SMPC Exklusiv – Social Media-Konzepte und ihre Umsetzung im Personalmarketing
Social Media und die damit zusammenhängenden Möglichkeiten für Unternehmen sind in aller Munde. Was vor rund fünf Jahren nur in Ansätzen denkbar war, ist heute (virtuelle) Realität. Innerhalb der letzten Jahre ist das Thema so groß geworden, dass die Wichtigkeit der Nutzbarkeit des Social Webs im Personalmarketing nicht mehr wegzudenken ist.
Gute Aussichten für neue Ansätze
Am 19. Mai 2011 fand auf Burg Hemmersbach in Kerpen die Social Media Personalmarketing Conference Exklusiv (SMPC) statt. Das herrschaftliche Ambiente und bestes Wetter bildeten die perfekte Kulisse für die Gastredner und Teilnehmer, um den Dialog zu suchen und zu finden. Die Veranstalter, humancaps media und die WESTPRESS Werbeagentur, hatten somit eine stilvolle Location für den regen Wissensaustausch und angenehmes Networking ausgesucht.
Die gelebte Umsetzung von machbaren Ideen im Segment Social Media standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Unter dem Motto „Personalmarketing und Social Media – eine alternativlose Kombination“ wurden im Rahmen einer Vortragsreihe seitens der Gastredner diverse Ansätze dargelegt, inwiefern sich Social Media-Konzepte erfolgreich umsetzen lassen. Allerdings – und das ist ein wesentlicher Aspekt bei der Integration von Social Media in bestehende Personalmarketing-Konzepte – ist so manches einfacher gesagt, als getan. Grundsätzlich muss der Freiraum für die Bewegung im Social Web geschaffen sein. Die Ideen müssen von innen heraus entwickelt und gelebt werden, auf gut Deutsch heißt das: Es sollten sich diejenigen Leute um die Fanpage kümmern, die mit Herzblut an diese Sache heran gehen und Lust haben, die Chancen zu nutzen, die Möglichkeiten auszuleben und nahbar mit Menschen zu kommunizieren – am besten so, wie es die User möchten: per Du.
Neue Ideen gehören gekürt
Die innovativsten Macher und Vorantreiber im Social Media-Feld wurden im Rahmen der SMPC für ihren Mut, ihre Experimentierfreudigkeit und ihre Umsetzungen ausgezeichnet. Ganz im Sinne des Themas wurden sie zu den Innovators 2010 gekürt, allen voran Gero Hesse, der sich nun als Best Innovator 2010 rühmen darf. Aber auch Michael Picard und Stephan Grabmeier haben mittels und für Social Media Großes geleistet. Zur Jury gehörten Jochen Mai, Betreiber des Blogs Karrierebibel, Raoul Fischer, w&v-Autor, Christian Hagedorn, Geschäftsführer WESTPRESS Werbeagentur, Prof. Dr. Martin Grothe, Complexium und Lutz Altmann, Geschäftsführer humancaps consulting.
Während der Vortragszeit war das Team von WESTPRESS der Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Personalmarketing und entsprechende Maßnahmen im zukünftigen Ringen um die passenden Bewerber. Die Spezialisten Christian Hagedorn, Peter Bäumer (Personalberater), Andrea Gabler (Online), Mike Heyden (Corporate Wording) und Sascha Lorenz (Grafik-Design) erläuterten in Einzelgesprächen genau die Notwendigkeit, auf die auch der Vortrag Hagedorns hinwies: Perfektes Personalmarketing und die Schaffung einer glaubwürdigen Arbeitgebermarke basieren auf Authentizität und Alleinstellungsmerkmalen, und zwar in allen Medien.
Aber was war denn nun eigentlich die Quintessenz des gesamten Events? Darauf eine Antwort zu geben, ist in der Tat leicht: Wer die Möglichkeiten von Social Media optimal nutzt, über herkömmliche und vermeintlich altbewährte Grenzen hinaus denkt, kann dieses Medium optimal als Erweiterung zum bisherigen Komplettpaket für sein Personalmarketing nutzen.
„Generation Y ist online.“ – aber nicht ausschließlich
Fakt ist aber auch, dass die anderen Instrumente im Personalmarketing dabei ebenso gepflegt werden wollen, um das Optimum an Bewerberqualität zu erreichen und das eigene Unternehmen im bestmöglichen Licht zu positionieren – sowohl intern als auch extern. Gerade der Mittelstand, die Hidden Champions mit ihren Nischenprodukten, kann die Gunst der Stunde aufgrund flacher Hierarchien und Strukturen erfolgreich nutzen. Hier sind ebenso Innovatoren gefragt, Social Media-affine Botschafter des Unternehmens, um sich und das eigene Unternehmen gegenüber dem Wettbewerb abzuheben.
Das Fazit der SMPC: Der Dialog im Social Web lässt sich nicht forcieren, er entsteht aber durch die passenden Mittel wie von selbst. Wer heute schon auf Augenhöhe mit zukünftigen Bewerberinnen und Bewerbern kommunizieren kann, ist auf dem richtigen Weg. Sicher, manche Themen müssen mit der Geschäftsführung oder mit anderen Entscheidern (teils penibel) abgestimmt werden – was übrigens das Zusammenspiel von Aktion und Reaktion im Social Web erheblich hemmt, schließlich sind 24 Stunden schnell herum – aber der richtige Medien-Mix muss dennoch stimmen. Die Präsenz im Social Web muss gepflegt werden, glaubwürdig sein und einen Mehrwert bieten. Denn im Grunde sind die User in jedem Medium gleich: Menschen mit Emotionen, fähig und gewillt, Fragen zu stellen, die beantwortet werden wollen.
Fotos des Events gibt es in einem Flickr-Album zu sehen.