Warum die Kids lieber Anleitungen auf Youtube anschauen statt sie zu lesen
Vieles existiert sogar inzwischen nur noch als YouTube-Video, und diese Entwicklung nervt mich sehr. Videos kann man im Gegensatz zu Texten nicht auf einen Blick ansehen, ob sie was taugen, man kann sie nicht überfliegen, und viele sind komplett Zeitverschwendung.
Vielleicht ist es aber gar nicht "Die Kids können nicht mehr lesen bzw. sich auf einen längeren Text konzentrieren", sondern: die Welt ist so schnellebig, dass das klassische Rechercheverhalten nicht mehr funktioniert. Für Vieles gibt es keine Referenzbücher, keine jahrzehntelange entstandene So-macht-man-es-am-besten-Tradition, keinen Konsens.
Also schaut man sich um und spricht miteinander: wie verwendest du X, was machst du bei Y, welches Detail von Z kann ich bei dir entdecken? Kein Anspruch auf Vollständigkeit, kein Anspruch auf sortiertes und strukturiertes Wissen. Statt dessen: Nagivation des aktuellen Problems, pragmatisch, interdisziplinär, gern unkonventionell, und immer: konkret.
Und genau das sind YouTube-Videos: jemand erzählt, wie er persönlich ein kleine Thematik bearbeitet. Fast so, als ob ich meinen Freundeskreis frage, allerdings skaliert.











