Schnee von Weitem
Wie weiß und dicht und heiter tanzt
der Schnee in unschuldigen Flocken
dem Boden zu, der schafft‘s nicht ganz
sich von dem Schnee mit 2°+
noch dauerhaft zu distanzieren.
Wie er noch kämpft, es kommt wie‘s muss:
die Erde wird den Kampf verlieren.
Doch weiß und unschuldig wirkt sie,
grad weil sie die Distanz jetzt aufgibt,
denn die Bedrängnis endet scheinbar nie.
So ist die Erde allzu menschlich,
die Sehnsucht kann auch uns verlocken,
sodass wir uns zu distanzieren zieren.
Distanz soll – dass ihr selig werdet -
angeblich zeigen, dass man liebt;
wir aber bleiben unverfror‘n geerdet














