Als im Jahr 2024 der große Krieg ausbrach, hatte niemand damit gerechnet. Natürlich hatten schon immer Spannungen existiert, man hatte es gespürt, dieses Knistern in der Luft, wie eine Dose eingelegtes Obst, kurz vor dem Öffnen. Jedoch war das Ende der Zivilisation anders antizipiert worden. Klimakatastrophen, atomarer Holocaust, die Rache der Pinguine. Dass die Spaltung der Weltbevölkerung in Ananas-Befürworter und Ananas-Gegner der Grund für den Niedergang sein würde, hatte keiner kommen sehen. Schnell bildeten sich neue Staaten, erklärten den Namen Ana als Pflicht für Frauen und Männer, andere verbannten ihn. Dann breitete sich der Hunger wie eine Krankheit unter allen Kriegsparteien aus. Plötzlich schien Annäherung möglich. Doch als Hawaii, einer der wenigen Staaten, der über genügend Nahrungsmittel verfügte, - war er doch als Herkunftsland der Pizza Hawaii von einigen Parteien heilig gesprochen worden - Lebensmittelhilfe in Form von Ananas an die gegnerische Zivilbevölkerung verteilte, wurde dies nicht als Hilfsaktion, sondern als absolute Kriegserklärung gedeutet (was die eigentliche Intention war, ist bis heute nicht geklärt). Führende Historiker*innen, oder besser gesagt, jene, die sich noch an die Zeit vor dem herzhaft-süßen Krieg erinnern können, geben an, ein Rezept auf einer Netzseite habe die Bevölkerung radikalisiert und zum Kriege getrieben. Das Rezept sei eine Abnormität aus klassischen Gerichten der ersten Kriegsstaaten gewesen: Deutschland (Pro-Ananas), Frankreich (Anti-Ananas), Griechenland (Pro-Ananas), der heilig-süße Staat (Pro-Ananas, früher Hawaii), und Italien (Anti-Ananas). Einstein wusste nicht, womit der dritte Weltkrieg geführt wurde. Wir wissen es. Noch immer hallt es in den Ohren, wenn die Ananas-Bomber glitschige Stücken auf uns niederprasseln lassen. Guten Hunger! (Sven, pro oder anti?)













