Top Streetstyle-Trends 2017
1. Crossbody-Bag: Lange Riemen forever
Wie soll man als Frau cool und stark sein, also Gebrauch von beiden Händen machen, wenn man eine Clutch halten muss? Wie soll man bei einem Sprint gegen die U-Bahn gewinnen, wenn man darauf achten muss, dass der teure It-Bag nicht von der Schulter rutscht? Die Antwort lautet: Crossbody-Bag. Meine Tasche ist so schön, dass ich sie eng um mich geschlungen tragen will. Sie ist das Juwel meines Kleides. Und sie schmiegt sich so gut an meinen Körper, dass ich vergesse, dass sie da ist. Der Crossbody-Bag: à la Gabrielle-Bag ist ein Trend, der für immer bleiben soll.
2. Metallic-Midi-Plissee-Rock: Glamour wins over Granny
Plissee-Röcke in Midi-Länge. Wer jetzt keinen “Man Repeller” will, der läuft so schnell er kann. Oder wartet auf das Zauberwort: Metall, das den Granny-Style aus der Versenkung in den Fashion-Himmel katapultiert. Der Metallic-Schein passt so gut zu diesem Kleidungsstück, weil die neue Oberfläche mit unserer staubigen Erinnerung abrechnet: Wessen Oma hat nicht so ein Teil getragen? Und warum soll das heute nicht sexy sein? Stylistin Giovanna Engelbert zeigt, dass so ein trendy Metallic-Plissee-Rock am besten mit einem Jersey-T-Shirt aussieht. Der Glamour unten muss oben schliesslich wieder auf den Boden zurückgeholt werden.
3. Seitenstreifen-Hosen: Drei Streifen Coolness
Drei Streifen an der Seite. Ein geraffter Bund. Adidas Retro Kult. Die Hose, mit der man den ganzen Tag stylisch auf dem Sofa liegen und sich dabei einbilden kann, man ginge gleich zum Sport. Oder man geht damit aus dem Haus. Nicht nur um die Ecke zum Milch holen. Nein, sogar an der Fashionweek kann man sich damit blicken lassen, wenn man dazu etwas Schickes (einen Blazer, einen Mantel oder ein Hemd) aus dem Schrank holt. Nachdem bei den letzten Modewochen sämtliche Jeans- und Anzug-Hosen mit seitlichen Streifen ausstaffiert wurden, dachten sich wohl die Fashionistas: Warum nicht das Original wieder ausführen? It‘s so good to see you again!
Matcha, Udon, Kimono. Wir lieben alle Trends, die aus Japan kommen. Dabei erlauben wir uns ein bisschen mit der Tradition zu brechen und die traditionelle japanische Tracht als Mantel zu tragen. So als wüssten wir nicht, wie ein Kimono in Kyoto um den Körper gewickelt wird. Ein Zen-Meister hat vielleicht wenig Freude beim Anblick dieser lässig über den Schultern hängenden Kimonos, aber ich finde: Genau darin liegt der Reiz. In der Verbindung von Tradition und Moderne. Traditionelle Kleidung liegt ja sowieso wieder im Trend. So treten Popstars wie Wizkid in nigerianischer Tracht auf die Bühne. Aber mir gefällt die Wiederentdeckung des Alten besser, wenn man das Neue nicht vergisst.
5. Riesen-Rüschen: Carmen, Cuba, Clubbing
Wenn die Rüschen kommen, kann das Fest beginnen. Denn diese Wellen geben uns Frauen eine feierliche Aura. Gerade wenn man ans Tanzen denkt und wie sich dann der Rüschen-Stoff bewegt. Früher dachten Designer über Rüschen nach, wenn sie ein Kleid fertig entworfen hatten und noch einen netten Abschluss brauchten. Heute sind sie zentraler Bestandteil des Kleidungsstücks. Dazu zeigt man am besten ein Knie, eine Schulter oder sonst ein Teil des Körpers, der sich besonders toll mitbewegt, wenn die Rüschen-Party startet.