Großes Ding bei so FLINTA* Orten für mich ist auch, dass ich dafür sorgen muss in denen mich als Person die seit 3 Jahren auf T ist zu outen nur um Teil zu sein.

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Großes Ding bei so FLINTA* Orten für mich ist auch, dass ich dafür sorgen muss in denen mich als Person die seit 3 Jahren auf T ist zu outen nur um Teil zu sein.
bullyparade im planwagen vor mir
In Flammen 07 - Hä?
Freitag, 12. März 1999 – 9 Uhr
Der Inspector verhört Bridey. Anscheinend steckte Rosheen hinter allem: Sie hatte die alten Frauen umgebracht und den Verdacht auf Patrick gelenkt, sie hatte Kevin und die anderen gegen Bridey und Liam aufgehetzt, sie hatte Kevin dafür bezahlt, das Haus in Brand zu stecken. Kevin lebt noch, hat aber einen Schrecken davongetragen, dass Bridey und Liam ihn auf frischer Tat ertappt und ein bisschen gefoltert haben. Rosheen hat Bridey und Liam verachtet und versucht, sie alle in Brand zu stecken, aber Bridey konnte sie rechtzeitig mit der Armstütze ihres Rollstuhls erschlagen. Oder so ähnlich. Bridey bezeichnet sie als Hexe, die nur hinter Jeremy Jardines Geld her war und dafür Brideys Sohn geopfert hat.
Wiedersehen in Stormy Meadows 02: Fünf Dinge, die ich an dir hasse
Diese Kapitel regt mich auf. Ich fasse kurz die Handlung zusammen, dann erkläre ich euch en detail, warum. D’accord?
(fragt sie, als ob das hier ein demokratischer Prozess wäre.)
Also.
Natalie und Cassie fahren nach Cornwall. Laura empfängt sie dort. Sie gucken alte Fotos an: Laura mit berühmten Tänzern und Schauspielern (sie war mal Schauspielerin im Varietétheater), Natalies Vater.
Es gibt eine Führung über den blumengeschmückten Hof, bei der alle Tiere vorgestellt werden: das ehemalige Rennpferd Chance, die Ziegen, die nur zu Besuch sind, die Collies Old Shep, Young Shep und Meggie („kurz Meg“ – eigentlich wohnt nur Meggie auf dem Hof, die anderen beiden gehören jemandem anders). Kühe, Gänse, Hühner und eine einzelne Ente werden kurz erwähnt.
Dann taucht Lauras Bekannter Hank auf, der nicht nur so heißt wie ein Cowboy, sondern auch so aussieht und einen alten Ford Capri mit Stierhörnern auf der Motorhaube fährt. Er ist aber Vollblutsüdengländer. Sagt das ganze Kapitel über nichts, obwohl sie zu viert eine Stunde lang irgendwelches Zeug in Lauras Auto laden und hinterher zusammen Tee trinken.
Dann werden Natalie und Cassie auf ihre Zimmer gebracht. Beim Abendessen taucht ein riesiger zotteliger Hund auf, der Mac heißt und einem gewissen Connor gehört. Mac bleibt ebenfalls über Nacht.
Natalie telefoniert vorm Schlafengehen kurz mit Petra, erzählt ihr aber nichts. Sie schreibt einen Brief an Rob und legt sich ins Bett. Als sie nachts schreiend aus einem Albtraum erwacht, trottet Mac in ihr Zimmer und legt sich zu ihr aufs Bett, woraufhin sie besser schläft.
So.
Dieses Kapitel war mal wieder nur Exposition. Das würde mich nicht so stören, wenn das nicht schon im ersten Kapitel so gewesen wäre. So aber ist das erste Kapitel vollkommen unnötig, weil das Londoner Setup überhaupt keine Rolle spielt. Klar, Petra kommt nochmal vor, aber das Londoner Haus, Natalies Job, ihre Kollegin Dot (oder so – die wurde kurz beschrieben und wird vermutlich nie wieder auftauchen), Cassies Schulleiterin – alles irrelevant. Und erst der Goldfisch! Wie überlebt der jetzt eigentlich? Hat Petra ihn wieder mitgenommen? Kümmern sich die Nachbarn um ihn? WAS IST MIT DEM GOLDFISCH, HARVEY?
Es irritiert mich, dass Laura von Natalie wahlweise als „Laura“ oder „meine Mutter“ bezeichnet, aber nie direkt angesprochen wird. Das in Verbindung mit der sehr unpersönlichen Erzählweise lässt mich vermuten, dass Sarah Harvey dieses Buch zunächst in der dritten Person schreiben wollte und beim Umformulieren das ewige „Laura“ einfach beibehalten hat.
Apropos unpersönlich: Natalie. Es gibt da zwei Absätze, die das Problem zusammenfassen: „Beinahe kommen mir die Tränen Aber zurzeit habe ich ohnehin nah am Wasser gebaut und bin empfindlicher als je zuvor. Ich verachte mich für diese Schwäche.“ (S.50) „Ich möchte weinen, kann aber nicht, denn meine Tränendrüsen scheinen nicht mehr zu funktionieren. Seit dem Unfall habe ich nicht mehr geweint.“ (S.71) Ja, was jetzt? Kannst du weinen oder nicht? Und vor allem, willst du weinen? Im ersten Kapitel wurde versucht, uns zu erzählen, dass Natalie eine knallharte investigative Journalistin ist (für eine Zeitschrift auf BRIGITTE-Niveau, na ja), die sich nicht von Emotionen leiten lässt usw. Aber a) ist das jetzt eh egal, weil dieses Buch in ihren fünf Wochen Urlaub spielt, in denen sie nicht als Journalistin arbeiten wird, und b) hat sie bisher noch keinerlei Eigeninitiative gezeigt, lässt sich von Petra/Eleanor Brice/ihrer Mutter in der Gegend herumschieben und wirkt auch sonst ungefähr so bissig wie ein Neugeborenes. Außerdem geht es für die Heldin eines Liebesromans ja nicht an, knallhart und unweiblich stark/aggressiv zu sein. Also befindet sich Natalie in dieser undefinierten emotionalen Schwebe und erscheint dadurch einfach unscharf und charakterlos.
Bis auf Hank sind alle Menschen in diesem Kapitel völlig unpassend angezogen für ein Leben auf dem Bauernhof. Laura trägt noch Gummistiefel, okay. Aber Cassie regt sich über Pfotenabdrücke auf ihrem Sweatshirt auf und Natalie schimpft über eine Ziege, die an ihrer teuren Hose knabbert. Die beiden treten sogar beinahe nach dem jeweiligen Tier. Ja, was habt ihr denn gedacht, wie’s hier aussieht?!?!
Die drei Frauen sind so fies zueinander. Cassie macht ständig abfällige Bemerkungen über den Hof und die Tiere, was Laura doch verletzen muss. Natalie distanziert sich ständig von ihrer Mutter, obwohl die ihr nichts getan hat, soweit ich weiß. Cassie und Natalie giften sich die ganze Zeit indirekt gegenseitig an (Cassie höhnt zum Beispiel über Old&Young Shep und Meggie: „Ach wie nett, eine heile Familie“ und Natalie sagt „Cassie mag das Zimmer bestimmt nicht“). Es ist anstrengend und unerfreulich zu lesen. Seid doch einfach alle ein bisschen netter zueinander.
Eins noch: Jedes Mal, wenn sie irgendwas essen, wird beschrieben, dass Cassie nur darin herumstochert, daran knabbert oder – wie im Fall der Orange – das Essen auf dem Teller herumschiebt. Bedenkt man nun, dass sie Ballerina werden will, tippe ich darauf, dass sie irgendeine Essstörung hat.
Natalie fällt das natürlich nicht auf.
sozusagen Sturm und Drang
Ein Sturm zieht auf. In meinem Kopf wüten Orkane.
Jeglichen Sprossen eines klaren Gedankens werden wie die Samen eines längst verblühten Löwenzahns durch die Ecken meines zurzeit endlos verwinkelten Hirns getrieben. Chaos und Konfusion. Der schier absurde Einfall, die richtige Entscheidung über das Bevorstehende zu treffen stößt höchstens auf die von Adrenalin überflutete Betrübtheit in meinem Magen. Ich muss jetzt erwachsen werden, es ist an der Zeit Verantwortung zu übernehmen.
Wovon ich schreibe? Von einem im Vergleich zu anderen Dingen lächerlich kleinen Sache. Anstatt sich den künftigen Herausforderungen zu stellen und die Freude an den möglichen Optionen zu genießen, erfüllt mich das Gefühl der Unsicherheit. Ich stecke nämlich in einer Zwickmühle. Die Qual der Wahl, sozusagen. Ein Umstand, der die meisten Menschen kurz vor Ende des Studiums wohl in Glückseligkeit befördern würde. Nicht so bei mir. Als der von Natur aus geborene Zweifler verbiege ichmich mal wieder an den Folgen meiner überproportionalen Ungewissheit, gepaart mit dem mangelnden Selbstvertrauen, das in diesen Situationen immer wieder wie ein großer Schatten über mich hinwegschwebt. Die Situation wäre doch im Grunde so einfach: Plan X handelt von einem Job, essen Vorgesetzten ich kenne, dessen Umfeld mir Vertraut ist, dessen Aufgabenbereich meine innere Antriebskraft aber nicht restlos erreicht. Eine fatale Kombination, da ich schon früh geködert wurde und mir meine Zusage quasi wie in einem Verhör auf unüberlegte und viel zu voreilige Weise entlockt wurde. Dabei sollte doch alles wohlüberlegt und strukturiert von statten gehen. Auslandssemester abschließen, Heimkommen, Studium erledigen und dabei gemütlich alle möglichen Situationen und Eventualitäten penibel abwägen. Nicht so die Realität. Das überfallartige Gespräch fand lächerliche zwei Tage nach meiner Rückkehr statt und dessen Wucht knallte, wie eine von einem Sturm zugeschlagene Tür, in mein Gesicht. Es blieb mir keine Zeit, meine Gedankenstrukturen zu sortieren, geschweige denn, in der vom Vorgesetzten diktierten Unterhaltung, abrufen zu können. Stattdessen erweckte ich wohl den Eindruck eines artig gehorsamen jungen Manns und sagte einer Möglichkeit, die von vielen wohl dankbar entgegengenommen würde, widerwillig zu.
Daher auch die Schizophrenie. Taifune in meinen Venen.
Während sich Plan X also wie eine Fußfessel an mich zu binden scheint, ist da diese kleine Vorstellung von etwas Größerem. Plan Y. Kein Wirbelsturm, keine Windrose, die Kopf und Verstand durch Raum und Zeit rotieren lässt. Viel mehr der Wind in meinen Segeln, die leichte Brise eines lauen Sommerabends, der man ein zufriedenes Lächeln entgegen streckt. Aber es ist eben nur eine Idee, eine Möglichkeit, die sich da meine Fantasie spielerisch zurechtmalt. Und wie das mit Wunschdenken nun mal so ist, ist dieses auch stets mit der Ungewissheit des Unerfülltem verbunden. Ein Umstand, der mich zurzeit abwechselnd von Euphorie bis hin zu Mutlosigkeit treibt. Welche Entscheidung also treffen? Wohin sich wehen lassen? Wessen Luftstrom sich hingeben?
Ein Sturm zieht auf. In meinem Kopf wüten Orkane.
sZ.
sozusagen melancholisch
Es ist einer dieser Samstagabende. Nichts spezielles. Eigentlich sogar ganz gemütlich. Klar, auf Instagram, Snapchat und Whatsapp trudeln Fotos und Nachrichten von irgendwelchen Freunden (besser gesagt, Personen in einem Social Network-Kontext) auf Parties ein. Aber ich bin 25 und schon einiges gewohnt. Und um ehrlich zu sein, drei Viertel der hochgelobten und angepriesenen Abende sind am nächsten Tag nicht mehr als die von durch Dehydrierung verursachten Kopfschmerzen die laut “WARUM” von Innen an die Vorderseite des Schädels hämmern. Mir scheint es als wäre ich zu alt um an frühere Party-Glanzzeiten anzuschließen. Ich war generell nie ein Großer im “Dauerfeiern”. Einmal pro Wochenende, manchmal zweimal pro Woche. Mehr hat allerdings mein Ich, das stets alle möglichen Zukunfts-Konsequenzen abwägt und an die Wand malt, nicht zugelassen. Und somit empfinde ich es auch nicht als weiter tragisch, nicht auf jeder Party vertreten zu sein.
In der viereckigen Multimediaschüssel läuft gerade “Up in the air”. Ein netter Film mit George Clooney und einer bezaubernden Anna Kendrick. Schon beim ersten Mal als ich den Film gesehen habe, gefiel mir der lockere Humor gepaart mit der leichten Melancholie, die den Film begleitet. Melancholie, ein interessantes Wort. Wikipedia beschreibt Melancholie als den Zustand “dass man traurig und leicht deprimiert ist sowie wenig Freude am Leben hat”. Traurig und leicht deprimiert, vielleicht. Wenig Freude am Leben? Ist das so?
Ich würde mich selbst als tendenziell und teilzeit melancholisch beschreiben. Jedoch, mit viel Freude am Leben. Tolle Freunde, ein absehbares Ende des Studiums und die Freiheit jeden Tag alles tun zu können was ich will ohne den nötigen Fokus für das Eigentliche zu verlieren verleiht mir das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein. Und dennoch bin ich immer wieder für das Traurige, Schwermütige empfänglich. Egal ob Musik, Film oder das echte Leben, hin und wieder sucht mein Unterbewusstsein absichtlich diesen absurden Zustand der Betrübtheit. Vielleicht treibt es mich sogar an. Wer weiß das schon. Ein französischer Lyriker stellte die Melancholie als “das Vergnügen traurig zu sein” dar, eine Version, mit der ich mich deutlicher identifiziere.
Wie gesagt, es ist Samstagabend. Allerdings wäre es auch vollkommen egal was für ein Tag es ist. Es könnte auch ein Dienstag-/Mittwochabend sein und trotzdem wäre da diese Träge in mir. In diesen Situationen ist der Wunsch jemanden an seiner Seite zu haben oft groß. Die Einbildung, dass es nicht wichtig wäre wer sie ist, solange man sich gut mit ihr versteht, drängt sich durch die Winkel des Hirns. Ich beschreibe bewusst den Drang nach weiblicher Gesellschaft, denn - sind wir doch mal ehrlich - eine solche Nacht sollte dann auch mit körperlicher Zuneigung erfüllt sein, wenngleich nicht direkt von Sex die Rede ist. Dieser Drang, birgt allerdings Gefahren. Er ist kurzsichtig, naiv und zu impulsiv. Oft, zu oft, kollidieren rationale Gedanken mit sehnsuchtverseuchten Gefühlen und die erstbeste Whatsapp-Konverstation wird dahin gesteuert, möglichst schnell der Melancholie ihren Triumph zu verwirklichen, nur um kurz vor dem Einschlafen zu bemerken, dass auch das sich nicht richtig anfühlt. Eine Dilemma, nicht nur für sich selbst, sondern auch fern von jeglicher Fairness gegenüber der vermeintlichen Seelenpartnerin.
Was also tun? Unterdrücken? Ignorieren? Bewältigen? Oder doch das Risiko eingehen? Wahrscheinlich hängt die richtige Antwort wie so oft von verschiedenen Dingen ab. Heute wäre mir allerdings Letzteres lieber. Vielleicht aufgrund der Tatsache das ich eventuell die passende Person dafür gefunden habe. Es könnte allerdings auch ein Streich der oft so hinterhältigen Sehnsucht sein - sozsagen eine melancholische Täuschung. Die Zukunft wird’s zeigen.
Bis die Tage
sZ.
<< Statt mich in Verzweiflung gehen zu lassen, habe ich mich für die tätige Melancholie entschieden, insofern Tätigkeit in meiner Macht stand, oder, mit anderen Worten, ich habe die Melancholie, die hofft und strebt und sucht, einer Melancholie vorgezogen, die trübsinnig und tatenlos verzweifelt. >>
Vincent van Gogh (1853 - 1890)
The End of Growth
Pieter Bruegel the Elder - The Tower of Babel
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