Es zieht sich, Teil 2
Die gute Nachricht: „unsrere” Architektin ist aus dem Urlaub zurück gekehrt und hat sich erfreulich schnell unserem 3. Vorentwurf gewidmet. Ziel des neuen Entwurfs war es, die Grundfläche des Hauses so zu vergrößern, dass der Eingang von der Traufseite (seitlich gelegen) an die Straßenfront (Giebelseite) versetzt werden kann. Am 2. Tage nach Ihrer Rückkehr aus dem Urlaub an den Schreibtisch hatten wir die neuen Pläne in der Mailbox.
Die schlechte Nachricht: Statt die Giebelseite zu verbreitern, was uns sinnvoller erschien, wurde in den neuen Plänen die Traufseite verlängert... Argghh!
Jetzt müssen wir unverschuldet eine weitere Woche (so die Prognose) auf den neuen 3. Vorentwurf warten - das ist schon sehr ärgerlich. Zumal wir bis Ende diesen Monats (August) laut Terminplanung unseren Bauantrag einreichen sollen. Und es ist abzusehen, dass der 3. Vorentwurf sicher auch noch mal 1-2 Korrekturrunden braucht. Da bleibt uns nur zu hoffen, dass die Architekten demnächst ein anderes Tempo an den Tag legen oder ein zeitlicher Mehrbedarf bis zum Bauantrag an anderer Stelle wieder aufgeholt wird...
Grundsätzlicher Eindruck zur Architektenphase bisher: Die Architekten setzen um, was umzusetzen ist und was der Bauherr explizit wünscht. „Beratung” im eigentlichen Sinne findet leider nicht statt. Entweder dafür fehlt die Zeit oder Sie werden dafür nicht bezahlt. Oder beides. ;)
Wir würden uns mehr Initiative seitens der Profis wünschen. Kritische Meinungen zu bestimmten Details, kreative Alternativvorschläge, ein Anruf, um „on the fly” etwas auf dem kurzen Dienstweg zu klären / zu besprechen und dergleichen. Bisher leider Fehlanzeige.
Ein gutes Beispiel ist die Vergrößerung der Grundfläche unseres Hauses: Wir hatten zur finanziellen Orientierung mal Preise bei unserer Beraterin eingeholt, für eine Verbreiterung bzw. Verlängerung des Hauses um jeweils 50 cm. Das erschien aus unserer laienhaften Sicht ungefähr (!) ausreichend, um die Hausplanung unseren Wünschen (Eingang vorn, Treppe anders) anzupassen.
Nun ist eine solche Hausvegrößerung jedoch nicht gerade billig - und unsere Hoffnung war daher, dass seitens der Architekten genau ausgelotet wird, wie viel Zentimeter in welche Richtung notwendig wären, um unsere Wünsche Preis-/Leistungstechnisch und ergebnistechnisch optimal umzusetzen... Stattdessen wurden die „in den Raum geworfenen 50cm“ einfach stur umgesetzt. Vielleicht haben wir da auch einfach zu viel erwartet...
Mein Tipp lautet in jedem Fall: selbst Initiative zeigen! Möglichst exakte Vorgaben machen (am besten schriftlich), zum Telefonhöhrer greifen.
Wir haben uns nach den bisherigen Erfahrungen jetzt selbst am „genauen Ausloten“ versucht und exakte Maße für die Hausvergrößerung und sogar für die Abmessungen der einzelnen Zimmer vorgeschlagen.









