Spinnen
Am vergangenen Montag war der Laden zwar wie immer geschlossen, wir waren aber dennoch dort und haben uns sogar "fortgebildet": Svenja Suhr (weberschiffchen.com) besuchte uns und gab dem ganzen Wollen-Team einen Kurs im Handspinnen. Und da sie so einen Kurs demnächst auch nochmal bei uns anbieten wird (dann nicht für uns Mitarbeiterinnen sondern für Euch!) möchten wir hier schon mal einen kleinen Einblick geben.
Fasern zu Garn spinnen kann man entweder mit dem Spinnrad oder mit der Handspindel. Für den Anfang ist es gut, mit der Handspindel zu beginnen, denn so versteht man das Prinzip direkt. Man benötigt dafür lediglich eine Spindel und natürlich Fasern.
Svenja zeigte uns viele verschiedene Fasern, sowohl tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs. Gesponnen haben wir allerdings nur mit Schafwolle, da pflanzliche Fasern wie Viskose oder Tencel sehr glatt und rutschig und daher für Anfänger*innen weniger gut geeignet sind. Wir bekamen Wolle von Merino, Coburger Fuchs und Eiderschaf zum Ausprobieren.
Die Wolle wurde vorher natürlich schon gewaschen und gekämmt und lag als sogenannter Kammzug (lange "Bänder" von Fasern, die alle in die gleiche Richtung gekämmt sind) vor, sodass wir direkt starten konnten.
An der Spindel wird ein Hilfsfaden befestigt, an diesen die Faser angeknüpft und losgesponnen. Die Spindel wird hängen gelassen und dann angedreht, sodass Faden und Faser sich verdrehen. Es muss immer in die selbe Richtung gedreht werden, da die Fasern sich sonst wieder aufdrehen und reißen. Nach und nach werden Fasern aus dem Kammzug gezogen und durch die Drehung der Spindel gesponnen.
Zu Beginn sind die entstehenden Garne natürlich noch sehr unregelmäßig, manche Stellen sind dick und fluffig und ein paar Zentimeter weiter sieht der Faden schon wieder aus wie ein dünnes hartes Tau.. Aber auch das hat seinen Reiz! Nach kurzer Zeit bekommt man schon ein Gefühl für Wolle und Spindel und alle unsere Fäden wurden immer gleichmäßiger.
Als unsere Probefasern komplett versponnen waren wickelten wir sie um, um sie dann miteinander verzwirnen zu können. Svenja sagte uns, dass wir unser Garn auch so wie es war (als "Single") bereits verwenden könnten, dass es verzwirnt aber mehr Stabilität bekäme. Also die Spindel weiter gedreht, aber diesmal in die andere Richtung, bis wir schließlich unser fertiges Garn in den Händen hielten. Uns allen hat das Spinnen sehr viel Spaß gemacht und wir werden Zuhause sicher weiter üben.
Wenn Ihr nun auch Lust bekommen habt, meldet Euch bei uns für den Kurs mit Svenja an! Wir können es nur empfehlen!
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Das Ergebnis:
Text: Caroline Frett
Bilder: Ruta S.-D.













