Ich bin in deiner Stadt und obwohl ich dich nicht sehen kann, fühle ich dich. Ich fühle dich in der heißen Luft an meinem Hals, in den kleinen Schweißperlen auf meiner Stirn, in den Abgasen die in der Luft liegen. Vielleicht bist du hier, vielleicht bist du dort, vielleicht bin ich in der nähe deines Blocks, auf deiner Straße oder deiner Nachbarschaft. Vielleicht bist du um die Ecke oder wir vermissen uns gegenseitig jeder in einem Café Minuten voneinander entfernt. Vielleicht… Vielleicht irgendwo da draußen sind wir immer noch ein „Wir“. Vielleicht laufen wir in einem anderen Universum ineinander und dort in dieser Parallel Welt lachen wir und um umarmen uns ungeschickt während wir uns an den Duft des anderen erinnern und du sagst „Ich habe dich Vermisst“ und ich erwidere „Ja ich weiß“… Vielleicht waren wir in einem anderen Universum nicht schlecht zueinander. Ich habe nicht andauernd rumgeschrien und du hast nicht getrunken. Ich habe nicht weggesehen und du es nicht zu deinem Vorteil ausgenutzt. Ich habe mich nicht verschlossen und du bist nicht gegangen. Vielleicht, irgendwo da draußen, sind wir noch Okay, vielleicht mehr als nur Okay… Aber das hier ist kein anderes Universum. Ich weiß nicht ob du hier oder da bist, ob du in deiner Wohnung oder in einem Café um die Ecke sitzt. Ich könnte in deiner Stadt sein, aber in diesem Universum hier bin ich ein Fremder geworden. Also werde ich aufhören an andere Universen zu denken und an „vielleicht’s“ zu glauben. Und wenn ich dich in einem Café um die Ecke sehen sollte, dann lächle ich höflich zwischen all dem überteuerten Kaffe und gehe dann weg, weil in diesem Universum soll unsere Geschichte eben kein Happy End haben… Der Poet














