𝕯𝖆𝖘 𝕾𝖙𝖊𝖗𝖇𝖊𝖓 𝖉𝖊𝖗 𝕾𝖊𝖊𝖑𝖊
Am Tag, an dem ich geboren wurde, an diesem Tag starb meine Seele. Seit diesem Tag suche ich den Grund, warum ich mich durchs Leben quäle. Warum ist alles nur geschehen, ich kann es nicht erraten. Ungeliebt in dieser Welt, verloren auf endlosen Pfaden. Traurig bin ich Tag für Tag, ungewollt in diesem Leben. Hoffnungslosigkeit erfüllt mein Ich, vergessen auf ziellosen Wegen. Vielleicht wird es bald Zeit zu gehen, ich spüre meine Kräfte schwinden. Einsam in der Dunkelheit, niemand wird mich finden. Wer sollte denn auch nach mir suchen, es hat doch alles keinen Sinn. Wie soll ich denn noch an mich glauben, wenn ich längst verloren bin? Vom Lebenswillen früh verlassen, das eigene Spiegelbild gehasst. Das Licht, das einst mein Herz erhellte, ist im Lauf der Zeit verblasst. Zwischen Hoffnung und Verzweiflung ist es nur ein schmaler Grat. Meine Seele begann zu sterben, als ich diese Welt betrat. © Thomas Schömburg (08-12-2015)










