Deine Beine zittern, der Wind ist schneidend, die kalte Luft bildet Kristalle vor deinen Augen die glitzernd zu Boden sinken. Gleich ist es geschafft, nur noch durch diese Wolke vor dir, dann sollte der Gipfel in Sicht sein.
Du ziehst die Kapuze tiefer ins Gesicht, senkst den Kopf und Schreitest hindurch. Plötzlich, Windstille. Eine ewig weite Ruhe.
Dort oben ist es, dein Ziel, der Gipfel.. du nimmst nochmal alle Kraft zusammen und läufst los. Sicher setzt du Fuß um Fuß auf den kahlen kalten Stein. Er wirkte schon fast gehauen, so glatt und metallisch schimmernd..
Du schaust hinauf, der Himmel leer, perfektes Schwarz, alles verschluckend. Doch was ist das für ein Licht? Ein orangerot flackerndes Licht versteckt sich hinter der Spitze. Stein um Stein, Absatz um Absatz kämpfst du dich voran.. es fühlt sich komisch an.. je höher du kommst, so leichter fühlen sich deine Beine an, umso leichter fühlst du dich .. die Anstrengungen fallen von dir. Die letzten Schritte zum Gipfel sind so leicht wie das ins Bett fallen nach einem langen Tag..
Du stützt dich an einem großen Brocken ab, schaust dich in alle Richtungen um , ein gigantisches Wolkenmeer versteckt die Welt unter dir, und versteckt dich vor ihr.
Du wanderst um den Brocken herum, dort , ein paar Meter vor dir , unter dir, ist das flackernde Licht hinter einem in 2 gebrochenen Felsen. Deine Neugier ist geweckt , wer oder was ist dort, fragst du dich.
Deine Neugier treibt zum Licht, du trittst um die Felshälfte herum. Dort an einem Feuer in einem Steinkreis sitz sie, die Silhouette, der Schatten den du verwandeln kannst. Eure Blicke treffen sich, du meinst ein Lächeln zu erkennen. Der einladenden Handbewegung folgst du gerne. Der Schatten rutscht ein Stück zur Seite, du setzt dich neben ihn. Eure Schultern berühren sich. Das Feuer strahlt eine angenehme Wärme aus, sie erfüllt deinen Körper und verbrennt jeglichen Schmerz, alle Sorgen und Ängste.. und säufzt erleichtert. Der Schatten schaut dich an, legt einen Arm um dich , und lässt euch nach hinten fallen.. auf eine dicke , weiche Decke. Du spürtest nichtmal wie du den Boden berührt hast..
So liegt ihr dort aneinander, die Handrücken streifen sich und.. Stille, harmonische Stille. Nur das knistern des Feuers..
Der Schatten zeigt in den Himmel, deutet umher..
Der Schatten blickt zu dir, legt seine Hand auf deine Stirn, sanft schließt er dir die Augen. Das knistern des Feuers verstummt mit diesem Lidschlag.
Die Hand streicht dir von deiner Stirn Strähne zu Seite und verschwindet. Du stehst deinen Kopf zur Seite, dort sitzt der Schatten, sich nach hinten abstützend, den Kopf im Nacken. Ein breites lächeln im Kontrast zu den leeren wirkenden Augen ziert sein Gesicht. Sein Blick in den Himmel. Du drehst deinen Kopf zurück blinzelst und mit einmal leuchtet der Himmel in allen Farben, ein wunderschönes Farbenmeer erleuchtet denn Himmel, in langen Fäden drengen sich die Farben . Die Sterne leuchten um die Wette. Nichts versteckt sich vor deinem Blick, du siehst alles klar.. du fühlst dich als würdest du nicht mehr auf einer Decke auf Boden liegen.. es fühlt sich an wie schweben. Keine Last existiert mehr.. um dich herum schwinden die Konturen , der Himmel , die Schönheit wird immer heller und schärfer, dein Blick grenzenlos.. der Schatten greift seine Hand , drückt sie fest. Lenkt deinen Blick und dort.. eine Schnuppe sie fliegt am Horizont entlang und explodiert in einen riesigen Funkelregen der langsam gen Erde rieselt.. wie die Tropfen des Regens, im Licht bunt flimmernd und verglühend..
Meinen Wunsch, für deine Nacht und deine Ruhe. Schlaf schön..