Wenn man bedenkt, dass es in Deutschland 17,5 Millionen Menschen gibt, die 65 oder älter sind. Rund 21 Millionen Rentner, davon 2,3 Millionen Menschen mit 85 (Stand 01/2020) Tendenz steigend, dann kann man anhand dieser Zahlen die Zukunftsängste der arbeitenden Bevölkerung verstehen. Doch im Mittelpunkt der letzten Monate stand nicht etwa die arbeitende Bevölkerung als Garant für volle Rentenkassen, sondern genau diese 21 Millionen Menschen die sich aus Angst vor der COVID-19-Pandemie selbst weggesperrt bzw. isoliert hatten. Genau diese Menschen, die aus Corona-Angst nur die besten Vorsätze vorgegaukelt hatten. Denn Sie wollten ihr Freizeitverhalten zugunsten für mehr Klimaschutz ändern. Sie wollten weniger Ressourcen verbrauchen. Sie wollten ein besseres Vorbild im Umgang mit anderen Menschen sein. Sie wollten offener und toleranter mit Migranten umgehen. Sie wollten nicht mehr so egoistisch und gierig sein und noch vieles mehr! Doch leider waren diese guten Vorsätze nur Lippenbekenntnisse. Wir erleben heute täglich wie respektlos ältere Menschen Pflegepersonal behandelt. Wie ältere Menschen Apothekenpersonal verbal oder telefonisch beleidigt. Welche negativen Meinungen über jüngere Generationen vorherrschen. Wie das eigene Fehlverhalten verdrängt und Egoismus vorgelebt wird. Doch waren es nicht genau diese Menschen, die persönlichen Corona-Schutz als Vorrecht vor allen anderen Menschen eingefordert hatten. Genau diese verzerrten Menschen die heute erneut so respektlos mit anderen Mitmenschen umgehen. Die öffentlich „Nach mir die Sintflut“ aussprechen und die genauso weiter machen wie zuvor. Was für eine tolle Generation 60 plus. Hut ab!