Man nennt sie Algiz – die aufgehobene Hand des Nordens, das Geweih des Elchs, das Zeichen, das Grenzen zieht, damit das Innere heil bleibt. In stillen Nächten, wenn der Wind an den Ziegeln lauscht, hebt sich dieses Zeichen wie ein kleiner Leuchtturm im Grün der Tiefe und sagt: Hier ist Schutz. Hier ist Weg.
In alten Sagen stellte man Algiz an Durchgänge: Schwelle, Tor, Schlaf. Wo ein Schritt unsicher wurde, spannte die Rune einen unsichtbaren Bogen zwischen Himmel und Erde. Darum wirkt sie wie ein Baum und wie ein Stern zugleich – Wurzeln unten, Helle oben, dazwischen der Atem.
Wenn du vor dem Bild stehst, breite die Finger zu einem Y, so wie es die Rune tut. Atme dreimal ruhig ein und aus. Beim Einatmen: „Ich bin behütet.“ Beim Ausatmen: „Ich bin klar.“ Du wirst merken, wie der Raum sich ordnet – nicht laut, sondern wie Schnee, der fällt, ohne den Wald zu wecken.
Algiz ist kein Talisman für Kriege, sondern für Entscheidungen.
Sie sagt: Wähle, was dich wachsen lässt. Sag Nein, wenn es dein Ja bewahren soll. Und geh weiter, wenn die Furcht klein genug ist, um in deiner Tasche zu schlafen.
Wer das Zeichen bei sich trägt, erinnert sich schneller an die eigene Mitte.
Wer es an die Wand holt, lädt einen stillen Wächter ein, der nur zwei Pflichten kennt: bewahren und erhellen.
Hol dir die Schutzrune Algiz










