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Musik
Fujii Kaze sorgt in diesem Sommer für Aufsehen. Am 12. Juli wird er beim North Sea Jazz Festival in Rotterdam, Niederlande, auftreten, gefolgt vom Montreux Jazz Festival in Montreux, Schweiz, am 14. Juli – ein echter Doppelschlag.
Beide Jazzfestivals haben eine lange Tradition, die bis in die 1960er und 70er Jahre zurückreicht. Trotz ihrer tiefen Verwurzelung im klassischen Jazz buchen sie regelmäßig auch Künstler aus der Popmusik. Die Liste solcher Künstler ist beeindruckend: Stevie Wonder, Prince, Sting – um nur einige zu nennen.
Es scheint, als ob viele Musiker ihre Auftritte bei diesen beiden Festivals mit ihren Europatourneen kombinieren. Zahlreiche Künstler sind auf beiden Festivals zu sehen. Außerdem gelten beide Festivals als wahre Schatzkammern legendärer Live-Alben – nicht nur im Jazzbereich, sondern auch im Bereich populärer Musik.
Und nun zu Kaze. Natürlich wird unser Kaze-san mit seiner gewohnten Performance das europäische Publikum sowohl überwältigen als auch auf sanfte Weise in seinen Bann ziehen – daran besteht kein Zweifel. Er wird immer internationaler, spielt in Amerika, Asien und Europa – eine Entwicklung, bei der ein Fan wie ich, der ihn erst seit etwa vier Jahren kennt, kaum mitreden kann.
Aber als jemand, der seit fast 50 Jahren leidenschaftlich Musik – insbesondere Jazz – hört, kann ich nicht anders, als mir vorzustellen: Wie wäre es, wenn Kaze nicht in seinem gewohnten Stil, sondern ganz im Sinne des „reinen Jazz“ auftreten würde?
Ich mag eigentlich keine Einteilungen in Musikgenres. Wie Sir Duke Ellington einst sagte: „Es gibt nur zwei Arten von Musik – gute und schlechte.“ Und wenn ich Kaze's Musik höre, spüre ich tief verwurzelte Jazz-Einflüsse in seinem Stil – stark und klar.
Bei seinem grandiosen Auftritt für „Tiny Desk Concerts“ war er von herausragenden Musikern begleitet, besonders von Bassist Takumi Katsuya und Schlagzeuger Seiya Kudo. Katsuya, einst ein herausragender Jazzbassist an der Waseda-Universität, ist fest in der Jazzwelt verankert. Auch Kudo, der in den USA Schlagzeug studiert hat, scheint stark vom Jazz geprägt zu sein. Wenn man sich die beiden auf YouTube ansieht, merkt man: Das sind echte Jazzmusiker.
Auch Gitarrist DURAN, der meist als Rockgitarrist gesehen wird, zeigte beim „Tiny Desk“-Auftritt durch sein vielseitiges und technisch brillantes Spiel, dass er ebenso im Jazz zuhause ist.
Kazes Klavierspiel, Katsuyas Bass, Kudo's Drums und DURANs Gitarre – wenn diese vier mal richtig klassischen Jazz gemeinsam spielen würden, wäre das für mich ein Traum. Auch wenn es wohl nicht passieren wird.
Übrigens: Der Perkussionist Takashi Fukuoka, der beim Nissan-Stadion-Konzert dabei war, hat auch schon mit dem legendären Jazzpianisten Yosuke Yamashita zusammen gespielt – ich würde mich freuen, wenn auch er in Europa dabei wäre.
Ein bisschen träume ich also davon, dass Kaze die Jazzfestivals in Europa im Sturm erobert – als kleiner Jazzfan und Kaze-Liebhaber.















