Simapaloooooooza!!
Nachdem wir die 1. Nacht auf der Farm überlebt haben, ging es dann auch in aller Frühe schon wieder zurück nach Whitehorse, da wir das Closing-Wochenende vom hiesige Skigebiet Mt. Sima mitnehmen wollten. Da Miri aufgrund ihrer Verletzung nach wie vor nicht Ski fahren kann, war meine Vorfreude wohl etwas größer als ihre. Aber ich war nicht nur wegen des Ski Fahrens extatisch, sondern auch, weil ich einen guten Freund, ehemaligen Arbeitskollegen & Mitbewohner (Fin) aus meiner Zeit im Skigebiet in Neuseeland wiedersehen sollte, der hier aus der Nähe her stammt & verlauten ließ, dass man sich hier definitiv treffen würde.
Außerdem versprach uns unserer Manager von Shames, dass er dem Mt. Sima Manager schreiben werde, dass wir kommen & wir deshalb alles umsonst bekommen würden. Es war seine Art Miri & mir für unsere gute Arbeit zu danken. Also bekam ich meinen Liftpässe & Leihskier direkt für Lau und fühlte mich wie ein Promi. Dieses Gefühl wurde verstärkt, als ich nach ein paar Abfahrten Francis & seine Crew getroffen habe, der hier Local ist & mit dem Miri & ich auf Shames Mt. zusammengearbeitet haben. Da hier Simapalooza war, fühlte ich mich aber underdressed, da sich hier alle zum Thema Alice im Wunderland angekleidet haben. Trotzdem dauerte es nicht allzu lang, mich in die Gruppe einzufügen.
Miri hat unterdessen in der Lodge gechillt & genoss es, nicht mehr arbeiten zu müssen. Es tat mir zwar etwas leid für sie, dass sie dort alleine sitzen musste, aber es gab in der Base Area Live Musik & Bier, weshalb ich mir dachte, dass sie schon klarkommen wird. Ich bekam derweil von den Locals die besten Pisten gezeigt & es wurde auch die ein oder andere Sportzigarette geraucht.
Irgendwann kam dann auch Fin auf den Berg, der witzigerweise ebenfalls zu der Gruppe dazugehörte, mit der ich unterwegs war. Es war schwer für mich zu fassen, ihn nach all den Jahren wiederzutreffen, am anderen Ende der Welt, in seiner Heimat & mit ihm wieder Ski zu fahren. Schnell war es so wie damals in unserem Wohnzimmer & man merkte nicht mehr, dass man 8 Jahre keinen wirklichen Kontakt hatte.
Wir ließen es auf der Piste richtig krachen, bis um 5 die Lifte dicht machten. Der Tag war aber danach noch lange nicht vorbei, da Miri & ich von den anderen noch zu einer Party am Fuße des Berges eingeladen wurden auf dem Grundstück eines Paares der Gruppe auf Lagerfeuer & Kaltgetränke vorbeizukommen. Perfekt!! Wir hatten eh vor irgendwo in der Stadt zu schlafen, um nicht erst wieder zurück zur Farm zu müssen. Außerdem hatten wir so die Möglichkeit die Leute besser kennenzulernen & vor allem konnte ich mich ausgiebig mit Fin auf den neusten Stand der Dinge bringen.
So standen wir am Feuer, mampften Sloppy Joes & tranken bis in die Nacht hinein. Man merkte, dass wir deutlich weiter im Norden waren, da man um 10 Uhr abends immer noch etwas Tageslicht übrighatte. Gegen 12 bemerkte dann die Gastgeberin, dass man am Himmel die Nordlichter sehen konnte. Wahnsinn… Miri war überglücklich, weil es für sie einer der Hauptgründe war nach Kanada zu kommen & diese zu sehen. In Terrace haben wir ab und zu versucht sie zu Gesicht zu bekommen, aber immer vergebens & hier klappte es direkt auf anhieb ohne es zu überhaupt probieren. Ein wunderschöner Tag ging zu Ende, als das Feuerholz ausging & alle sich in ihre Autos, Vans oder Cabins verkrümelten & zu Bett gingen.
Am nächsten Morgen dann bereiteten die Gastgeber leckeres Frühstück vor, bevor es dann für uns alle zurück auf den Berg ging, um den 2. Tag Simapalooza zu feiern. Auch für Miri ging es heute nochmal auf den Berg, da wir am Vorabend herausfanden, dass man hier auch zu Fuß den Lift benutzen darf, um zu einer Aussichtsplattform auf dem Spitze des Berges zu laufen. Während Miri dies tat, machten wir wieder die Pisten unsicher.
Wir ließen es aber eher gediegen angehen, da alle vom Vortag leicht verkatert waren. Irgendwann wechselte ich dann von meinen Leihskiern auf die Snow-Blades, da ich das unbedingt mal ausprobieren wollte. Das sind prinzipiell Kinderskier für Erwachsene, die ein sehr seltsames Fahrgefühl, aber jede Menge Spaß bieten.
Miri machte es sich derweil auf dem Balkon der Lodge bequem, um dem hiesigen Slush-Cup beizuwohnen. Nachdem sie von unserem Event @ Shames nicht viel mitbekommen hat, weil sie arbeiten musste, hatte sie heute den besten Platz, um zuzusehen, wie sich andere Leute daran versuchen den Wassergraben unbeschadet zu überstehen & die meisten dabei kläglich scheiterten. Ich bin stattdessen auf meine letzten Runs des Jahres gegangen & habe genossen, dass am Lift endlich nicht mehr so viel los war, bis ich dann nach Ende des Slush-Cups mit Fin & Francis auf die letzte Abfahrt der Saison ging.
Besser hätte man die Skisaison nicht beenden können. Es war ein wundervolles Wochenende mit alten & neuen Freunden, geilem Wetter & fantastischen Erinnerungen, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Gleichzeitig war es ein perfekter Start für unsere Zeit im Yukon, der sich definitiv an diesem Wochenende von seiner besten Seite gezeigt hat! Wir sind ready, für alles, was er für uns so bereithält.











