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27. März 2020
Meine erste Remote-Tagung: Das Diaabend-Zubehör ist gar nicht obsolet!
Alle meine Tagungstermine sind abgesagt worden. Bis auf einen: Am 24. Februar bin ich für den “Digitalsalon” in Darmstadt angefragt worden, in der Mail stand damals
“Alternativ zu Ihrer physischen Präsenz in Darmstadt (und den damit möglichen Ereignissen außerhalb des Protokolls) wäre auch Ihre Intervention per Skype möglich, die wir dann für die zweite Hälfte des Gesprächs ansetzen würden.”
Ich habe keine guten Erfahrungen mit der Remote-Zuschaltung einzelner Personen gemacht und deshalb meine physische Präsenz in Darmstadt versprochen, aber dazu ist es pandemiebedingt nicht gekommen. Stattdessen nehmen jetzt alle Eingeladenen aus der Ferne an der Veranstaltung teil.
Einen mittelgroßen Teil meines Einkommens habe ich bisher mit meiner Bereitschaft verdient, herumzureisen und vor Ort an Veranstaltungen teilzunehmen. Deshalb hatte ich bis vor wenigen Tagen überhaupt keine Erfahrung mit Videokonferenzen. Seitdem habe ich ein bisschen bei privaten Anlässen geübt und dann noch ein paar Blogbeiträge mit Ratschlägen gelesen. André Spiegel besitzt irgendein Wunderding, das ihn ebenmäßig von vorn ausleuchtet, und denkt sogar über gesicht-entglänzenden Puder nach. Thomas Wiegold hat sich ein Stück grünen Stoff als Greenscreen gekauft. Bei Zoom kann man Schneelandschaften und andere virtuelle Hintergründe verwenden, aber dafür ist mein Laptop offiziell zu alt oder zu schwach, außerdem soll bei dieser Tagung nicht Zoom, sondern ein Tool namens Whereby zum Einsatz kommen. Ich schreibe meiner Mutter eine Nachricht ins Krankenhaus:
In einer Ecke des Zimmers, das früher das Zimmer meines Bruders und dann das Arbeitszimmer meines Vaters war, baue ich mir einen Videokonferenzarbeitsplatz mit Licht von vorne und bringe die Laptopkamera auf die richtige Höhe.
Die Veranstalter begrüßen uns zum “Digitalen Digitalsalon”: Es ist die zweite Veranstaltung in der Reihe, aber die erste, die ohne körperliche Anwesenheit stattfindet. Anfangs läuft via Screensharing eine Reihe von Bildern, die uns den Veranstaltungsort zeigen, an dem wir jetzt eigentlich sein sollten. Schön sieht es dort aus, aber die Bilder lösen in mir keine Wehmut aus. Ich finde es ganz gut, dass ich nur fünf Meter Arbeitsweg hatte und jetzt nicht verlegen unter fremden Leuten herumstehen muss, bis es losgeht. Und die Vögel zwitschern auch da, wo ich bin.
Ja, ok, die Dialeinwand wirft noch ein bisschen Falten.
Ich kann mir selbst aussuchen, welches der kleinen Kamerabilder und Screenshares der anderen Teilnehmenden ich größer betrachten möchte. So sehe ich zum ersten Mal einer Veranstaltungszeichnerin via Screensharing direkt bei der Arbeit zu und lerne dabei was über digitale Zeichentechniken.
Da ich weder Gesichter noch Stimmen wiedererkennen kann, ist es für mich außerordentlich hilfreich, dass jedes Kamerabild mit dem Namen der jeweiligen Person beschriftet ist. Wie schön und einfach wäre mein bisheriges Tagungs- und Seminardasein gewesen, wenn die Realität so etwas auch hätte!
Vorteilhaft finde ich auch, dass man mit dem Ausschalten des Mikros selbst signalisiert, dass man jetzt zu Ende geredet hat, und bei anderen am Einschalten des Mikros erkennen kann, dass sie etwas sagen wollen.
Der vorher per Mail verschickte Zeitplan wird genauso wenig eingehalten wie bei den meisten ortsgebundenen Veranstaltungen, obwohl sich einer der beiden Veranstalter vorher extra schöne Icons aus Pappe gebastelt hat, darunter eins von einer Sanduhr, das er in die Kamera hält, wenn jemand zu lange redet. Die inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassene Mutter beschwert sich darüber während des hastigen Mittagessens. Das sei keine familienfreundliche Konferenzplanung. “Die anderen haben doch bestimmt auch Hunger!” Für künftige Tagungen glaube ich, dass eine in die jeweiligen Videofenster eingeblendete Redezeit-Uhr hilfreich wäre, wie es sie manchmal auf den Slides bei Ultrakurz-Vortragsformaten gibt. Man könnte sogar individuelle Gesamtredezeiten oder Männer-vs-Frauen-Gesprächsanteil viel einfacher als bisher messen und anzeigen.
Für künftige Veranstaltungen lerne ich dazu, dass es günstig wäre, anfangs eine halbe Stunde einzuplanen, in der man mit allen gemeinsam die Optionen der jeweiligen Plattform ausprobiert: “Jetzt teilen alle mal ihren Screen, dann wisst ihr nachher schon, wie das geht.” Ein gemeinsames Protokoll-Dokument, in das parallel zur Veranstaltung alle hineinschreiben können, und eine Tagungsplattform mit halbwegs komfortablem Chatkanal wäre auch hilfreich. Und ich weiß jetzt, dass man bei Remote-Tagungen genau wie auch sonst auf Slide-Lesbarkeit achten muss. Zumindest auf meinem 11-Zoll-Display ist nämlich bei einigen Screenshares nur sehr wenig zu erkennen. In der folgenden Ansicht sind beispielsweise die Grafikbeschriftungen unlesbar. Aber das wäre wohl auch in einem Tagungsraum ein Problem gewesen.
Insgesamt ist es ungefähr so anstrengend und auch ungefähr so produktiv, wie ich bei einer Veranstaltung vor Ort erwartet hätte. Nur die Gespräche vorher, in den Pausen und nachher fehlen, und in denen lerne ich meistens viel interessantere Dinge als während der eigentlichen Tagung. Aber fürs erste Mal lief es erstaunlich gut und ich bin zuversichtlich, dass auch das Pausenproblem demnächst gelöst wird.
(Kathrin Passig)
whereby.com
Acts 4:12 (KJV) - Neither is there salvation in any other: for there is none other name under heaven given among men, whereby we must be saved.
hello back w dn doodle dump
> yamaii (saleana) likes to collect cute girls as her apprentices and panya (engi) was one of her targets
> aiden (ML) and neirisa (elestra) are tornado buddies, risa likes to kiss people and aiden is worried bc his partner would kill him if he knows
> finlaiyer (saint) and his big bro forrester (saint). fantasia is a physician, frostbiter’s only 10 y/o but most likely will be a saint too
> extra reaction pic of finn when hes internally screaming that my friend made bc it suited his predicament LMAO
i own everyone except Neirisa and xPanya.
Once we assume a creator and a plan, it makes humans objects of a cruel experiment whereby we are created to be sick and commanded to be well.
Christopher Hitchens
Check out this post… "Whereby ".
This.... God Bless. Whereby are given unto us exceeding great and precious promises: that by these ye might be partakers of the divine natu
Whereby
conjunction
In accordance with which; by or through which.
adverb
By which; -- used relatively.
By what; how; -- used interrogatively.
By what, in which direction; how
By which.
Where.