Hammerguter Podcast! Sehr empfehlenswert!
Ich finds super, dass hier über Celebrity worship gesprochen wird. Ich war selbst betroffen. Ich war Riesenfan eines Rockstars. Der war quasi mein ganzer Lebensinhalt. Ich hatte Fanseiten, war in Foren aktiv, hab mich mit nichts anderem mehr beschäftigt und hatte ne krasse parasoziale Beziehung. Ich gab ihm auch so einen Spitznamen, in meiner Phantasie war er mein bester Freund, er war in Gedanken immer dabei. Witzigerweise hatte ausgerechnet ich extreme Zweifel ob ich überhaupt ein Fan bin! Ich war nie auf nem Konzert und hatte nur eine CD. Alles spielte sich mehr oder weniger nur in meinem Kopf und im Internet ab. Da gab es noch diverse Streits in der Fandom, ich war viel jünger, hab nicht richtig dazu gehört, konnte auch keine Kritik an ihm ab. Hab ihn aber auch irgendwann nur noch angezweifelt als ich merkte er ist nicht so wie ich wünschte. Das macht einen echt kaputt! Wer bin ich, wenn ich kein echter Fan bin? Ich war süchtig nach ihm. Und ja, auch bei mir ist die Gewissenhaftigkeit nicht sehr ausgeprägt, auf mich trifft das alles zu! Auch mit der Photoshop-Sache sehe ich parallelen. Ich hab das auch gemacht, und sogar meine Ausbildung ist nur daher gekommen. Im Gegensatz zu der Frau im Podcast bereue ich das aber und wünschte ich hätte was richtiges gelernt. Irgendwann wurde mein Fansein richtig toxisch und schlug von Liebe in Hass um. OMG ich könnte ein ganzes Buch über die Sache schreiben. Doch obwohl alles so negativ und katastrophal endete, hab ich durch die ganze Sache auch super viel über mich gelernt. Und wenn es nur ist, was ich eben nicht leiden kann. Viele Werte und Einstellungen sind mir dadurch klar geworden und ich denke bis heute, ich wäre ein ganz anderer Mensch, wenn ich nie Fan gewesen wäre. Es war mit sehr viel Leid verbunden, aber daraus kann man ja trotzdem was mitnehmen und lernen. Es hat mein ganzes Leben so geprägt!










