Mit Tonkabohne und Vanille
Zutaten (80 Plätzchen):
500 g Mehl
250 g Margarine
60 g Zucker
2 Eier
4 Tonkabohnen
2 Vanilleschoten
2 Msp. Backpulver
1 große Prise Salz
Zubereitungszeit: Vorbereitungszeit 20 Min. | Backzeit 2 x 15 Min. bei 180 °C Umluft
Zubereitung:
Tonkabohnen auf einer feinen Muskatreibe in eine Schale reiben. Vanilleschoten längs halbieren, das Mark herauskratzen und…
Echte Vanille-Sauce / unnachahmlich im Geschmack / Fakten und Tipps vom Profi !
Echte Vanille-Sauce ist auch das Ausgangsprodukt für viele Desserts und Creme-Eis. Unentbehrlich zu den weltberühmten Wiener Buchteln, passt aber auch zu einem klassischen Bratapfel.
Die echte Vanillesoße hat nichts mit den Produkten aus den Tütchen zu tun, denn hier wird künstliches Vanillearoma mit Stärke gebunden.
Bei der echten Sauce verwendet man eine Vanilleschote. Sie ist der fermentierte Fruchtkörper der Vanilla-Orchidee und sorgt für diesen unvergleichlichen feinen Geschmack. Die Bindung kommt von den Eigelben.
3 Blatt weiße Gelatine
750 g Schlagsahne
35 g Zucker
1 Vanilleschote
Für die Sauce
400 g Erdbeeren
50 g Puderzucker
2 cl Erdbeerlikör oder
; Himbeergeist
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Schlagsahne und Zucker in einen
Topf geben. Vanilleschote aufschlitzen und auskratzen. Vanillemark und
-schote zur Sahne geben. Alles 15 Minuten kochen lassen. Vanilleschote
herausnehmen. Gelatine zur…
Eine meiner Lieblingszutaten beim Backen ist die Vanille. Ich mag das Aroma sehr und finde, Teige sehen mit den Samen schwarz gesprenkelt wunderschön – und noch leckerer – aus.
Die Vanilleschote ist die Frucht der Vanille Orchidee, meist Vanilla planifolia, die ursprünglich aus Mexiko stammt, mittlerweile jedoch häufig in Madagaskar angebaut wird. Die Schoten werden geerntet, wenn sie noch grün sind, aber noch nicht das typische Vanille-Aroma haben. Um dieses zu erhalten, müssen die Schoten erst in einem zeitintensiven Prozess, der Schwarzbräunung, behandelt werden, bei dem sie unter anderem getrocknet und fermentiert werden.
Die Vanille ist auf Grund der aufwendigen Aufbereitung nach Safran das zweitteuerste Gewürzt. Da vielen die Verwendung von echten Vanilleschoten zu teuer ist (es gibt mittlerweile günstige Angebote im Internet), möchte ich hier zeigen, wie man die Vanilleschote möglichst effizient auskratzt und auch die leere Schote noch verwendet werden kann.
Vanilleschote auskratzen
1) Das feste Ende der Vanilleschote zwischen Zeigefinder und Daumen festhalten.
2) Mit einem scharfen Messer vor den Fingern anfangen und die Schote längst aufschneiden. Dabei soll nur eine Seite aufgeschnitten werden, sodass die Schote ausgeklappt werden kann. Wichtig: Die Schote nicht durch zu kräftiges Schneiden in zwei Hälften teilen.
3) Die Schote am Anfang des Schnittes etwas aufklappen und einen Teelöffel an der Stelle ansetzen
4) Den Teelöffel mit etwas Druck längst über die Schote ziehen, damit alle Samen in der Innenfläche des Löffels landen.
5) Die Vanillesamen können nun einfach mit Hilfe eines zweiten Löffels wie im Rezept beschrieben hinzugegeben werden.
Lagerung
Bei richtiger Lagerung halten Vanilleschoten sehr lange und werden nicht schlecht. Dazu sollten sie luftdicht und dunkel verpackt werden, z.B. in einem gut abgedichteten Glas. Sollte sich doch einmal eine weiße Ablagerung an den Schoten bilden, sollte man nicht sofort an Schimmel denken. Hält man die Schote in Sonnenlicht und glänzt die Ablagerung wie ein Kristall, so handelt es sich lediglich um Raureif, der der Qualität keinen Abbruch tut. Zudem riechen verschimmelte Schoten auffällig unangenehm.
Vanillezucker
Viele Rezepte verlangen nach Vanille- oder Vanillinzucker – wobei es sich nicht um das selbe handelt. Vanillezucker ist mit echter Vanille hergestellt; entweder ist der Zucker mit dem Mark vermischt oder mit der gemahlenen Kapsel. Bei Vanillin handelt es sich zwar um den Hauptaromastoff der Vanilleschote, jedoch enthält eine Schote nur etwa 2% Vanillin - es ist also unmöglich, dass der günstige Vanillinzucker aus dem Supermarkt tatsächlich auch echte Vanille enthält. Eher wird Vanillin fast immer synthetisch hergestellt - und zwar aus Abfallprodukten der Papierindustrie und Holz.
Aus diesem Grund bin ich dazu übergegangen selbst Vanillezucker herzustellen. Da ich ohnehin sehr viel Vanille zum Backen verwende, stecke ich die ausgekratzten Schoten in ein Schraubglas mit Zucker. Bei dieser Variante dauert es zwar einige Wochen, bis der Zucker das Aroma der Schote angenommen hat, aber da ich meist 3-4 Gläser gleichzeitig mit Zucker und Schoten gefüllt habe, habe ich immer genug Nachschub. Wer nicht so lange warten möchte oder ein intensiveres Aroma haben möchte, kann komplette oder bereits ausgekratzte Schoten bei 150° C 15 Minuten lang im Backofen erhitzen und anschließend in einer Kaffeemühle mahlen. Das Vanillepulver kann dann mit Zucker gemischt und bereits nach wenigen Tagen genutzt werden.
Da ich Vanillezucker fast ausschließlich dann verwende, wenn ich nur eine weiche Vanillenote und keine schwarzen Pünktchen im Teig haben will, reicht die erste Variante für mich immer aus. Für ein intensiveres Aroma kratze ich lieber eine halbe Schote aus und benutze das Mark statt intensiveren Vanillezucker.
Wer die ausgekratzten Schoten nicht für Vanillezucker verwenden möchte, kann sie alternativ auch in Milchreis oder Vanillepudding mit kochen und zum Ende der Kochzeit wieder heraus nehmen. Das ergibt ein intensives Vanillearoma, das gerade zu süßen Speisen sehr gut passt.