" Doch dann legt die Musik los, und alles ist ganz anders: Das Schlagzeug trommelt schweren Beat, manchmal wird er auch auf ein Ölfass gehämmert und treibt die Stücke vor sich her. Verzerrte Gitarren kreischen auf und mischen sich in elektronische Schlieren aus dem Synthesizer, schließlich trötet eine Trompete, die wie ein fernes Echo aus New Orleans klingt. Manchmal blitzen zwar noch die alten Melodien im Weill- und Eisler-Sound durch, die man aus der originalen Proletenpassion noch im Ohr hat – wie eine alte Schrift auf einem Palimpsest. " ( Die Zeit )
" … Die Musik von Gustav & ihrer Band ist intensiv, expressiv, ja, auch pathetisch, zugleich scheint sie dem Hörer zu sagen: Hört her, so funktioniere ich, ich lasse euch romantisch glotzen und eure Herzen revolutionär schlagen, ihr wisst das, ist es nicht trotzdem schön? Sie ist nur kabarettistisch, wenn's nötig ist, spottet kaum, lächelt eher. " ( Die Presse )
“ Endlich! Endlich einmal nicht durch ein Übermaß an Ironie zerbrochenes Schulterzucktheater, endlich einmal keine gelähmte Ratlosigkeit, nur weil die Welt nun einmal eben so (komplex, undurchdringlich und widersprüchlich) ist, wie sie ist, endlich einmal Mut zur klaren politischen Haltung, obwohl – oder gerade weil – eine klare politische Haltung so schwierig, kompliziert und vorbelastet ist! “ ( nachtkritik.de )
“ Anfang dieses Jahres kam die "Proletenpassion 2015 ff." heraus, musikalisch erfrischt durch Gustav, deren Band und Knarf Rellöm. Aber was heißt da erfrischt: Auch ohne den Überbau wäre dies ein fabelhaftes Konzert, ungemein vielgestaltig und immer völlig konkret, punkig und auch mit viel Grandezza ausgestattet. Neun Leute stehen auf der Bühne, ein paar der Neun singen, lesen Verlautbarungen vor, erzählen. Die anderen spielen Schlagzeug, Bass, Gitarre, Posaune, Klavier, Keyboard oder Melodika, und unter allen sticht Gustav heraus, das präzis schlagende Herz der Musik. Eva Jantschitsch ist eine mit viel Energie aufgeladene Schönheit, und sie singt fabelhaft anrührend, wild, mit Pathos und einer im Halbdunkel leuchtenden Stimme ausgerüstet. “ ( sueddeutsche )
im theater am arsch, in wien.