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Second Entry 11.1.16
Kia Ora! (Wilkommen auf Maori) Bevor ich von meiner Farm ,auf der ich noch zurzeit bin ,möchze ich noch eine Sache erzählen die sofort auffällt: Die enge Eingliederung der Maoris in das Leben Neuseelands. Wo in anderen Länder die idigene Kultur diskriminiert (Australien) oder schon fast ausgestorben (USA) ist, ist in Neuseeland sind die Maori fester Bestandteil des Neuseeländischen Lebens und vor allem der Kultur. Und das finde ich richtig klasse. Die Maori sind ein starkes Kriegervolk, welches vor ca 900 Jahren auf Neuseeland gelandet sind. Die enge Eingliederung basiert auf einer Art Friedensvertrag, unterzeichnet 1840. Treaty of Waitangi) Heutzutage merkt man davon, schon ohne viel rumgereist zu sein, sehr viel. Am Flughafen wird man schon mit Kia Ora!, und Holzschnitzereien an den Wänden in Empfang genommen. In der Stadt sind Maoris auch nicht zu übersehen, da sie meist sehr groß und extrem massig gebaut sind, nicht fett aber kräftig. Das gilt übrigens genauso für die Frauen. Viele Menschen haben zudem Tattoos der Maori, die zugegeben auch echt geil aussehen. Und es kennt auch jeder die Rugby-Nationalmannschaft "All Blacks" mit dem Haka-Tanz vor ihren Spielen. Wer es nicht kennt, sofort bei Youtube gucken! Naja, eben diese Maorikultur empfängt mich auch in Whangarei wo ich nach einer 3-stündigen Busfahrt von meinem neuen Host abgeholt werde. Es befindet sich dort ein Info-Center für Touris, aber auffallend ist, dass jeder Text auch in Maori übersetzt ist. Sehr interressante Sprache. Jedenfalls werde ich also nach etwas warten abgeholt, von der Amerikanerin Joy Stockwell, einer liebenswürdigen und chaotischen alten Dame, die mit ihrem Sohn Austin (Cooler Typ!) in den Hügel von Whangarei lebt. Wir lernen uns also schnell kennen und müssen noch ein paar Besorgungen machen bis es zu ihr nach Hause geht. Die Autofahrt dorthin führt am Meer entlang und über Hügel stets mit traumhafter Aussicht auf den Parua Bay und dem merkwürdigen aussehenden Mt. Manaia. (Bilder) Angekommen werden wir von ihren Schafen, kleinen Lämmern und Rabea begrüßt. Rabea ist auch ein(e) Wwoofer(In), ist 19 und kommt auch aus Deutschland. Sehr freundlich :) Da ich zu spät mit dem Bus dran war (der vorige war ausgebucht) soll ich auch direkt anfangen zu arbeiten. Laub harken, oder wie sie es nennt - "Grass massieren". Eher unspannende Aufgabe, dennoch bin ich begeistert durch die traumhaften Ausblicke nach Osten und Westen, auch aus meinem Fenster. Das Haus besteht aus 3 kleinen Appartments und ist schon sehr alt. Joy ist hier seit 3 Wochen erst wieder da, denn sie war für 7 Monate zurück in Santa Fe, USA, um ihren Mann zu besuchen. Dementsprechend sah auch der Hof überwuchert und etwas chaotisch aus. Das umschreibt sue liebevoll mit dem Wort "Funky". Nichtsdestotrotz ist es hier sehr idyllisch und wunderschön. :) Sie kann übrigens sehr gut kochen. Zu essen gibt es soviel Bio wie es nur geht. "Organic" heisst das hier. Und man muss sagen, das schmeckt sehr viel besser als Sachen nur aus dem Gefrierschrank. Sie lässt auch ein paar mal pro Jahr eines ihrer Schafe schlachten, und dieses Fleisch verkauft sie zum Teil und zum Teil essen wir es. Grüne Miesmuscheln (die ihr auf dem Bild seht), sind in Europa nur als teure Delikatesse zu erhalten, aber hier gibt es sie spottbillig im Supermarkt zu kaufen. Und sie sind wahrlich eine Mundmassage. Könnte ich mich reinlegen. Mein Appartment teile ich mir mit Rabea. Der Tagesablauf ist hier seehr entspannt, und die Arbeit beginnt meist um 11 Uhr morgens. 5 Stunden sollen wir am Tag arbeiten. Außer Graß massieren und Unkraut rausreissen haben wir bis jetzt auch die Garage gefegt und aufgeräumt, sowie die Regenrinne gesäubert. Am Freitag hatte es geregnet, also hat uns Austin mal eben zum Schwimmbad gefahren während die beiden Besorgungen in Whangarei gemacht haben. Da sie 1 1/2 Stunden quasi zu spät waren sind wie vom Schwimmbad zum Stadtzentrum gelaufen und haben uns in ein Cafe gesetzt. Das Cafe hatte unglücklicherweise ein Klavier, also durfte ich die anderen Gäste mit meinem Geklimper verscheuchen. Ein paar haben mich sogar gefilmt, und am Ende musste ich nichtmal mein Käffchen bezahlen. Noice. Guter Tag jedenfalls und danach wurde auch das Wetter wieder gut. Ein paar Fotos die ich bereits hochgeladen habe, stammen von dem Abend. Traumhaftes Wetter und traumhafter Sonnenuntergang. Vom Sternenhimmel will ich gar nicht erst anfangen. Stunden könnte ich damit verbringen einfach doof in den Himmel zu glotzen, und die Milchstrasse beobachten. So hell hab ich die Sterne noch nie gesehen, und Sternschnuppen konnte man auch sehr viele sehen. Da ich auf der Südhalbkugel bin ist der Sternenhimmel ist hier übrigens über Kopf. Das sieht man besonders gut am kleinen Wagen. Oder am Mond. Das Gesicht des Mondes ist hier umgedreht. Also ist hier alles traumhaft idyllisch. Die Leute sind hier so unglaublich gastfreundlich, das kann man sich nicht vorstellen. Die würden selbst einen Einbrecher auf einen Tee und Keksen einladen, hab ich das Gefühl. Was auch noch bemerkenswert ist, dass hier Papageien herumfliegen. Diese sind nicht etwa einheimisch oder so, nein, sie sollen aus einem Zoo entflohen sein und sich hier in den Bergen eingenistet haben. Einen Kiwi habe ich allerdings noch nicht sehen können, und werde ich wahrscheinlich auch nicht. Die Kiwis sind nachtaktive Laufvögel (oder wie man das auch nennt) und stark bedroht. Das aus Australien eingeschleppte Opossum ist der Todesfeind des Kiwis. Die Opossums sind sehr verhasst in Neuseeland und man sieht alle paar Kilometer ein totes Opossum auf der Strasse. Wenn der Otto-Normal-Neuseeländer ein Opossum auf der Straße sieht, gibt er nochmal extra Gas. Aber in manchen Gebieten und Nationalparks sind die Kiwis noch gut verbreitet, und vielleicht krieg ich ja noch einen zu sehen, oder zu hören. Sie sollen wohl sehr laustark in der Nacht herumkrächzen. Am Dienstag oder Mittwoch werde ich wahrscheinlich zu meiner nächsten Farm aufbrechen. Wo es genau hingeht, weiss ich noch nicht. Das werdet ihr dann schon sehen 😄