6. Etappe (8.) Statzerhaus - Rauris
Donnerstag 5.Juli 2018
Nach einem guten Frühstück und herzlicher Verabschiedung von Hans und seiner Tochter sowie Gehard und Heidi, ging es bei hervorragenden Wetter mit perfekter Fernsicht auf nach Rauris.
Vorbei an der schönen Rieser Aste, wo uns Katharina, Thomas und Werner die wir an den Drei Kreuzen der Pfarrachhöhe überholten, wieder eingeholt hatten. Die drei haben die soeben ankommende Wirtin auf einen Kaffee angesprochen, doch wir sind weiter - nach 2 Stunden Wandern ein Rast, ist uns zu früh.
Der weitere Abstieg nach Taxenbach ist sehr anstrengend und wir erreichen, wie zumeist im Tal, zuerst die Kirche, in diesem Fall von hinten über den direkt angrenzenden Friedhof, welcher sich durch seine wirklich sehr schöne Gestaltung auszeichnet. Wir betreten die Kirche, zünden zwei Kerzen an und lauschen eine Weile der Kinderkirchenchorprobe - sehr schön!
Im schönen Ortskern hofften wir auf eine Eisdiele, jedoch gab es nur Fertigeis bei einem Bäcker, doch dieser Bäcker „Opas Brot“ entpuppte sich als ausgezeichneter Kuchenbäcker und es gab den wohl Weltbesten Holundersprudel und einem Johannisbeer- Sprudel (dessen einheimischen Begriff uns nicht mehr einfällt), siehe Foto. Allein diese beiden Getränke lohnen den Besuch in Taxenbach. Zudem ist aufgefallen, dass in diesem netten Österreichischen Dorf, scheinbar jeder jeden kennt und vor allem herzlich grüßt und ein kurzes Gespräch im Vorbeigehen hält.
Nach der schönen Pause ging es weiter zur Kitzlochklamm, welche wirklich genial war, besonders herausragend ist die Möglichkeit einen aufwändigen Klettersteig durch die gesamte Schlucht zu klettern, mit tollen Felsdurchbrüchen - jedoch nur mit entsprechender Ausrüstung. Die Schlucht zieht sich nach dem Ausgang noch ein ganzes Stück bevor es in ein breites Tal ausläuft.
Mittlerweile braut sich über uns etwas zusammen, dunkle Wolken, starker Wind und Kälte zieht einher. Vorsichtshalber ziehen wir den Regenschutz über die Rucksäcke und schon fängt es an zu tröpfeln. Zügigen Schrittes versuchen wir die letzten 2,5 Km zu überwinden, wohlwissend das wir auch noch einige Höhenmeter in einem Waldstück überwinden müssen, kurz bevor es in den Wald abging (rückwirkend betrachtet, ein kleines Wunder) überholt uns sehr rasant ein Polo, hält kurz vor uns, lässt eine ältere Dame aussteigen und heizt weiter. Die Dame, als Kathi bekannt, fragt uns kurzerhand ob wir aufsitzen wollen (sie hatte ihr Auto dort geparkt und war vom Kräuterpflücken mit ihrer Tochter zurückgekehrt) und wo wir hin wollten. Ich zögere, Silvia sofort - Ja klar! Nach dem aufsitzen, fängst auch gleich fester an zu regnen. Und einen Tag später erfahren wir von Thomas und Werner, auf der Schutzhütte Neubau, dass sie mit Katharina in dem Waldstück kurz vor dem Ziel auf eine riesige Waldbaustelle getroffen sind und den Weg zurück sowie einen großen Umweg in Kauf nehmen mussten, im Regen. Katharina nahm dies zum Anlass zwei Tage ihren Muskelkater, die mit Blasen geplagten Füße zu schonen und blieb in Rauris.
Nachdem wir bei der Pension Anneliese eingecheckt und geduscht hatten (und natürlich wieder Handwäsche 😬), ging es ab ins Dorf zum wohlverdienten Abendessen. Hier gab es, Anja wird es freuen, hervorragendes Vegetarisches zu Essen - Eierschwammerl und herzhaft gebratenes Gemüse, ein Genuss.
Silvie ist nach der Dorfrunde ins Bett und sofort eingeschlafen, ich habe noch ein paar Stunden gebloggt...
Fazit des Tages:
5:11 Std. Gehzeit
6:40 Std. Gesamtzeit
428 HM Anstieg
1.630 HM Abstieg
20,2 Km Distanz per Pedes
(1,8 Km im Auto bei Kathi)
Einige Fotos des Weges...















