2G-Urteil in Niedersachsen: Juristen beklagen "klare Fehlentscheidung"
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2G-Urteil in Niedersachsen: Juristen beklagen "klare Fehlentscheidung"
Was vor Kurzem in Orlando vorgefallen ist, hat mich traurig und erschüttert zurückgelassen. Es ist mir unerklärlich zu was für Taten Vorurteile und fehlende Aufklärung führen können (wobei das sicher nicht die einzigen Gründe sind). Um mein kleines Zeichen gegen diese Handlungen zu setzen, stelle ich heute ein paar meiner liebsten LGBTQ (Lesbian-Gay-Bi-Trans-Queer/Questioning) Romane vor. Bücher sind ein wunderbarer Weg, um sich in andere Gedanken und Erfahrungen einzufühlen. Ich bin weder homosexuell noch trans oder bi, aber ich finde es spannend über Personen zu lesen, die sich in das gleiche Geschlecht verlieben oder mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht nicht übereinstimmen, weil sie meinen Horizont erweitern. Es geht auch anders als in meiner eigenen Erfahrung und manchmal ist das unendlich komplizierter. Ich mag sowohl Geschichten, in denen die Charaktere sich selbst finden müssen (Coming of Age, Coming Out) als auch die, in denen es gar nicht mehr um ihre Sexualität geht sondern einfach nur mal nicht der Status Quo die Hauptfigur ist.
Unangefochtener König der Romane über schwule Jungs ist meiner Meinung nach David Levithan. Bei ihm geht es oft einfach nur um Liebe und wie egal es ist welche Form sie annimmt oder in welchem Geschlecht man sie wiederfindet. Egal ob er ein schwules Utopia in Boy Meets Boy erschafft, Figuren mit den Auswirkungen des 9. Septembers in Love is the Higher Law kämpfen lässt, mit John Green zusammen ein Schul-Musical auf die Beine stellt (Will Grayson, Will Grayson), oder in Two Boys Kissing zwei Jungs den Rekord für den längsten Kuss anfechten lässt, es geht immer um die Liebe und dass sie eben dahin fällt, wo sie hinfällt.
Weitere herzerwärmende Annäherungsversuche zwischen Jungs gibt es in: Simon vs. the Homo Sapiens Agenda, Aristotle & Dante Discover the Secrets of the Universe, I’ll Give You The Sun und Die Mitte der Welt (aus deutscher Feder).
Auch für lesbische Liebe ist in der YA-Szene stets gesorgt. Mein Regal ist da im Verhältnis etwas weniger bestückt, aber empfehlen kann ich The Miseducation of Cameron Post (was in den Neunzigern spielt und sich u.a. mit “Entschwulungscamps” auseinandersetzt), Rage (das toll geschrieben ist, aber auch häusliche Gewalt mit sich bringt), und Ask the Passengers (mit viel Kleinstadt-Homophobie).
In Sachen Transgender habe ich Luna und Almost Perfect im Angebot, wobei beide nicht aus der Sicht der Trans-Person selbst erzählt werden. Für mehr Titel zu dem Thema verweise ich gern auf einen älteren Post im Blog :)
Wer den Fokus nicht so auf dem Coming Out haben möchte, dem empfehle ich Bücher aus dem (urban) Fantasy Genre. Zaubererwelt mit Vampiren in Carry On, ein Leben nach dem Tod (oder so ähnlich?) in More Than This, gute und böse Hexen (auch die männlichen) in der Half Bad Welt, Energielinien, Tarotkarten und lebendige Träume im Raven Cycle. Wobei die Einordnung in die LGBTQ-Kategorie bei den letzten beiden erst im finalen Band so richtig stattfindet.
So, und jetzt geht bitte alle hinaus in die Welt und verbreitet Marshmallowherzen, Regenbogenkonfetti und Toleranz. Sie hat es offensichtlich noch immer nötig. Anfangen damit könnt ihr, indem ihr mir euer Lieblings-LGBTQ-Buch in den Kommentaren verratet oder vielleicht selbst einen Post zu dem Thema zusammenstellt.