Eierlegen im Akkord? Das Weibchen des Totengräbers Nicrophorus vespilloides, einer Käferart, die sich von tierischem Aas ernährt, braucht nach der Eiablage erstmal eine Pause – und das macht sie auch ihrem Göttergatten deutlich! Wie das geschieht, haben Forscher der Universitäten Ulm und Regensburg nun herausgefunden: Um weiteren Avancen ihres Partners vorzubeugen, während sie mit der Brutpflege beschäftigt ist, gibt Frau Totengräber ein Anti-Aphrodisiakum ab. Einen chemischen Triebhemmer sozusagen. Herr Käfer riecht’s und – obwohl sonst nur allzu paarungswillig – verliert jegliche Lust an der Fortpflanzung. Solange ihre Kleinen noch nicht in der Lage sind, sich selbst zu ernähren, produziert das Käferweibchen keine Eier; stattdessen ist sie damit beschäftigt, vorverdaute Stücke des Tierkadavers zu verfüttern, den sie und ihr Mann für die Brut unter die Erde gebracht haben. Doch auch das Männchen bleibt nicht untätig. Seine Aufgabe: die Aaswache! Sandra Steiger (Universität Ulm) erklärt: "Experimente zeigen, dass ein Pärchen den Kadaver und die Brut besser vor Konkurrenten und Räubern schützen kann als ein Elternteil allein. Deswegen hilft das Männchen bei der Brutpflege mit: Es konzentriert sich auf das Verteidigen des Kadavers, während das Weibchen das Füttern der Larven übernimmt." … Und wenn die endlich auf eigenen Beinen stehen können, dann produziert das Weibchen auch kein Anti-Aphrodisiakum mehr und bei Käfers geht es wieder rund – pardon, an die Eierproduktion. #WTFact









