Vorsorgeuntersuchung müssen auch bei Keuschlingen sein!

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Vorsorgeuntersuchung müssen auch bei Keuschlingen sein!
7. Januar 2026
Schöner preppen, billiger preppen
Der große Stromausfall im Berliner Südwesten zu Beginn dieses Jahres zeigt nicht nur, wie verwundbar eine deutsche Großstadt bei Störung ihrer kritischen Infrastruktur ist. Sondern ebenso, wie verwundbar viele Städtebewohner sind, wenn diese Infrastruktur nicht funktioniert.
Kein Licht, weil ja kein Strom. Keine Info, weil ohne Strom kein Internet. Und keine Kommunikation, weil ohne Strom kein WhatsApp. Von nix zu essen und keinem heißen Tee ganz zu schweigen: Für viele Berliner (und das dürfte in anderen Städten genauso sein) funktioniert schlicht nichts, weil es bei ihnen nichts gibt, was ohne Strom aus der Steckdose funktioniert. Entsprechende Vorsorge, heißt es entschuldigend bis wütend in den Debatten in den sozialen Netzwerken, sei schlicht nicht drin. Kein Geld oder kein Platz. Oder gleich beides.
Das muss ja nicht sein. Deshalb eine kleine Anleitung zum billigen, platzsparenden Vorbereiten. Nix großes, nix aufwändiges, nix teures, und auch nur ein kleines Starterpack. Wenn wieder der Strom wegbleibt:
Wir fangen mal an mit dem einfachsten Hilfsmittel in dunklen Tagen: Einem Paket Teelichter. Im großen schwedischen Möbelhaus gibt es das Hunderterpack für fünf Euro; und jedes einzelne Teelicht soll bis zu vier Stunden lang brennen. Damit lässt sich schon ein Raum halbwegs beleuchten, keiner muss im Dunkeln sitzen. Vorsorglich gehört dazu natürlich auch ein - vielleicht sogar vorsorglich: 2 - Einwegfeuerzeug. Oder, noch billiger, eine Schachtel Streichhölzer. Großzügig gerechnet: sieben Euro, wenig Platzbedarf.
Wichtig ebenso: Trinkwasser, wenn es nicht mehr aus dem Hahn kommt. Beim Discounter gibt's Plastikflaschen mit 1,5 Litern stillem Wasser für 29 Cent; für 2,90 Euro also 15 Liter (fairerweise dazu gesagt: auch 2,50 Euro Pfand, aber die bekommt man ja zurück). Bei extremer Auslegung der Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz, die mit mindestens 1,5 Litern pro Person und Tag rechnen: Trinkwasser für zehn Tage.
Ok, diese beiden dringendsten Bedürfnisse sind auch bei einem Blackout erfüllt, was ist denn an Technik nötig? Zuerst vermutlich eine Lampe, denn mit Teelichtern mag man nicht so gerne durch die - dunkle - Gegend laufen. Decathlon, der französische Outdoor-Discounter, hat Stirnlampen ab ca 6 Euro im Angebot (natürlich auch teurere). Die für die Billig-Lampe nötigen AAA-Batterien gibt's wiederum beim Discounter, der Zehnerpack für 1,59 Euro. Wieder grob gerechnet: Für sieben Euro ist mobiles Licht da, für einige Tage.
Zur hilfreichen Technik gehören auch Information und Kommunikation. Das Informationsbedürfnis lässt sich am leichtesten ... nein, nicht via WhatsApp, sondern mit einem Radio befriedigen. Und die billigsten Radios, die auch mit Batterien funktionieren, habe die beiden großen Elektronik-Ketten für 25 Euro im Angebot. Das sind sogar Radios, die sowohl UKW als auch den digitalen Radiostandard DAB+ an Bord haben. Und für die nötigen Batterien, die das Gerät beim Blackout am Laufen halten, sorgt erneut der Discounter, diesmal mit AA-Batterien, ebenfalls im Zehnerpack für 1,59 Euro: Für 27 Euro sind die Nachrichten gesichert.
Wer darauf Wert legt, das Mobiltelefon möglichst weiterbenutzen und damit auch kommunizieren zu können, wird um eine Powerbank nicht herumkommen. Da gibt es etliches für unter 30 Euro auf dem Markt. Ein Stromspeicher mit der - wenn auch etwas irreführenden - Angabe 10.000 mAh sollte es schon sein, um das Smartphone zwei Mal oder mehr wieder voll zu bekommen.
Und die immer wieder empfohlenen Vorräte fürs Überleben, zumindest einige Tage? Da gibt es ausgefeilte Empfehlungen, aber wer über Platzmangel klagt, legt sich einfach ein oder zwei 500-Gramm-Packungen Couscous hin. Die gibt's zum Beispiel, sogar in Bioqualität, bei einer großen Drogeriemarktkette für 1,25 Euro die Packung. Der Vorteil: Couscous wird zwar in der Regel mit kochendem Wasser angesetzt - kann aber auch mit kaltem Wasser genutzt werden, wenn kein Kocher (s. unten) vorhanden ist. Und mit einer Dose gehackter Tomaten, beim Discounter für 65 Cent (oder 75 Cent in Bioqualität) zu bekommen, schmeckt das auch ein bisschen besser. Ein Kilogramm Couscous, vier kleine Dosen Tomaten schlagen so mit 5,10 Euro zu Buche - und ernähren eine Person ein paar Tage.
Natürlich ist warmes Essen nicht nur angenehmer, sondern auch eine psychische Stütze in dunklen und kalten Tagen. Genauso ist ein heißer Kaffee oder Tee für viele wichtig. Und dafür muss auch bei einem Stromausfall kein High-Tech-Campingkocher sein. Die billigste Variante: aus einer alten Dose (vielleicht von den Tomaten) selber einen Spirituskocher bauen – dafür gibt es zahlreiche Anleitungen im Internet, zum Beispiel hier.
Den nötigen Brennstoff gibt's dann auch im Drogeriemarkt, den Liter für knapp vier Euro (bisweilen auch kleinere Flaschen für entsprechend weniger Geld). Natürlich gilt für so einen Brenner erst recht, was schon oben für die Teelichter gilt: große Vorsicht mit offenem Feuer, und nie, nie, nie Kerzen, Teelichter oder einen Kocher auf eine brennbare Fläche stellen. Sonst hat man noch ganz andere Probleme als nur einen Stromausfall.
Für die Nicht-Selberbauer gibt es auch billige Varianten – Camping-Gaskocher für um die 15 Euro. Oder günstiger einen Esbit-Taschenkocher. Der hat auch noch den Vorteil, dass der Brennstoff viel besser gelagert werden kann und Temperatur-unempfindlich ist.
Unterm Strich, die Billig-Variante für Prepper:
Teelichter und Feuerzeug, 7 Euro. 15 Liter Trinkwasser, lagerfähig, 2,90 Euro. Notfallvorrat Couscous und Tomaten, 5,10 Euro. Notfallkocher selbstgebaut, mit Spiritus, 4 Euro. (alternativ: Esbit-Taschenkocher, ca 10 Euro) Stirnlampe mit Reservebatterien, 7,59 Euro. Notfallradio mit Reservebatterien, 26,59 Euro. Powerbank fürs Handy, ca 30 Euro. Was davon finanzierbar ist, weiß jeder selbst am besten.
(Thomas Wiegold)
Illustrationen für die SonntagsZeitung zum Thema Finanzen und Vorsorge vom 11. Juni 2017
Wer Bäume pflanzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat den Sinn des Lebens verstanden.
September 2020
Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust
Ich soll eine Brustuntersuchung machen: Ultraschall und, wie sich dann herausstellt, auch Mammographie und Biopsie. Ich fürchte mich vor Mammographien, weil ich die als sehr schmerzhaft erlebt habe. Die erste und bisher einzige liegt aber schon 4 Jahre zurück und die Bildqualität ist nicht gut. Die Radiologie-Assistentin versichert mir, dass die Geräte mittlerweile besser sind, weniger Strahlenbelastung verursachen und bessere Bilder machen. Es wäre wirklich gut, eine neue zu machen, auf der man alles besser erkennen kann.
Meine Schwester hat vor kurzem ihre erste Mammographie gemacht und sollte sich davor nicht eincremen und kein Deo verwenden. Ich bin zwar nicht eingecremt, aber deodoriert. Außerdem hab ich erst am Vortag ein Glitzeraufklebetattoo aus meinem Ausschnitt entfernt, weil ich dachte, dass das vielleicht stören könnte. Ich frage die Radiologieassistentin, ob die Glitzerreste und Deo ein Problem sein werden.
Sie erklärt dass es bei Eincremen, Deo und Glitzer um das Metall geht, das in manchen der Produkte drin ist, und sie das auf den Aufnahmen sehen würde. Mein Deo ist aluminiumfrei und scheint nicht weiter zu stören, aber ein bisschen Glitzer ist anscheinend erkennbar und wird, bevor es mit der Quetschung ernst wird, mit Desinfektionsmittel und Wattebausch entfernt.
Ich lasse mich also mammographieren und lege mich dann wieder auf die Liege in der Radiologie. Auf den zwei Bildschirmen sieht man etwas, was für mich wie stark vergrößerte Hoden im Längsschnitt aussehen. Sind wohl Bilder vom vorigen Patienten, denke ich mir. Es dauert lange, bis ich verstehe, dass das meine Brüste sind, rechts und links, im 45 Grad Winkel auf eine Platte zusammengequetscht, bis ich protestiere.
Ich habe viel bereitwilliger der Biopsie eingewilligt als der Mammographie, wahrscheinlich weil ich noch nie eine Biopsie hatte. Ich habe von Science Fiction geprägte Vorstellungen von weißen Räumen mit Stahltischen, surrenden Roboterarmen und langen dünnen Nadeln, die ausfahren und einstechen.
In Wirklichkeit ist es weniger futuristisch. Nach einer lokalen Betäubung sticht der Radiologe mit einer Hand mit einer sehr dicken langen Nadel in meine Brust und mit der anderen hält er das Ultraschallgerät, um zu sehen, ob er an der richtigen Stelle ist. Ich schaue zuerst nicht hin, bin dann aber doch zu neugierig. Der Arzt erklärt mir auch genau, was er tut, und macht mich darauf aufmerksam, dass man auf dem Ultraschallbild die Nadelspitze erkennen kann. Dort sieht sie noch größer aus als in Wirklichkeit.
Er warnt mich noch “Nicht schrecken”. Es wird zwar nicht weh tun, aber laut sein. Prompt schreckt mich das laute “Klonk” das die Biopsienadel macht, als die Probe entnommen wird. Aber es tut tatsächlich nicht weh. Es werden zwei Proben entnommen, von zwei verschiedenen Stellen. Als ich denke, dass es vorbei ist, wird mir noch mit einer viel kleineren Nadel ein winziges Stück Metall an die Stelle gesetzt, wo die Proben entnommen wurden. Es markiert die Stelle, damit man sie auch zweifellos wiederfindet, falls es zu einer Behandlung kommt. Ich frage sofort, was für ein Metall es ist: Titan. Nächster Gedanke: “Piepse ich jetzt bei der Kontrolle am Flughafen?” Nein, das ist zu wenig Material, um einen Metalldetektor auszulösen. Ich nehme mir vor, zu recherchieren, ob Titan magnetisch ist, weil ich mal Horrorgeschichten von Metall und MRT-Geräten gelesen habe.
Beim Befundgespräch eine Woche später erfahre ich, dass ich nichts Bösartiges habe, aber zur Sicherheit eine Operation empfohlen wird. Ich werde über die Operation und alle Risiken aufgeklärt. Es ist ein kleiner Eingriff, aber er wird unter Vollnarkose stattfinden, also werde ich auch zwei Nächte im Krankenhaus verbringen. Nachdem ich angemessene Fragen zu der Operation und den Risiken gestellt habe, frage ich auch, ob es im Krankenhaus WLAN gibt. Ich vergesse zu fragen, ob das Stückchen Titan mit entfernt wird, gehe aber davon aus.
(verenka)
Vorsorge, keine Panik.
Sollte Jeder von uns "DAHOAM" haben.
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Vorsorge, Notfallhygiene und Selbstbestimmung - Interview mit Thomas Haak, Wirtschaftsjournalist
QS24, wikiSana, QS24.tv, Sprechstunden – diese Begriffe bilden in Thomas Haaks Sicht die Brücke zwischen Information und gelebter Vorsorge. Er beschreibt Vorsorgedokumente als eine Form von Hygiene: nicht glamourös, aber lebensentscheidend. Sie erfahren hier in klarer, praxistauglicher Sprache, was jetzt zu tun ist, wer welche Rechte hat und wie Sie zu Lebzeiten Selbstbestimmung erhalten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung: Warum Vorsorge Unterlagen zur Lebenshygiene gehören - Interview - Konkrete Handlungsempfehlungen - FAQ - Abschlusswort und Einladung
Einleitung: Warum Vorsorge Unterlagen zur Lebenshygiene gehören
Thomas Haak vergleicht Vorsorge mit Hygiene: Sichtbar ist sie nur, wenn sie fehlt. Junge Menschen glauben selten an das Schlimmste. Doch ein Unfall oder eine schwere Erkrankung kann jede Lebensplanung schlagartig verändern. Haak richtet eine klare Frage an Sie: Haben Sie geregelt, wer im Ernstfall für Sie handeln darf?
Interview
Was versteht Thomas Haak unter "Hygiene in den eigenen Unterlagen"?
Thomas Haak sagt, es geht nicht um Zahnhygiene oder Gedankenhygiene, sondern um organisatorische Sauberkeit: Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung. Diese drei Dokumente sind die Grundversorgung Ihres Selbstbestimmungsrechts. Ohne sie entscheidet im Notfall das Gericht oder eine fremde Person über Wohnung, Vermögen und Behandlung. Haak nennt das eine schleichende Entmachtung, die vermeidbar ist.
Worin liegt der Unterschied zwischen Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung?
Thomas Haak erklärt: Eine Vorsorgevollmacht ist ein Vertrauensinstrument. Sie erlaubt der bevollmächtigten Person, in Ihrem Namen umfassend zu handeln. Das ist mächtig, deshalb braucht es Vertrauen und präzise Formulierungen. Die Betreuungsverfügung hingegen ist gerichtlich begleitet: Das Gericht überprüft und genehmigt den Betreuer und kontrolliert dessen Handeln. Beide Instrumente schützen Sie, aber auf unterschiedliche Weise – Vertrauen versus gerichtliche Kontrolle.
Reicht die Ehe, um den Partner automatisch zu vertreten?
Thomas Haak macht deutlich: Nein. Seit 2023 gibt es zwar eine gesetzliche Notfallvertretung zwischen Ehegatten, doch sie ist begrenzt. Sie gilt nur für medizinische Notfälle und maximal sechs Monate. Für Finanzen, Wohnungsangelegenheiten oder eine längerfristige Vertretung reicht sie nicht. Ohne Vorsorgevollmacht können Sie als Ehepartner nach sechs Monaten faktisch handlungsunfähig sein, weil das Gericht einen Betreuer bestellt.
Welche Risiken drohen ohne Patientenverfügung?
Thomas Haak warnt: Fehlt eine Patientenverfügung, trifft das medizinische Personal Entscheidungen nach dem Grundsatz "immer erst einmal lebenserhaltend". Das kann zu künstlicher Verlängerung des Lebens führen, obwohl Sie persönlich das nie gewollt hätten. Eine Patientenverfügung muss sehr präzise sein. Allgemeine Formulierungen wie "ich möchte nicht an Schläuchen hängen" reichen nicht aus. Beschreiben Sie konkret, unter welchen Bedingungen lebenserhaltende Maßnahmen unterbleiben sollen.
Was rät Thomas Haak beim Ausfüllen der Dokumente?
Er empfiehlt eine Doppelstrategie: Nutzen Sie geprüfte Vordrucke, aber gehen Sie danach zu einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens. Ein falsches Wort kann weitreichende finanzielle Folgen haben. Das wenige hundert Euro teure Anwaltspersonal schützt oft Vermögen und Selbstbestimmung. Haak betont: Wer daran spart, riskiert weit höhere Kosten und den Verlust der Kontrolle.
Welche Absicherung empfiehlt Thomas Haak zusätzlich – ganz praktisch für den Alltag?
Haak rät dringend zu einer privaten Haftpflichtversicherung mit Forderungsausfalldeckung. Eine Alltagssituation: Sie missachten eine Verkehrsregel und verursachen einen schweren Schaden. Ohne Versicherung zahlen Sie persönlich. Über ein Drittel der Deutschen hat keine Haftpflicht. Für weniger als 40 Euro jährlich sind Sie bis 15 Millionen Euro abgesichert. Die Forderungsausfalldeckung schützt Sie, wenn die Gegenseite nicht zahlungsfähig ist.
Und wenn alle Dokumente vorhanden sind – wie wissen Retter oder Ärzte davon?
Thomas Haak empfiehlt eine einfache, geniale Lösung: die SOS-Notfalldose. In dieser Dose liegen Ihre wichtigsten Daten: Medikamente, Krankheiten, und Hinweise auf Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung. Legen Sie die Dose sichtbar in den Kühlschrank. Viele Notärzte schauen dort zuerst nach. Ein kleiner Hinweis an der Wohnungstür erhöht die Chance, dass Retter die Dose finden.
Konkrete Handlungsempfehlungen
- Erstellen Sie eine Patientenverfügung: Präzise Formulierungen, notariell geprüft oder anwaltlich beraten. - Erteilen Sie eine Vorsorgevollmacht: Vertrauen wählen, Zuständigkeiten genau definieren. - Oder zumindest eine Betreuungsverfügung: Gerichtliche Kontrolle statt fremder Betreuer. - Schließen Sie eine Haftpflichtversicherung ab: Mit Forderungsausfalldeckung für maximale Absicherung. - SOS-Notfalldose: Kühlschrank als Aufbewahrungsort; Hinweis an der Haustür anbringen.
FAQ
Wer entscheidet, wenn keine Vollmachten vorliegen?
Wenn keine Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung existiert, bestellt das Gericht einen Betreuer. Diese Person kann fremd sein und entscheidet über Vermögen, Wohnung und medizinische Maßnahmen. Das ist der Grund, warum Vorsorge so wichtig ist.
Gilt die gesetzliche Notfallvertretung zwischen Ehepartnern dauerhaft?
Die gesetzliche Notfallvertretung gilt nur für medizinische Fragen und maximal sechs Monate. Für finanzielle Angelegenheiten oder eine längere Vertretung reicht sie nicht aus. Daher bleibt die Vorsorgevollmacht notwendig.
Reicht eine einfache Formulierung in der Patientenverfügung?
Nein. Allgemeine Aussagen wie "keine lebenserhaltenden Maßnahmen" sind oft zu ungenau. Die Patientenverfügung muss konkrete Situationen und Maßnahmen beschreiben, damit Ärzte und Bevollmächtigte klare Entscheidungen treffen können.
Wo bewahre ich wichtige Unterlagen auf, damit Rettungskräfte sie finden?
Die SOS-Notfalldose im Kühlschrank ist eine praktische und bewährte Lösung. Ergänzen Sie das mit einem Hinweis an der Eingangstür. So erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Retter sofort Zugriff auf relevante Informationen haben.
Abschlusswort und Einladung
Thomas Haak erinnert daran, dass Selbstbestimmung kein Luxus ist, sondern Verantwortung. Vorsorge ist die Brücke zwischen dem Heute und dem Schutz Ihrer Zukunft. Nehmen Sie sich die Zeit, klare Entscheidungen zu treffen und Menschen zu benennen, denen Sie vertrauen.
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