Sonnenwinde 2012
Folgender Artikel der (in meinen Augen leider wenig serösen) Quelle Grenzwissenschaft-aktuell hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Bereits seit 2009 hört man immer wieder von dem Szenario, das starke Sonnenwinde 2012 zum Zusammenbruch des Stromnetzes (durch den geomagnetischen Sturm induzierten Spannungen in den Überlandleitungen) führen soll/kann.
Ich möchte in meinem Beitrag nicht auf die Wahrscheinlichkeit eingehen, dass so etwas zutrifft (hierzu konnte ich auch leider noch keine Seriösen Quellen finden). Allerdings fasziniert mich das Szenario und die damit verbundene Frage: Wie bereite ich mich auf so ein Szenario vor?
Gehen wir für unsere Überlegungen von folgendem Szenario aus, welches sicherheitshalber ein wenig schlimmer ausfällt, als derzeit erwartet:
Im Jahre 2012 bricht für 1 Monat die gesamte Stromversorgung zusammen. Kommunikation (Piratensender, Notfallnetzwerke, CB-Funk) sind bereits nach 2 Wochen verfügbar. Kühlwaren sind nicht verfügbar, die Lebensmittelversorgung kommt stark ins Stocken, da die verladung in LKWs per Hand erfolgen muss. Selbst das Tanken kann nicht mehr automatisch erfolgen, da Zapfsäulen keinen Strom mehr bekommen. Fliessend Wasser ist ebenfalls nur noch durch schräghalten eines Wasserkanisters verfügbar. Die Toilettenspülung versagt ebenso wie die Zubereitung von heissen Speisen. Selbst die Notfalleinrichtungen wie Rettungsdienst, Polizei und Krankenhäuser haben mit den Schwierigkeiten zu kämpfen. Unser Militär vermag zwar nach ca. 3 Tagen Notfallstützpunkte und -Lazarette einzurichten, die Anzahl der Soldaten ist aber zu gering um dies Flächendeckend zu ermöglichen. Man muss mit weiten Pilgerreisen rechnen, sollte man Hilfe benötigen.
Gottseidank konnte aber 12h zuvor eine Warnung in den Radiosendern und TV-Sendern gesendet werden, so dass man noch rechtzeitig reagieren konnte.
Unsere Prioritäten sind die selben wie in jedem Notfall:
1) Frischwasser 2) Wärme 3) Erste Hilfe 4) Nahrung 5) Transport 6) Beleuchtung, Kochstelle, Elektrizität
Und zu guter letzt: 7) Wie kann ich meine wichtigen und teueren Elektrogeräte vor den Auswirkungen schützen?
Ich gehe nun zu jedem Punkt auf einige Möglichkeiten ein.
1) Beschaffung von Frischwasser
Zugegeben, ich bin mir nicht sicher ob im Falle eines Sonnenwindes wir wirklich 12h vorher gewarnt werden können.
Falls dem so ist, ist das genug Zeit um sofort alle Wasserkanister mit Wasser und darin gelöstem Micropur Classic (Haltbarmachen durch Silberionen, hält ca. 6 Monate frisch) oder Micropur Forte (Desinfiziert zusätzlich durch Chlor, leider mit Beigeschmack) zu füllen. Verfügt man über keine Kanister, sucht man sich Flaschen oder füllt die Badewanne. Allerdings wird es hier schwer abzuschätzen, wieviel Micropur nötig ist um es auch frisch zu halten.
Da wir aber dennoch auf alles vorbereitet sein möchten, empfiehlt sich die Anschaffung eines Keramikfilters um bei Bedarf auch weniger sauberes Wasser zu Trinkwasser machen zu können.
2) Warmhaltung und Erzeugung von Wärme
Das Worst-Case-Szenario würde bedeuten, das wir nicht Heizen können und bei Winterlichen Temperaturen in Unseren Betten liegen. In diesem Fall sollte man genug Decken und / oder Schlafsäcke lagern um ein dennoch gemütliches Lager zu errichten.
Kerzen sollte man schon allein wegen dem Licht auf Lager haben. Möchte man mit Kerzen auch kleine Räume aufheizen, so sollte man sein Lager auf sehr viele Kerzen aufstocken. 25 Teelichter können einen kleinen Raum gut auf Temperatur bringen. Halten aber nur einen halben Tag. Man sollte also entweder richtig viele auf Lager haben, oder gewöhnliche Stumpen-Kerzen in großer Menge.
Besser ist es aber, sich rechtzeitig einen Ofen anzuschaffen und installieren zu lassen. Das nötige Brennholz lässt sich im Keller unterbringen, oder falls vorhanden, in Garage und Schuppen.
Lagert man das Holz korrekt, kann der Vorrat über mehrere Jahre im "Standby" verbringen, bis er benötigt wird.
3) Erste Hilfe
Jeder Besitzer eines KFZs ist verpflichtet einen KFZ-Verbandskasten mitzuführen. Dieser ist bestens vorbereitet für alle Arten von Unfällen und leistet auch hier im Notfall gute Dienste. Perfekt ist er dennoch nicht ausgerüstet, denn gemäß unserem Szenario müssen wir mit eingeschränkter Versorgung über mehrere Wochen rechnen.
Schmerzmittel, Durchfallmittel, Fiebersenkende Mittel suchen wir in einem KFZ-Verbandskasten vergeblich.
Da wir in jedem größeren Dorf Ärzte vorfinden, die auch ohne Strom das nötigste versorgen können, reicht es wenn wir auf OP-Besteck oder Zahnzement verzichten. Der Umgang hiermit sollte sowieso gelernt sein.
4) Nahrungsversorgung
Sich über die Wochen hinweg mit Nahrung zu versorgen, stellt schon eine größere Herausforderung dar.
Konserven lassen sich bereits mehrere Jahre vorher ansammeln so dass man sich trotz geringem Budget ausreichend vorbereiten kann.
Die Zubereitung der Konserven ist da schon Schwieriger. Aber dazu kommen wir noch. Der Vorteil von Konserven ist, dass zu deren Verzehr keine weiteren Zutaten nötig sind. Selbst Trinkwasser muss nicht verschwendet werden, da dieses Bereits in der Konserve vorhanden ist.
Aber 1 Monat nur Konservennahrung? Um Abwechslung zu schaffen kann man in seine Vorräte noch selbst eingemachtes aufnehmen. Es lässt sich neben Früchten so ziemlich alles Einmachen. In unserem Einmachbuch findet sich sogar eine Anleitung um Kuchen einzumachen. Das kann ein willkommener Leckerbissen sein, besonders wenn man beginnt zu resignieren. Aber auch der Supermarkt bietet genügend alternativen. Tütensuppen und -Deserts benötigen zwar Trinkwasser, es gibt sie aber dafür in vielen Abwechslungsreichen Sorten. Etwas Konservenobst, Essiggurken oder in Öl eingelegte Pepperonischoten sind ebenfalls lange haltbar und schmecken sehr lecker.
Des weiteren nehmen wir in unseren Vorratsschrank einige Packungen Nudeln, Reis und je nach geschmack auch Bulgur, Buchweizen und Quijona auf. Die Zubereitung ist ähnlich der von Reis.
Da wir hoffen, wenigstens für einige Tage lang so etwas wie einen Herd zu haben (z.b. Lagerfeuer oder Gaskocher) kommt auch Weizenmehl hinzu. Mit Salz und etwas Würzmitteln wird daraus ein leckeres Fladenbrot. Als Aufstrich eignet sich Honig, Nussnougatcreme (eines Namhaften Herstellers mit hohem Suchtfaktor) und natürlich Marmelade, aus eigener Herstellung, falls gewünscht.
Übrigens, Säfte und Limonaden schmecken nicht nur gut, nein sie halten auch Lange! Natürlich löschen sie den Durst nicht so gut wie Wasser, können einem die Zeit aber "versüßen". (welch kreatives Wortspiel....wirklich.....*hust*)
Ebenfalls würde es sich eignen, einen Gemüsegarten zu Pflegen.
Reduziert auch, bis zum Eintreffen eines Survivalszenarios, die monatlichen Lebenshaltungskosten.
5) Transport von Gütern, Geräten und Personen
Da es früher oder später zu einer Benzinknappheit kommen wird, fällt das KFZ schon bald ans Transportmittel weg. Ferner wird das Benzin vermutlich für Notstromaggregate benötigt, ggf. sogar vom Militär eingezogen um Krankenhäuser weiter in Betrieb zu halten.
Wir müssen daher auf Fahrräder setzen. Ausgestattet mit Radtaschen und / oder einem Anhäger lassen sich beträchtliche Lasten bewegen.
Somit bleibt man Mobil, kann seinen Freunden und Verwanden sowie Nachbaren aushelfen und kann vielleicht eine Art Tauschhandel ins Leben rufen.
6) Beleuchtung, Kochstelle, Elektrizität, usw.
Alles Dinge, die mit Luxus einher gehen. Dennoch sind sie erstrebenswert, da sie das Leben erleichtern werden.
Beleuchtung lässt sich in erster Linie durch Kerzen erreichen. Kerzen werden nicht "schlecht" und halten ewig. Lampenöl wäre eine Alternative.
Eine Kochstelle lässt sich am einfachsten in Form eines Lagerfeuers umsetzen. Aber vielleicht möchte der ein oder andere einen Gas- oder Spirituskocher besitzen sowie die nötigen Brennstoffvorräte.
Elektrizität lässt sich am ehesten durch ein Notstromaggregat bereitstellen (sofern der Trafo hier verschont blieb). 12V kann bereits die Lichtmaschine eines KFZs liefern, jedoch mit hohen Verlusten. Dies sollte nur im Notfall genutzt werden.
Ein Notstromaggregat in der Nachbarschaft dürfte bereits ausreichen. Richtet man feste Stromzeiten ein hilft das Benzin zu sparen. Sind die nötigen Geräte verschont geblieben für eine DVD-Vorführung, ist dies eine möglichkeit die vielleicht angeschlagene Moral wieder zu heben. Ebenfalls eignen sich dafür Brettspiele - für die nicht mal Strom nötig ist.
Ein Nachbarschaftszusammenschluss ermöglicht schnelle Hilfe und gegenseitige Unterstützung.
Ein guter Tropfen im Vorrat kann ebenfalls Wunder wirken. Allerdings sollte man darauf achten wirklich nur wenig Alkohl auf Vorrat halten. Gerade wenn man nach einigen Wochen das Gefühl hat, es geht nichts vorran, ist die Gefahr von unbedachtem Alkoholmissbrauch sehr hoch.
7) Wie kann ich meine Elektrogeräte schützen?
Den besten Schutz bietet noch der Farradeysche Käfig. Dieser ist in modernen Haushalten oft mehrfach vorhanden. Das KFZ kennt fast jeder. Dass die Microwelle und der Backofen ebenfalls einen solchen Käfig darstellen, wird einem nach kurzem Nachdenken bewusst.
Eine Microwelle z.b. ist gezielt darauf ausgelegt Elektrische Strahlung im Bereich von 2.45 Gigahertz abzuschotten. (Übrigens der selbe Wellenbereich wie WLAN oder Mobilfunk)
Demnach sollten Kleingeräte darin sicher sein. Einen Nachweis für meine Theorie kann ich noch nicht vorlegen, aber wenn schon simple Blechdosen reichen sollen, warum nicht auch Microwellen?
Wichtig: vom Stromnetz trennen.
Das Trennen vom Stromnetz gilt übrigens für alle Geräte, auch die weniger wichtigen. Eine Restwahrscheinlichkeit bleibt bestehen, dass diese Überleben. Warum also die Chance verspielen und sie der ziemlich sicher auftreten Überspannung im Stromnetz ausliefern?







