Vegan Bake Sale Special
Am 3. Mai 2014 fand die zweite Runde des Vegan Bake Sale im Bremer "Viertel" statt: diesmal in der Horner Straße, vor dem im April neu eröffneten Veganissimi, dem Paradies für vegan Einkaufende. :) Wir waren mit Pizzabrötchen, Schoko-Kirsch-Muffins, Apfel-Zimt-Muffins und zwei Versionen Doppelkeksen vertreten – Renate hat wie wild gebacken und Thomas hat die Leckereien im Fahrradanhänger "geliefert". Hier ist eine Übersicht der Rezepte. Keins davon ist ursprünglich von uns; wir haben die Rezepte in verschiedenen Büchern gefunden und nach unseren eigenen (genauer: Renates) Vorstellungen abgewandelt.
Pizzabrötchen (8 Stück)
Hefeteig:
400 g Weizenmehl mit einem Päckchen Trockenhefe, einem TL Zucker und zwei TL Salz gut vermischen, mit 225 ml warmem Wasser kneten, ca. eine Stunde gehen lassen.
den Teig nochmal durchkneten, in 8 Stücke teilen, diese jeweils flach drücken und in der Mitte mit der gewünschten Füllung belegen.
die Teigstücke zusammenlegen, dabei die Enden gut zusammendrücken, die Oberfläche mit Olivenöl bestreichen und evtl. mit Gewürzen (Basilikum, Rosmarin o.ä.) bestreuen. Pinienkerne fallen nach meiner Erfahrung leider spätestens nach dem Backen von den Brötchen runter...
die Brötchen bei 200°C im vorgeheizten Ofen für ca. 20 min backen.
Füllungen:
veganes „Ricotta“: 200 g Basilikum-Tofu in Stücke schneiden, 75 g Cashewkerne in der Mandelmühle mahlen und mit dem Tofu verkneten, etwas Olivenöl und nach Geschmack weitere Gewürze (Basilikum, Bärlauch, Salz...) dazugeben.
Tomatenmark mit Kräutern und gerösteten Pinienkernen.
Tomatenmark mit Kräutern und Mozzarisella.
Tomatenmark und veganer Käse.
Schoko-Kirsch-Muffins
Die Rezeptidee stammt aus dem Solikochbuch „Vegan kochen mit Ente“ von Compassion Media. Das Buch ist sehr empfehlenswert – man findet viele einfache, aber sehr ansprechende Rezepte, es werden keine allzu „exotischen“ oder teuren Zutaten verwendet, es ist anfängergeeignet und hat ein sehr handliches Format.
Weil Erdbeeren momentan noch keine Saison haben, gab es für den VBS eine Variante mit eingekochten Sauerkirschen und Schokotropfen.
Zutaten für ca. 16 große Muffins:
500 g Weizenmehl
1 gestrichener TL Natron (nach Originalrezept ½ Päckchen Backpulver)
400 ml Sojamilch
125 g Margarine
200 g Zucker
1 TL Vanillepulver (nach Originalrezept 2 Päckchen Vanillezucker)
1 großes Glas Sauerkirschen (Abtropfgewicht 370 g), gründlich nach eventuell vergessenen Steinen abgesucht, halbiert und gut abgetropft
eine ganze Packung Chocolate Drops von Plamil (175 g – so viel muss schon sein...)
Zubereitung:
die Margarine etwas aufwärmen (lassen), bis sie weich ist, mit der Sojamilch, dem Zucker, der Vanille und einer Prise Salz vermischen
Mehl und Natron (bzw. Backpulver) gut vermischen und nach und nach unter den Teig mixen (ein Handmixer ist hilfreich)
zum Schluss die Kirschen und Schokotropfen unterrühren, die Masse in Muffinförmchen verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 30 min backen
Margarine (ca. 180 g, vegan und palmölfrei):
Quelle: Stephie kocht vegan
Wir finden Palmöl aus den allseits bekannten Gründen inakzeptabel und haben es mittlerweile fast vollständig aus unserem Haushalt verbannt. Eine Konsequenz ist, dass wir seit einigen Monaten unsere Margarine selbst herstellen. Es ist kinderleicht, kostet gerade mal ein paar Minuten Zeit (und 30 min Warten), schmeckt gut auf’s Brot und eignet sich auch zum Backen. Da unsere Margarine einen Fettgehalt von nahezu 100 % hat, mischen wir sie zum Backen ungefähr 3:1 mit Sojamilch oder Wasser; dadurch verringert sich der Fettgehalt auf den von „normaler“ Margarine.
Wir benutzen meist Sonnenblumenöl (Bratöl); damit entsteht geschmacksneutrale weiße Margarine. Gute Erfahrungen haben wir auch mit einer 1:1-Mischung aus Sonnenblumenöl und Distelöl bzw. Sojaöl gemacht. Mit Olivenöl schmeckte uns das Resultat nicht gut und es hat viel länger als üblich gedauert, bis die richtige Konsistenz erreicht war.
40 g Kakaobutterchips auf kleiner Hitze erwärmen, bis sie gerade eben schmelzen
die flüssige Kakaobutter in eine Schüssel umfüllen (damit der noch warme Topf nicht unnötig den Kühlschrank aufheizt...), 140 g (nicht Milliliter) Öl dazugeben, zwei Prisen Salz dazu, das ganze kurz umrühren
die Schüssel für 30 min in den Kühlschrank stellen. Die Masse ist nach 30 min (meist) noch flüssig. Jetzt mit einem Schneebesen einige Minuten lang schlagen und dabei nicht die Geduld verlieren... Denn nach einiger Zeit bekommt das ganze eine cremige Konsistenz. Danach kann die Margarine nach Belieben in ein verschließbares Gefäß gefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Wer keine Lust hat, kann die Margarine auch ohne weiteres Zutun einfach im Kühlschrank aushärten lassen. Wir finden die Streichfähigkeit allerdings etwas besser, wenn der Schneebesen ausgiebig zum Einsatz kam...
Apfel-Zimt-Muffins
Dieses Rezept stammt aus dem Kochbuch „Vegan lecker lecker“ von Marc Pierschel (den man auch als Regisseur von „Live and Let Live“ kennt) von Compassion Media. Auch dieses Buch ist prima gelungen und macht große Lust auf’s Nachkochen und –backen. Wir benutzen es mindestens genauso häufig wie „Vegan kochen mit Ente“ und finden es aus ähnlichen Gründen sehr ansprechend.
Das Rezept wurde von uns geringfügig abgewandelt; anders als im Original rühren wir die Apfelstückchen einfach unter den Teig und machen richtig viel Zimt dran!
Zutaten für ca. 20 große Muffins:
400 g Weizenmehl
1 gestrichener TL Natron (nach Originalrezept 1 Päckchen Backpulver)
250 g Zucker
½ TL Vanillepulver (nach Originalrezept 1 Päckchen Vanillezucker)
eine Prise Salz
250 ml Sojamilch
250 ml Öl
2 gehäufte TL Zimt
3 mittelgroße Äpfel (zur Zeit gibt es auf dem Ökomarkt Marnica-Äpfel, die sich sehr gut eignen)
Zubereitung:
Mehl, Natron, Zucker, Vanille, Zimt und Salz mischen. Sojamilch und Öl dazugeben und mit einem Handmixer gut verrühren.
die Äpfel schälen und in kleine Stückchen schneiden, diese unter den Teig rühren (der jetzt zu einem sehr großen Anteil aus Apfel besteht – aber genauso muss das sein!)
den Teig in Muffinförmchen füllen, die Muffins noch mit etwas Zimt bestreuen
bei 200°C im vorgeheizten Ofen für ca. 20 min backen
Doppelkekse hell / dunkel
Das Rezept stammt aus dem Kochbuch „Vegan genial“ von Josita Hartanto (Neun Zehn Verlag). Wir haben statt gekaufter Margarine unsere selbstgemachte verwendet und wieder 3:1 mit Sojamilch „gestreckt“, außerdem wie immer Natron statt Backpulver verwendet, eine Variante mit Pistazien (statt Mandeln) und dunkler Schokolade, daneben eine Kreation mit weißer Schakalode gebacken. Für die Füllung haben wir Schakalode-Buttons in braun bzw. weiß von Vantastic Foods verwendet. Die Menge haben wir so angepasst, dass die Keksanzahl eine Zweierpotenz ist – damit ist das gleichmäßige Aufteilen des Teiges einfacher...
Zutaten für 16 Doppelkekse der dunklen Variante:
150 g weiche Margarine
150 g Zucker
3 EL Sojasahne
210 g Mehl (z.B. eine Mischung aus 3:1 Weizen- und Dinkelmehl)
75 g Maisstärke
60 g gemahlene oder gehackte Pistazien
½ TL Natron
Salz, Kardamom
100 g grob gehackte vegane Zartbitterschokolade (z.B. Vivani Feine Bitter Kuvertüre)
Zubereitung der dunklen Doppelkekse:
zuerst die Zutaten ohne die Schokolade miteinander verkneten, dann noch die Schokostückchen mit dazugeben
den Keksteig in 5 Schritten immer in zwei gleich große Teile teilen – das ergibt insgesamt 32 Stücke
aus den Teigstücken zuerst Kugeln formen, dann flach drücken und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen
im vorgeheizten Backofen bei 180°C für ca. 12 -15 min backen. Danach sind die Kekse noch etwas weich; beim Abkühlen werden sie aber knusprig.
50 ml Sojasahne in einem Topf bei kleiner Hitze warm werden lassen und 150 g Schakalode-Buttons (braun) darin schmelzen. Die Masse für ca. 15 min etwas abkühlen lassen, dann auf der „Unterseite“ von 16 Keksen verteilen, einen passenden Keks oben drauf legen und das ganze gut auskühlen lassen. Es braucht mindestens 2 Stunden, bis die Füllung fest geworden ist...
Zubereitung der hellen Variante:
statt der Pistazien: gemahlene oder gehackte Mandeln verwenden
statt Kardamom: Anis oder Vanille verwenden
statt Zartbitterschokolade: weiße vegane Schokolade (z.B. Schakalode Erdbeer) kleinhacken und an den Teig mischen
statt brauner die weißen Schakalode-Buttons für die Füllung verwenden. Nach meiner Erfahrung wird diese Füllung nicht so schön fest wie die dunkle...













