Das Spreewaldbad. Direkt im Görlitzer Park gelegen ist es ein facettenreicher Ort und kann als Schwimmbad eigentlich alles, außer großer Spaßrutsche. Es kann gutes Bahnenschwimmen 25m - manchmal mit wenig Publikum, es kann Wellen, Lichkunst im Eingangsbereich, Pommes, ein Sprungbecken, zweckmäßige Duschen, diverse Plätschereien für die Kleinsten und es kann sehr schlichte Sauna, die man eigentlich immer dazubuchen sollte, wenn man den Standardtarif bezahlen muss (10 statt 7,50 Euro). Es kann aber auch nervig und voll. Der Testtag ist ein verregneter Dienstag spätnachmittags, daher braucht man sich über nichts zu wundern. Leider war mir vorher nicht klar, dass ich für Sauna heute das falsche Geschlecht habe, daher wurde tatsächlich nur geschwommen - trotz Freizeittarif. Beim Bahnenschwimmen bauen die Verantwortlichen zwei Bahnen zu einer Art Carrera Bahn um, bei der die Enden verbunden sind und man immer im Kreis schwimmen kann. Heute waren noch diverse Kurse für Alt und Jung im Becken sowie eine Clique muskulöser Herren, die sich im Wendebereich der Carrerabahn zeigen wollten und ab und zu eine Runde drehten. Im Wellenbereich habe ich zur gleichen Zeit vier Personen gesehen. Die Infrastruktur hat schon bessere Zeiten gesehen, vor allem was die Umkleiden betrifft. Im Bad selber sind eigentlich keine Tags und Graffiti, dafür schwimmt man mit Blick in den Görli oder tummelt sich in den Wellen, während draussen das urbane Leben über den Spreewaldplatz zieht. Lage und Sicht nach draußen sind definitiv das große Plus des Bades.










