Somatic Experiencing Juli 2025
01.07.
ich habe von dem Wochenende mit den Yawanawa erzählt. Wir bleiben bei dem Missbrauch und ich stell mir vor ich hätte Superpowers und stoß den weg, dann zerkratz ich sein Gesicht und schneid Penis und Eier ab. Fühlt sich gut an, ich hab wieder das Gefühl, wenn ich mich verteidigen kann, kann ich alles machen! Er meint ich kann auch geräuschlich mich ausdrücken dazu, ich merk aber dass ich mich noch zu viel dafür schäme vor ihm und sage ich probier das nach der Session. Manchmal komm ich zurück in das nicht-wehren-können-Gefühl wo ich das Gefühl hab ich kann gar nichts machen und dann geh ich aber wieder in die Fantasie zurück. Er sagt mit der Fantasie kreieren wir unsere Realität. Wir ändern nicht die Vergangenheit, weil die ist wie sie war, aber wir können mit der Fantasie ändern, wie das Nervensystem auf das was passiert ist reagiert, wenn wir uns das vorstellen.
Hausübung: jeden Tag das machen.
10.07.
ich hab erzählt was alles los war. Der Trigger am Sonntag und die Angst, dann damit zu A, er telefoniert und erzählt dann lang von seiner neuen Frau, ab nächsten Tag das Gefühl nicht genug zu sein, dass er ganz für mich da ist und der Schmerz dass er mit einer anderen Frau nahe ist obwohl ich so lang den Wunsch hatte ihm nahe zu sein, und das mit Singkreis und der Frau die ich getriggert habe und ihre Nachricht heute. Das ist so aktuell, aber eigentlich wollt ich über was anderes die Session machen, deshalb mach ich eine Runde Körper ankommen. Danach mag ich über das Gefühl reden was Montag in mir getriggert wurde durch A. Was sich ändern soll? Dass ich mich nicht mehr schäme. Wie sich das anfühlt? Leicht, lustig sogar, frei. Spüren. Dann in das Gefühl gehen. Ich, klein zusammengekugelt. 4 Jahre alt. Schäme mich, weil ich Hilfe/Geborgenheit brauche und niemand mir das geben kann. Ich rede mit ihr, dass ich sie sehe und verstehe und es vollkommen normal ist, dass ich Hilfe brauch und dass die auch notwendig ist und ich überhaupt gar nichts dafür kann, dass ich sie nicht bekomme. Dann kuschel ich sie zu mir, sie hält sich an mir fest, kann aufatmen.
15.07.
Thema: Kontakt mit meiner Mutter, dass ich mich dann schlecht fühle, weil ich mich abgelehnt und verleugnet fühle. Möglichkeiten, dass wir nie wieder Kontakt haben oder ich stark genug werde, dass es okay für mich ist. Das Stark genug sein fühlen ist einerseits gut andererseits ist da eine Angst. Wir fangen mit dem Positiven an - meine Anteile sind bei mir so sicher, dass das Außen egal ist, wie ein Schutzmantel um mich herum. Fühlen, auch im Raum schauen, das ist Mein Raum, Meine Wohnung. Mit Fokus darauf fühl ich mir größer und stärker. Ich bin die einzige die diese Wohnung bewohnt und kann alles selbst gestalten, wirklich! Das war gut, dann in die Angst gehen, konnte ich gar nicht mehr so leicht fühlen. Was würde ich meiner Mutter sagen, nicht in dieser 3D Ebene, sondern wenn ich mit ihrer Seele reden könnte. Hallo Mutti, es tut mir so Leid für das was du erlebt hast. Ich wünschte wir könnten unseren Schmerz teilen und uns so verbinden. Ich möchte, dass du meinen Schmerz siehst und dass ich dir davon erzählen kann was ich über die Jahre erlebt habe. Ich liebe dich. Was ich fühle: Traurigkeit und Liebe. Er meint, weil ich erwachsen bin, kann ich beides gleichzeitig fühlen. Es fühlt sich auch ruhig an, beides gleichzeitig zu fühlen. In dem bleiben. In mir ist der Gedanke ihr das als Brief zu schreiben und gleichzeitig Widerstand, weil es sich zu früh anfühlt. Sie ist bestimmt noch nicht bereit.
Hausübung: Er meint, ich soll einen Brief verfassen und alles reinschreiben was mir einfällt Dann ein paar Tage warten und nochmal einen Brief verfassen aber geordneter. Dann wieder warten und vielleicht schreib ich dann noch einen Brief den ich abschicke, vielleicht auch nicht, kein Druck
22.07.2025
R hat mir mir gekuschelt vorgestern und ich hab mich zwar schon voll gesehnt nach Kuscheln, aber ich war trotzdem angespannt und etwas in mir wollte nicht und etwas schon und irgendwie war und bin ich verwirrt über die ganze Situation. Ordnen: einerseits das Bedürfnis nach körperlicher Nähe und andererseits so ein Wollknäuelchaos, mit den Händen dargestellt. Das Chaos ganz langsam wird zu einem schönen Tanz und dass Berührung voll schön sein kann, wenn es langsam ist. Fühle Entspannung aber auch Angst. Angst ist Terror, aber tief vergraben in mir. Angst sagt: ich will nie nie wieder von irgendjemanden berührt werden. In Fantasie mach ich mir eine Schutzmauer, so dass ich dahinter zumindest entspannen kann. Bin auch etwas traurig, weil ich da isoliert bin. Rüber zum Schönen – Berührung kann voll schön sein wenn ich mich sicher fühle. Nährend auch. Mein Körper sagt: ich will mehr. S meint ich kann auch sagen wie ich berührt werden möchte. Lustig, daran hab ich gar nicht gedacht. Reden mit inneren Angstkind. Danke fürs Beschützen, ich seh dich und versteh dich. Ich hab jetzt andere Kräfte und Fähigkeiten mit denen ich das beeinflussen kann welche Berührung ich mag und wann sie aufhören soll. Ich mag gerne berührt und gehalten werden, so dass es sich sicher anfühlt.
29.07.
Müdigkeit. Anteile wachen auf aus ihrem lebenslangen Schlaf. Anstrengend, weil in den Anteilen viel geballte Energie steckt und Anspannung. Wir reden heute viel, auch darüber warum Menschen missbrauchen. Er meint, dass die Täter dissozieren dabei und meistens selbst Missbrauch oder andere Unterdrückung erlebt haben und so quasi „Rache“ üben. Ich meine ja bei den gewaltvolleren Erinnerungen, aber dass mein Vater ja sehr sanft mit mir war und sich das gar nicht so als Rache anfühlt. Er meint, dass mein Vater wahrscheinlich selbst auch Missbrauch überlebt hat und als Folge verwirrt in der Sexualität ist und die Grenzen dafür nicht spüren kann. Ich erzähle von meiner frühesten Erinnerung, die ich immer hatte und dann rede ich mit dem kleinen Kind was so verwirrt ist. Sexuelle Energie darf auf Kinder nicht übertragen werden, weil die nicht bereit sind für sowas und das nicht verstehen können und wenn es dann nicht nur schrecklich sondern auch schöne Facetten hat ist die verwirrung komplett. Und niemand hat mich aufgeklärt, bli bla blubs
Lernen: Grenzen zu kommunizieren, bzw wie viel und so ich berührt werden mag oder wo meine Grenzen sind, schon am Anfang, bevor erst die Grenze erreicht ist!!











