basis gefunden, die dazu noch starke Variationen zwischen den einzelnen Instrumentals bietet.
In meinen Augen ist das Album nicht nur eines der besten Comeback-Alben, die ich gehört habe, sondern auch was die Richtung der Musik in Sachen Texte, Attitüde angeht eine wirklich gelungene Scheibe. Mit seinen 55 Minuten Laufzeit auf 18 Tracks (davon 3 Skits) ist es auch auf ein gesundes Maß gebündelt.
Wie findet ihr Pillath und Rap, der in diese Richtung geht?
1945 schrie ein Land: „Mit uns nie wieder!“ Plötzlich gibt’s die AfD, besorgte Bürger und Pegida
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