20.02.2016
gut gefüllter moritz ist zurück.
war bei einer schönen frau und opernsängerin in der elterlichen villa.
auf torte, käse und hausmusik.
die wände geschmückt mit bildern, dicke teppiche auf dem parkett.
die dame des hauses, eine sehr kleine muntere und äußerst gesprächige frau.
der größere teil der herren suchte emsig mit allen mitteln der einbruchskunst, ein buffet zu öffnen, in dem sich der bessere teil, des ohnehin verschwenderischen silberschatzes verborgen hielt.
so waren alle beschäftigt und langeweile hatte keine möglichkeit aufzukommen.
die schöne tochter hat sich auf den ersten blick kaum verändert.
immer noch die gleichen locken.
lippenstift.
ich freu mich wenn menschen sich schön machen.
meine mutter hat viele jahre ihres lebens das haus auch nicht ungeschminkt verlassen.
nur über ihre haare war sie nie besonders glücklich.
da hat es die sängerin besser getroffen.
auf jeden fall war dieser nachmittag erfreulich und ganz andere menschen als in der letzten zeit.
macht mut, daß ich das noch kann, es gibt durchaus tage an denen ich mir da nicht sicher bin.
und ein wenig sicherheit kann ich zur zeit gut brauchen.
merke ich in kleinsten dingen.
meine neue kaschmirjacke hat sich deutlich gepeelt.
ich hatte große sorgen, daß ich das luxusteil ruiniert habe.
ängstlich im geschäft angerufen um zu fragen was man da machen kann.
man riet mir freundlich einfach vorbeizukommen.
das ding in eine papiertüte gepackt und mit dem nächsten bus in die city.
jetzt bin ich also fachmann für kaschmir.
und im besitz einer kleinen pulloverscheermaschine.
wird morgen ausprobiert.
manchmal muß man einfach nur fragen.
und in haushaltsdingen war ich noch nie besonders bewandert.
aber kann ja noch kommen.
ich werde den mut nicht sinken lassen.
und wenns nur um strickwaren geht.











