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Kaum vom #Spielplatz und #Einkaufen wieder zurück gewesen rennt sie sofort zum #Plattenteller, noch nicht einmal #Hausschuhe hatte sie sich anziehen lassen. Was soll ich sagen: #derApfelFälltNichtWeitVomStamm. Kein #Vater wünscht seinem #Kind das es einmal an der #Nadel hängt, eine #Diamantnadel würde mich allerdings schon ziemlich stolz machen. Viele kleine #Mädchen wünschen sich ein #Pony, meine #Tochter hat irgendwann eher einen zweiten Plattenspieler und ein #Mischpult auf ihrem #Wunschzettel... :'-D PS: Bald gibt es #Vinyl #Kinder #Hörbücher! Hab die #Nummer von einem #Schallplatten #Verkäufer bekommen, also #Connection zu einem #recorddealer ist vorhanden!!! #DADDYistSTOLZaufDICH #MelG #iLOVEyou :-* <3 (hier: Achern) https://www.instagram.com/p/Bomo9FhBEdu/?utm_source=ig_tumblr_share&igshid=1o7i98ziahs4m
DUAL1246 by Imagonos Via Flickr: HiFi-Erinnerungen an die rein analoge Klangwelt. Mein bislang gelungenstes Foto im Focusstacking-Modus. Noch mit leichten Mängeln.
Meine 10 Lieblingsalben 2012
Diese Alben werden mir vom Jahr 2012 bleiben. Die Aufstellung ist alphabetisch, ohne wertend zu sein.
ANTONY & THE JOHNSONS - Cut The World Die Stimme des New Yorker Sängers Antony Hegarty ist immer noch seltsam und seine Art zu singen gewöhnungsbedürftig. Aber er machte es einem noch nie einfacher, ihn kennen zu lernen wie auf diesem Orchester-Album.
BEN FOLDS FIVE - The Sound Of The Light Of The Mind Das amerikanische Piano-Bass-Schlagzeug-Trio ist nach 10 Jahren Trennung wieder zusammen – die Musik ist noch besser geworden. (Review)
BOB DYLAN - Tempest Das beste Bob Dylan-Album seit 10 Jahren ist zwar kein Meisterwerk, aber unverkennbar das Werk eines Meisters. Das Albumcover ist dagegen nicht einmal das Werk eines Amateurs. (Review)
STEPHAN EICHER - L'Envolée 30 Jahre nach seinem ersten Hit „Les Filles Du Limmatquai“ ist Stephan Eicher immer noch einer der interessantesten Schweizer Musiker. Sein neues Album ist kurz, virtuos, perfekt. Vielleicht das beste Eicher-Album in 20 Jahren.
HERBERT GRÖNEMEYER - I Walk Herbert Grönemeyer ist auf Englisch der sorgfältigere, vielfältigere, wärmere, interessantere und bessere Musiker. (Review)
SOPHIE HUNGER - The Danger Of Light Die Musik von Sophie Hunger hatte schon immer viel Seele. Nun hat sie auch noch viel Soul. (Review)
KETTCAR - Zwischen den Runden 10 Jahre nach ihrem grossartigen Debüt sind Kettcar immer noch Kettcar. Aber man hört, wie sich die Band musikalisch weiterentwickelte und erwachsener wurde. Ein Album, das mit wiederholtem Anhören wächst. (Review)
MUMFORD & SONS - Babel Keine Musik für Zyniker. Zum Glück bin ich keiner. (Review)
BRUCE SPRINGSTEEN - Wrecking Ball Kurz nach Erscheinen konnte ich mich mit diesem Album nicht anfreunden. Damals ahnte ich noch nicht, dass mich diese wütend trotzigen Songs dennoch durchs ganze Jahr begleiten würden. Ich denke, das grossartige, 3-einhalbstündige Springsteen-Konzert im Letzigrund hatte etwas damit zu tun. Eines der besten Konzerte, das ich je gesehen habe.
ZÜRI WEST - Göteborg Dieses Jahr war es genau 20 Jahre her, seit ich das erste Mal ein Konzert von Züri West besuchte (im März 1992 im Ustermer Stadthofsaal). Jetzt, 20 Jahre später, besuche ich immer noch Züri West-Konzerte, und es ist jedes Mal wieder eine grosse Freude, diese Band live zu sehen. Und auch auf Platte sind Züri West immer noch ein Erlebnis. „Göteborg“ ist ein entspanntes Album einer Band, die genug erlebt und geleistet hat, um nicht mehr allen Ansprüchen genügen zu müssen. So ist “Göteborg” eines ihrer musikalisch reichsten Alben geworden. (Review)
Herbert Grönemeyer - I Walk (2012)
Könnte es sein, dass Herbert Grönemeyer auf englisch der bessere Musiker ist als auf deutsch? Sein neues englisches Album könnte diesen Schluss zulassen.
Herbert Grönemyer, der erfolgreichste deutschsprachige Popmusiker aller Zeiten, singt englisch? Das ist schon fast seit 25 Jahren keine Kuriosität. 1988 veröffentlichte Grönemeyer mit "What's All This" eine Auswahl seiner deutschen Songs auf englisch, und 1993 brachte er das gesamte "Chaos"-Album auf englisch heraus. Mehr als ein netter Versuch war das aber nie - die Arrangements waren deckungsgleich mit jenen auf den deutschen Originalen, und die Texte hörten sich ungelenk an. Man hatte nie das Gefühl, Grönemeyer nehme das englische Experiment sehr ernst.
Anders jetzt auf "I Walk" - das ist ein ganz anderes Kaliber. Hier begnügt sich Grönemeyer nicht mit einer englischen Greatest Hits-Zusammenstellung, sondern liefert ein wirklich eigenständiges Album für den englischen Markt ab. Die Songs, ein Querschnitt durch seine letzten drei Alben mit einzelnen englischen Originalen, fügen sich zu einem stimmigen Gesamtwerk zusammen.
Und dabei entdeckt man einen richtig neuen Grönemeyer. Er versteckt sich nicht hinter grossen, lauten Arrangements, sondern ist ein sicherer, ernstzunehmender Sänger mit einer exzellenten Band. Der Sound dieses Albums ist warm, oft ruhig, überhaupt nicht aufdringlich, fast schon reduziert.
Und Grönemeyer singt so sorgfältig wie sonst fast nie in deutsch. Liegt es daran, dass er sich nicht hinter seinen ausgeklügelten Texten verstecken kann? Auf alle Fälle könnte man Grönemeyer fast schon mit einem Soulsänger verwechseln, zum Beispiel im wunderbar neu arrangierten "Flugzeuge im Bauch" ("Airplanes In My Head") oder im neuen Singalong "Same Old Boys". Der Titelsong (im Original "Ich versteh" von 2007) macht erst jetzt auf englisch richtig Sinn, "Stand der Dinge", 1998 noch ein Drum & Bass-Versuch, kommt hier fast kammermusikalisch daher.
Die prominenten Gäste (U2's Bono bei "Mensch", James Dean Bradfield von den Manic Street Preachers als Gitarrist und Anthony Hegarty als Duettpartner beim intensiven "Will I Ever Learn") drängen sich zum Glück nicht auf - in den Verdacht, er wolle sich mit ihnen einfach zusätzliche PR in England holen, kommt Grönemeyer nicht.
Auf "I Walk" hören wir einen Grönemeyer, den wir auf seinen deutschen Alben so noch nie zu hören bekamen. Einen Grönemeyer, der musikalisch nicht einfach mit dem Bulldozer alles niederwalzt, sondern einen Grönemeyer, der vorsichtiger, vielschichtiger vorgeht. Einen Grönemeyer, den wir uns auch auf deutsch wünschen würden.
Es könnte tatsächlich sein, dass Herbert Grönemeyer auf englisch der bessere Musiker ist als auf deutsch.
groenemeyer.de
EAT THE MUSIC: Alle Grönemeyer-Artikel LIVE-FOTOS: Grönemeyer live in Zürich / Montreux / Bern
Tori Amos - Gold Dust (2012)
Neue, kitschige Kleider für Toris Mädchen. Leider ist dieses Orchesteralbum sein Geld nicht wert.
Ich stehe der Idee von Popmusikern, die ihre alten Lieder mit Orchesterarrangements aufpeppen, grundsätzlich nicht so kritisch gegenüber, wie man das denken könnte. Wenn es die Musiker und ihre Arrangeure richtig anstellen, kann dabei (im besten Fall) spannende oder (wenigstens) berührende Musik herauskommen. Aktuellstes Beispiel ist Anthony Hegarty, der seinen sowieso schon sehr orchestralen Songs mit den klassischen Arrangements die perfekte Form gibt (Album: "Cut The World"). Sogar Sting und Peter Gabriel lieferten vor kurzem keine schlechten Orchester-Alben ab.
Im weniger guten Fall kommt es so heraus wie mit "Gold Dust" von Tori Amos. Frau Amos liess ihre Songs vom niederländischen Metropole Orchestra aufmotzen. Man fragt sich bloss, weshalb.
Denn ist ist ja so, dass die Songs von Tori Amos schon von Anfang an nicht unbedingt durch Abwesenheit eines Orchesters auffielen. Schon auf ihrem (formidablen) Debüt "Little Earthquakes" (1992) und dem Nachfolger "Under The Pink" (1994) enthielten die besten Songs wunderbare Streicherarrangements ("China", "Winter", "Silent All These Years", "Pretty Good Year"). Und viele dieser Songs finden sich nun auch auf "Gold Dust" wieder. Die Arrangements klingen praktisch unverändert - einfach opulenter, breiter, mit grösserem Orchester aufgenommen. Die Songs werden dadurch aber nicht besser - und meistens klingen sie sogar routinierter, abgeklärter als im Original. Und manchmal nimmt das neue Arrangement den Songs sogar die Kraft - "Precious Things" zum Beispiel klang noch nie so blutarm.
Tori Amos bezeichnet ihre Lieder gern als ihre girls, ihre Mädchen. Mit "Gold Dust" hat sie ihren Mädchen (manche davon sind schon keine Teenager mehr) einfach neu eingekleidet. Etwas kitschiger, übertriebener, mit viel Make-up. Dabei hätten sie in Hemd und Latzhose viel besser ausgesehen.
LIVE-FOTOS: Meine Tori Amos-Konzertfotos
Am Anfang waren Del Amitri
Vor genau 15 Jahren startete ich meine Sammlung mit Konzert-Setlisten.
Der 9. Oktober 1997 war ein verregneter Tag in Zürich. Als ich endlich im alten Palais Xtra (noch nicht im Limmathaus) drin war, war ich platschnass. Aber das machte nichts - während des Konzerts an diesem Abend war es sowieso heiss und schwitzig. An jenem Abend traten Del Amitri aus Schottland im Xtra auf - eine meiner Lieblingsbands zu jener Zeit. Das Konzert war laut und überraschend rockig, die Band in guter Stimmung. Ich stand direkt vor der kleinen Bühne. Dass ich mir am Schluss des Konzerts die Setliste krallte, die am Bühnenmonitor von Sänger Justin Currie klebte, war wohl eher ein Reflex. Vielleicht auch der Wunsch, von diesem schönen Abend ein Souvenir zu haben. Und seither gehört die Jagd auf die Setliste an Konzerten bei mir einfach dazu. Wenn ich an Konzerten vor der Bühne stehe - und ich stehe oft vor der Bühne - dann nehme ich mir wann immer möglich die Setliste mit. Manchmal muss man bei den Roadies betteln, manchmal braucht's ein nettes Lächeln meiner Frau, manchmal eine Portion Frechheit oder ein kleines Wettrennen mit anderen Setlisten-Sammlern (von denen gibt es immer mehr). Und bei Züri West kam's sogar schon einmal vor, dass Kuno Lauwne die Setlist extra für mich aus der Garderobe holen liess, als er mich vor der Bühne sah. So kamen über die Jahre über 50 Setlisten zusammen, handeschriebene, getippte, kopierte, verzierte, zerknüllte und signierte. Aus Zürich, Basel, Genf, Montreux oder Bern. Und angefangen hat alles mit einem Konzert von Del Amitri vor genau 15 Jahren. Hier gibt's alle Setlisten zu sehen (u.a. mit R.E.M., Stephan Eicher, Beck, Züri West, Kettcar)...
Sophie Hunger - The Danger Of Light (2012)
Es hat einen Grund, weshalb ich nun mindestens eine Woche warte, bis ich meine Meinung zu einem neuen Album abgebe. Das vierte Sophie Hunger-Album wurde in wenigen Tagen von einem etwas ziellosen Werk zu einer richtig spannenden Angelegenheit.
Bei den ersten paar Hördurchgängen von "The Danger Of Light" fiel mir vor allem der Sound auf: jazziger ist er geworden, wärmer, aufgenommen mit zwei Bands (ihrer Schweizer Band und einer Band aus amerikanischen Musikern) - und trotzdem wie aus einem Guss, wie man so floskelt. Die Songs dagegen kamen mir zu Beginn etwas gar ziellos vor, ich konnte mich darin nicht so gut zurechtfinden. Zum Glück nahm ich mir die Zeit, das Album noch genauer anzuhören. So entdeckte ich nadisna viele Highlights. Diese habe ich bis jetzt gefunden:
Am schnellsten ist mir als Popsong-Liebhaber natürlich "LikeLikeLike" eingefahren. Dieses luftig leichte Lied über die Aufregung des Versteckt-Verliebt-Seins ist wunderbar, es steckt an, schon beim zweiten Refrain trällert man mit. Sophie Hungers Musik hatte schon immer viel Seele - mit diesem Lied hat sie nun auch viel Soul bekommen.
Bei "Das Neue" besticht nicht unbedingt der etwas platte deutsche Text, dafür das stimmige Jazz-Kleid mit einem sehr schönen Refrain.
"Heharun" ist ein staubtrockener Song, Sophie Hunger singt im Stop-And-Go-Modus - und Red Hot Chili Peppers-Gitarrist Josh Klinghoffer begeistert mit einem herrlich verschrobenen Solo. Der Song hat Potenzial.
In der Mitte des Albums steht die Freiheitsstatue. Genauer gesagt "Z'Lied vor Freiheitsstatue", ein wunderschöner, ruhiger Klaviersong, unaufdringlich und trotzdem fast sowas wie ein Song-Monument. Klinghoffer hält sich zurück und spielt nur ein paar leise Töne - und beweist, dass er ein Meister des Understatements ist.
Der Höhepunkt von "Holy Hells" kommt eigentlich schon nach 14 Sekunden. Dann nämlich setzt der geniale Michael Flury mit seiner Posaune ein, tief und bedrohlich und trotzdem unglaublich sexy. Das ganze Lied ist so tanzbar wie wenig sonst im Hunger-Katalog.
Wer sich überlegt, das neue Sophie Hunger-Album zu kaufen, der soll sich unbedingt die Special Deluxe Edition (oder die Doppel-LP mit CD) zulegen. Denn dort bekommt man sechs weitere Songs, unter anderem das verführerische "The Musician" und die wunderschöne Bob Dylan-Coverversion "One Too Many Mornings" - nicht einfach nur Zugaben, sondern echte Perlen.
"The Danger Of Light" ist kein Album, über das man sich nach 2x hören schon eine Meinung bilden kann oder sollte. Mehrfaches Hören wird belohnt - man entdeckt mit jedem Mal mehr Beweise, dass Frau Hunger einmal mehr als Songwriterin gewachsen und ihre Band noch besser geworden ist.
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