"Defend R94"
Graff in Sydney in solidarity with Rigaer 94, an anarchist house-project in Berlin under imminent threat of eviction

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"Defend R94"
Graff in Sydney in solidarity with Rigaer 94, an anarchist house-project in Berlin under imminent threat of eviction
Das boycottairbnb Plakat spricht mir aus der Seele Leider ist Berlin inzwischen so hip und begehrt und dadurch so proppenvoll, dass für die Menschen die hier leben viele grundlegende Dinge nicht mehr selbstverständlich sind. Es ist ein ständiger Kampf. Ein Kampf eine Wohnung oder einen Job oder Studienplatz zu finden, einen schönen Kitaplatz für die Kinder, ja sogar einen Platz bei einem Kinderarzt haben wir erst nach etlichen Telefonaten in einem anderen Bezirk gefunden. Es fühlt sich ein bisschen an wie Reise nach Jerusalem spielen. Wenn man erstmal einen Platz hat hält man ihn so gut es geht fest und hält die Klappe. Unsere Ansprüche haben wir schon lange über Bord geschmissen. Angesichts dieser Situation finde ich eine Diskussion über die Berechtigung privater rbnb Wohnungen völlig überflüssig. Wer eine Wohnung, die ihm nicht gehört und in der er normalerweise nicht selber wohnt, an Touristen vermietet, profitiert von der Gentrifizierung und der Verdrängung sozial Schwächerer aus der Innenstadt. Es ist traurig was in Berlin gerade passiert und die Menschen, die am Wandel unserer Kieze verdienen werden sich wahrscheinlich erst abwenden wenn unsere Innenstadt jeglichen Reiz verloren hat weil auch der letzte kleine Laden durch einen Optiker oder eine Fressbude ersetzt und das letzte besetzte Haus luxussaniert ist und keiner mehr Lust oder Geld hat hier zu leben. Um das zu verhindern müsste aber mal jeder aufhören sich immer selbst der Nächste zu sein und sich hinter der eigenen Joblosigkeit, dem bösen Chef oder ,,naja so ist nunmal die Welt" zu verstecken. Für mich wie gesagt keine Diskussion: boycottairbnb