Urbild: Der Zerrissene
Mütter irren und suchen immer; sie haben viele Namen, aber sie irren umher auf den Fluren und suchen ihr armes Kind, das man ins Untere entführt, gemordet, zerstückelt hat.
Mann, Thomas. 2013. “Der junge Joseph”. Joseph und seine Brüder. Frankfurt: Fischer, S. 318.
Er ist der Dulder und ist das Opfer. Er steigt in den Abgrund, um daraus hervorzugehen und verherrlicht zu werden. Dessen war Abram gewiß, als er das Messer hob über den wahrhaften Sohn. Aber als er es niederstieß, da war’s zum Ersatz ein Widder. […] [E]s steht geschrieben: Einen Gott soll man schlachten, und des Tieres Sinn ist der des Sohnes, der seine Stunde kennt, als wie im Feste, und kennt auch die, da er des Todes Wohnung umstürzen und hervorgehen wird aus der Höhle.
– Joseph über Tammuz-Adoni | Mann, Thomas. 2013. “Der junge Joseph”. Joseph und seine Brüder. Frankfurt: Fischer., S. 327f..
Meinst du, du entkommst mir? Glaubst du, wir entrinnen einander? Ich weiß, ich weiß schon von deinem eifernden Gott, dem du verlobt bist und dessen Kränz du trägst! Aber ich fürchte den Fremden nicht und will dir den Kranz schon zerreißen, woraus er auch immer bestehe, dich aber dafür mit Efeu kränzen und Ranken des Weins zum Mutterfest unsrer Liebe!
– Mut-em-enet an Joseph | Mann, Thomas. 2013. “Joseph in Ägypten”. Joseph und seine Brüder. Frankfurt: Fischer., S. 854.
Osiris: Some say he was Dionysos, others say another; who was dismembered by the daimon Typhon [Set] and became a great sorrow for the Egyptians, and they kept the memory of his dismemberment for all time.
– Suidas s.v. Osiris (trans. Suda On Line) (Byzantine Greek lexicon C10th A.D.)













