On the road to, around and from Mandalay - exploring Myanmar
So, nun sind wir seit gut eineinhalb Wochen in Myanmar (ehem. Burma) unterwegs und auch dieses südostasiatische Land gefällt uns sehr gut. Da die Regierung über Jahrzehnte eine Politik der Abschottung nach außen verfolgte ist es touristisch noch nicht so erschlossen wie z.B. Thailand oder auch Vietnam, am ehesten fühlt man sich an Laos erinnert, vor allem was die Länge und Abenteuerlichkeit mancher Fahrten zwischen den einzelnen Orten angeht.
Wir starteten mit drei Nächten in Yangon, ehemals Rangun. Myanmars größte Stadt ist voll mit beeindruckenden, vergoldeten Riesenstupas, die alles in Ihrer Umgebung überragen. Als Überbleibsel der Briten gibt es jede Menge, oft recht heruntergekommene, überwucherte Kolonialbauten, die der Stadt einen teils morbiden Charme verleihen. Die Stadt brummt mit Geschäftigkeit; auf den Gehwegen und Straßen wuseln Menschen, Hunde und Katzen rund um Garküchen, Stände und Obstverkäufer. Auch die Geruchseindrücke sind intensiv und etwas gewöhnungsbedürftig, genau wie das allgegenwärtige Betel kauen und spucken.
Der nächste Stopp war Pyay, knapp 250 km (und 7 Busstunden!!!) nördlich, auf halber Strecke nach Bagan. Auf der Fahrt fernab vom großen Highway wurde erst so richtig deutlich, wie traditionell viele Burmesen leben und arbeiten: Feldarbeit mit Ochsen, Teer wird über Feuer in Tonnen heiß gemacht, überall (auch auf den Straßen) laufen Hunde, Katzen, Hühner und Kühe frei herum und Pferdekutschen transportieren Menschen und Waren... und in dieser ländlichen Region mit wenig Touristen waren auf einmal wir die Sehenswürdigkeit für die Locals.
Nach einer Nacht im sehr untouristischen Pyay und dem ersten Magen/Darm-„Zwischenfall“ (Conny!) nach drei Monaten in Asien, begaben wir uns auf das nächste Abenteuer: die Weiterfahrt nach Bagan. Wir fuhren in einem in die Tage gekommenen Minnivan ohne Klimaanlage, ein sogenanntes „Shared Taxi“, was bedeutet, dass es für optimale Auslastung so voll wie möglich sein muss. Deswegen steigen ständig Leute ein oder aus und man hält an neuralgischen Punkten (vermuten wir zumindest) um mehr Kunden zu bekommen. Gerne werden auch Dinge oder Menschen auf dem Dach transportiert, in unserem Fall waren es ca. 30 leere Kanister, die in einer halbstündigen Aktion minutiös mit diversen Seilen festgebunden wurden. So brauchten wir für 250 km fast 10 Stunden und kamen recht entnervt und kaputt bei Dunkelheit in unserem glücklicherweise schönen Hotel an. Nach so einem Tag ist eine gute Unterkunft enorm wichtig!
Bagan war ehemals Königssitz und ist heute eine archäologisch bedeutsame Tempel–Ebene: auf einer riesigen Fläche stehen unzählige Tempelanlagen unterschiedlicher Epochen und in sehr unterschiedlichem Zustand. Die UNESCO hat sich zum Glück schon vor einiger Zeit der Instandhaltung gewidmet und so ist diese archäologische Stätte auf jeden Fall einen Besuch wert. Einen ganzen Tag lang fuhren wir mit unserem E–Roller lautlos über sandige Straßen von einem beeindruckenden Tempel zum nächsten, kraxelten an einigen hoch und genossen eine Wahnsinnsaussicht sowie eine leichte Brise. Sehr empfehlenswert!
Nach zwei Nächten ging es dann weiter nach Mandalay, dazu in Bälde mehr!
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For one and a half weeks we’ve been on the road in Myanmar (Birma) and so far we very much enjoy this less touristy version of Southeast Asia. As the government only recently opened its borders for foreigners everything is still very traditional.
We spent three nights in Yangon (former Rangoon), Myanmar’s biggest city which is full of run-down colonial buildings, glorious golden stupas and pagodas towering over everybody and everything. The streets are ever busy and full of people, dogs and cats populating the sidewalk and the many stalls where food, fruit and other products are sold - such as betel quids for example. Some of the smells are quite strong and the notorious spitting (of betel remains) is something you’ve got to get used to...
Our next stop was Pyay (Prome) some 250km northwest and it took us 7 hours by bus to get there. As we went on a smaller road we got a good impression of basic rural life like ox and horse carts used for farming and transport, tar for road works being prepared over open fire in big metal barrels, animals roaming freely and everywhere... and somehow we found ourselves being the main attraction here.
We spent a night in untouristy Pyay and with the first digestive bug (Conny!) after travelling for three months we drove on to Bagan. This time we took a shared taxi, which means a Minivan (without air-con) that stops like a thousand times to get more passengers on and off the bus, and of course load and unload ”luggage” (e.g. thirty empty canisters on the roof). So a journey of 250km lasted almost 10 hours and we arrived beat and exasperated in the dark at our nice hotel. On days like these you realise how important a good accommodation is!
Bagan is a former royal city which is now a UNESCO world heritage site because of its vast plain full of temples and ruins of different royal periods. We spent a whole day riding soundless around these sights on an electrical scooter and tremendously enjoyed climbing some of the ruins for astonishing views of the surroundings. A very recommendable experience!
Two nights later we headed towards Mandalay, but that’s a story for another time...













